Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

BASEL/ Theater; SPIELPLANPRÄSENTATION FÜR DIE SAISON 2026/2027. Wichtige Botschaften mit wichtigen Werken

Basel: Theater Basel: Grosse Bühne – Spielplanpräsentation für die Saison 2026/27

Besucht: Spielplanpräsentation für die Abonnent*innen vom 10. Mai 2026

Wichtige Botschaften mit wichtigen Werken

Einen besonderen Beitrag zum Muttertag liefert das Theater Basel in diesem Jahr: Mit der Spielplanpräsentation für die kommende Saison verleihen Intendant Benedikt von Peter und seine Crew dem Ehrentag für Mütter eine besondere Note. Mit der gelungenen Präsentation, gespickt mit Kostproben aus allen Sparten des Hauses, machen die Theaterschaffenden in Basel «Lust auf mehr».

(Auch) die kommende Saison steht unter den Zeichen der drängenden Themen unserer Zeit: Demokratie, Macht, Einsamkeit, ökologische Herausforderungen. Das Theater Basel stellt Fragen, sucht Antworten – und wird hoffentlich auch welche finden – schafft Denkräume, sorgt für Begegnungen, Dialoge und (kreative) Auseinandersetzungen – kurz: Es wühlt und rüttelt auf – und unterhält dabei erst noch!

Auch in der kommenden Saison kommt eine Vielfalt unterschiedlichster Werke zur Aufführung. Erstmals in Basel wird Schönbergs «Moses und Aron» zu erleben sein, weitere Highlights der Musiktheatersaison bilden sicher «Le Nozze di Figaro», «Lucia di Lammermoor», «Rusalka», «Herakles Mad» (Bryce Dessner (Musik), Anne Carson (Text), Uraufführung) sowie die halbszenische Aufführung von «La Fille du Régiment». Besonders sei hier hervorgehoben, dass Regula Mühlemann in Basel ihr Debüt als Lucia gibt.

Entschlackt, auf fast leerer Bühne, mit einer Menge Discokugeln und einer harten, ganzkörperlichen Choreographie wird in der Inszenierung von Barrie Kosky und Otto Pichler Leonard Bernsteins «West Side Story» zu entdecken sein.

Im Schauspiel werden die Themenschwerpunkte unter anderem mit Ibsens «Gespenster», «Kleine Prinzen» von Lucien Haug und Brechts «Der gute Mensch von Sezuan» oder Tschechows «Die Möwe», um nur einige «Hotspots» zu nennen, mit Schauspielgrössen wie Martin Hug, Ueli Jäggi, Nikola Weisse und Jörg Pohl – letzterer erneut in der Sensationsproduktion «Moby Dick» – zu erleben sein.

Mit grossem Interesse blickt die (Basler) Ballett-Szene auf das, was Marco Goecke in seiner zweiten Spielzeit mit dem Ballett Basel zeigen wird. Der Choreograph zeichnet sich durch eine äusserst eigene choreographische Sprache aus und polarisiert dadurch künstlerisch genau so stark, wie er fasziniert. Kurz: Ein Glücksfall für das Theater Basel! Nebst seinen eigenen Arbeiten kommen bei ihm auch Werke von Sharon Eyal & Gai Behar, Jiri Kylian und Hans van Manen zur Aufführung. Besonderen Wert legt Marco Goecke auch darauf, jungen Choreographen eine Plattform zu bieten und bietet darum Guillaume Hulot und Lucas Valente die Gelegenheit, sich dem fachkundigen (Basler) Ballettpublikum zu präsentieren. Eine besondere Aufgabe wird für den charismatischen Basler Ballettchef wohl die Choreographie des Familienstücks «Mio, mein Mio» nach dem wunderbaren Jugendbuchklassiker von Astrid Lindgren werden. Die Herausforderung für Marco Goecke wird dabei sein, seine «radikale» Tanzsprache «familienfreundlich» zu formulieren – mit dem Effekt natürlich, dass daraus bei den (nicht nur jungen) Zuschauenden die «Lust auf mehr» entsteht. Für Marco Goecke vorerst noch «interessant und beängstigend», aber er «freut sich drauf» – und wir uns mit ihm!

Mitmachen – Theater dem Publikum erlebbar machen – das hat sich das Theater Basel auch für die kommende Saison mit dicken Lettern auf die Flagge geschrieben. Das Theater Public setzt sich unter dem Motto «Dauerdenken, Dauerdebattieren, Dauerspielen» mit «Demokratie» auseinander. «Grosses Solo» setzt sich als partizipatives Musiktheater mit der Thematik «Einsamkeit» auseinander – und bringt dabei Menschen zusammen.

Es ist mir bewusst: Ich habe hier lediglich (einige) meine(r) «persönlichen» Highlights der kommenden Saison aufgeführt. Ein Blick auf die Homepage des Theaters Basel theater-basel.ch lohnt sich immer!

Liebe Familienväter – bitte schenkt Euren Ehefrauen zum Muttertag, Euch selbst und Euren Kindern zum Geburtstag oder zu Weihnachten unvergessliche, prägende Theatererlebnisse am Theater Basel – denn das Theater Basel ist ein Theater für alle.

 Michael Hug

 

Diese Seite drucken