Vaslaw Nijinsky (1889 – 1950)
WIEN / Staatsoper:
NIJINSKY
Ballett von John Neumeier
Premiere: 20. Oktober .2026
Genie und Wahnsinn
Wer sich nur ein bißchen aus Ballett macht, dem ist der Name Vaslaw Nijinsky (1889 – 1950) ein Begriff, legendärer Tänzer und Choreograph, größter Star der von Serge Diaghilew gegründeten Ballets Russes. Wenn einem jungen Mann, aus dem einmal John Neumeier wird, ein Buch über Nijinsky in die Hände fällt, wird diese lebenslange Faszination auch ein künstlerisches Ergebnis bringen.
Im Jahr 2000, zum 50. Todestag von Nijinsky, hat Neumeier – ein Meister biographischer Handlungsballette – für sein Hamburg Ballett seine Version dieses Künstlerlebens zwischen Glanz und Untergang auf die Bühne gebracht. Nun bescherte er damit dem Wiener Ensemble und dem Wiener Publikum einen großen Abend.
Künstlerisch trat Nijinsky, der virtuose Ausnahmekünstler (hier stimmt diese inflationär gebrauchte Bezeichnung einmal), mit Figuren wie dem „Faun“, dem „Goldenen Sklaven“ oder dem „Harlequin“ hervor und schrieb sich (obwohl es keine Filmaufzeichnungen von ihm gibt) in das Goldene Buch der Ballettgeschichte. Und das alles im Lauf einer Karriere, die weniger als ein Jahrzehnt währte.
Die Rollen kommen in Neumeiers „Nijinsky“-Ballett als Prunkbeispiele vor, oft als raffinierte Spiegelung des originalen Nijinsky, aber tatsächlich interessiert sich dieser Abend mehr noch als für den Künstler für den Menschen mit seinem unendlich tragischen Schicksal.
Darum beginnt der Abend auch mit dem Ende, mit jenem 19. Januar 1919, als Nijinsky in der Halle eines Luxushotels in St. Moritz (wohin er nach dem Krieg mit seiner Frau gezogen war) letztmals tanzte. Ein idealer Rahmen, in den Neumeier Szenen aus dem Leben des Tänzers einfließen lassen kann – flüchtig die Familie, entscheidend die Konfrontationen mit Serge Diaghilew, dem Mann, der ihn als Mentor „gemacht“ hatte, und mit Romola, der Frau seines Lebens.
Gerade in diesen Szenen zeigt sich die absolute Meisterschaft Neumeiers, Psychologie durch die Körper auszudrücken, Beziehungsgeschichten (ob homo-, ob heterosexuell) in einer atemberaubenden Deutlichkeit zu erzählen: Diaghilew, der Nijinsky um jeden Preis, auch mit Gewalt, halten will, ihn aber dann, als er merkt, dass es nicht mehr geht, brutal fallen lässt (zu Gunsten von Leonid Massine).
Und ungeheuer fesselnd die Beziehung, die Neumeier zwischen Vazlaw und Romola aufbaut, vom der gegenseitigen Anbahnung auf dem Schiff (mit dem „Faun“ als dritter Person, denn Romola wollte den Künstler und den Mann) – bis zur gemeinsamen Verzweiflung, als sie sich mit seiner Geisteskrankheit konfrontiert sieht. Denn schon nach dem „Großen Krieg“, der ihn möglicherweise wahnsinnig gemacht hat, brach bei Nijinsky 1919 die Schizophrenie aus. Die letzten dreißig Jahre seines Lebens verbrachte er in psychiatrischen Anstalten (darunter auch mehrfach in Wien in Steinhof). Beschwört Neumeier im ersten Teil des Abends noch den Glanz der Balletts Russes-Abende (etwa mit „Scheherazade“, denn damals war Exotismus noch nicht verpönt wie in der heutigen vernagelten woken Welt), so dringt im zweiten Teil so gut wie kein Licht durch die Finsternis von Krieg (zu harter Schostakowitsch-Musik), wo der „Harlequin“ verzweifelt durch tote Soldaten wankt, und Wahn. Und doch – wenn Nijinsky am Ende, in rote und schwarze Tücher gehüllt, allein vor dem Publikum steht, hat auch dieser Untergang etwas von Verklärung, denn Neumeier ist ein Mann, der auch im Grauen noch das Schöne sieht und dieses in Tanz umsetzt.
Der Abend hat in Alessandro Frola einen berührrenden Hauptdarsteller, der Virtuosität und Psychologie perfekt verbindet. Ketevan Papava ist schlechtweg großartig als Romola, und Eno Peci liefert als Diaghilew eine faszinierende Studie brutalster Machtausübung. Nijinskys berühmteste Rollen treten quasi neben ihm auf, und Victor Caixeta, Davide Dato und Rinaldo Venuti erhalten die Gelegenheit zu glänzen.
Die Musik von Rimski-Korsakow, Schostakowitsch. Chopin und Schumann war bei Nathan Brock in guten Händen. John Neumeier hat als Gesamtkunstwerk (von ihm stammen auch Ausstattung und Lichtregie) wieder einmal ein Schicksal zwischen Glanz und Tragik in ein ganz großes Stück Ballettkunst verwandelt. Das Publikum war begeistert und feiere den 87-jährigen ganz besonders.
Renate Wagner
Wien/Staatsoper
John Neumeiers getanzte Seelenlandschaften
John Neumeier im Interview: Der Star-Choreograf ist in Wien und zeigt an der Staatsoper ab Dienstag das tänzerische Porträt von Vaslav Nijinsky, dem legendären frühen Tanz-Star der Ballets Russes.
https://www.krone.at/4340827
STREAM NIJINSKY -Wiener Staatsoper 20.10.
Wien/ Volksoper: Premiere des Musicals Chicago am Samstag, 24. 10.2026
Wien/ Volksoper
Wien/ Volksoper: Premiere des Musicals Chicago am Samstag, 24. 10.2026
Chicago, 1920er: Roxie Hart tötet ihren Liebhaber und landet im Gefängnis, wo sie nicht nur auf die ehrgeizige Doppelmörderin Velma Kelly trifft, sondern auch auf „Mama“ Morton, die es perfekt versteht, auf der Klaviatur von Macht, Intrigen und Glamour zu spielen. Mit Hilfe des Anwalts Billy Flynn und der Boulevardjournalistin Mary Sunshine wird Roxie zur Medienikone gemacht. Roxies Stern strahlt unaufhaltsam, wäre da nicht Velma, die sich um den wohlverdienten Ruhm gebracht sieht … Und der nächste Skandal, der schon um die Ecke wartet.
Samstag Premiere: Chicago. Ein Musical-Vaudeville von John Kander, Fred Ebb & Bob Fosse
https://www.volksoper.at/produktion/chicago-2025.1013380441.de.html?mtm
Maayan Franco übernimmt die Musikalische Leitung bei Chicago
Aufgrund einer Erkrankung muss Gareth Valentine die Musikalische Leitung der Premiere von Chicago an der Volksoper Wien abgeben. Maayan Franco übernimmt die Musikalische Leitung der Produktion. Die Premiere ist am 24. Oktober 2026.
Maayan Franco debütierte im April 2025 mit Steven Sondheims Follies am Pult des Volksopernorchesters und dirigierte seither The Sound of Music, Nurejews Hund, Cabaret, Die Zauberflöte, Im weißen Rössl, den Ballettabend American Signatures – unter anderem mit Pergolesis Stabat Mater – sowie die Uraufführung von Ronja Räubertochter.
Weitere Engagements umfassen Vorstellungen von La Cenerentola, Hänsel und Gretel und Die Zauberflöte beim Jerusalem Lyric Opera Festival. Ursprünglich zum Schlagzeuger und Flötisten ausgebildet, widmet Maayan Franco der zeitgenössischen Musik einen wichtigen Teil seines künstlerischen Schaffens. Er assistierte Ilan Volkov, arbeitete mit Klangkörpern wie dem BBC Symphony Orchestra, dem Ensemble Intercontemporain und der Staatskapelle Berlin zusammen und dirigierte unter anderem Werke von Christopher Fox, Hugues Dufourt, Jennifer Walshe, Cassandra Miller und Olga Neuwirth. Als Assistent war er unter anderem beim Festival d’Aix-en-Provence, an der Staatsoper Unter den Linden, der Israeli Opera, dem Konzerthaus Wien und der Staatsoper Stuttgart tätig. Beim Kosovo Philharmonic Orchestra dirigierte er unter anderem Dvořáks Symphonie Aus der Neuen Welt sowie Symphonien von Brahms.
Linz: Jonas Kaufmann eröffnet „Great Voices“ in Linz
Kurzvideo
https://on.orf.at/video/14344130/16172819/jonas-kaufmann
Wien/ Musikverein. Gäste aus Ungarn bringen Liszts großes Oratorium nach Wien
Im Auftakt der Konzertreihe „Musik der Meister“ erklang Franz Liszts Oratorium Christus erstmals seit langer Zeit wieder im Musikverein. Das Pannon Philharmonic Orchestra, der Ungarische Nationalchor und fünf exzellente Solisten ließen sowohl die klangliche Vielfalt des Werks als auch die musikalische Ausdeutung des christlichen Heilsgeschehens eindrucksvoll hervortreten.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de
Bregenz: Festspielsommer wird verlängert
Die Bregenzer Festspiele haben bereits jetzt für den kommenden Sommer eine zusätzliche Vorstellung von Giuseppe Verdis „La traviata“ auf der Seebühne angesetzt. Die Oper in der Inszenierung von Damiano Michieletto bleibe auch im zweiten Sommer ein Publikumsmagnet mit großer Nachfrage, teilten die Festspiele am Dienstag in einer Aussendung mit.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3376012/
Klagenfurt: Mozarts „Così fan tutte“ feiert Premiere am Stadttheater Klagenfurt
Am 29. Oktober 2026 feiert Mozarts Oper „Così fan tutte“ am Stadttheater Klagenfurt Premiere. Das 1790 uraufgeführte Werk mit einem Libretto von Lorenzo da Ponte wird in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln aufgeführt. Regie führt Nilufar K. Münzing, die in der vergangenen Spielzeit bereits „Der Liebestrank – L’elisir d’amore“ am Stadttheater inszenierte.
Mein.klagenfurt.at.stadttheater
Daniel Behle landet mit Operette Schmetterling großen Erfolg als Komponist in Annaberg-Buchholz
22. November: Debüt als Bacchus in Neuproduktion der Ariadne an der Wiener Staatsoper
Daniel Behle
Daniel Behle zählt zu den vielseitigsten Tenören seiner Generation und hat sich längst auch als Komponist einen Namen gemacht. Am Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz feierte seine zweite abendfüllende Operette Schmetterling am 10. Oktober 2026 ihre erfolgreiche Uraufführung. Nun steht für ihn auch als Sänger ein weiterer bedeutender Karriereschritt an: Am 22. November 2026 gibt er in der Neuinszenierung von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos an der Wiener Staatsoper sein Rollendebüt als Bacchus. Damit erweitert er sein Repertoire um eine der anspruchsvollsten Tenorpartien von Richard Strauss. Seine neue Operette ist unterdessen noch bis zum 27. November in Annaberg-Buchholz zu erleben.
Dass die Operette alles andere als ein antiquiertes Theatergenre ist, beweist Schmetterling mit viel Witz, musikalischem Einfallsreichtum und einem gehörigen Schuss Selbstironie. Nach Hopfen und Malz (2023) ist es bereits die zweite Zusammenarbeit mit dem Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer. Die skurrile Geschichte kreist um das Schicksal mehrerer Tenöre, die an einer schier unsingbaren Opernpartitur zugrunde gehen. Sie wirft auch einen augenzwinkernden Blick auf die Bayreuther Festspiele, bei denen Daniel Behle selbst mehrfach auftrat und die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feierten. „Hinter der Bühne ist bei vielen Theatern mehr Operette als man denkt“, erklärte der Komponist kürzlich in einem Interview. Die Kritik zeigte sich indessen begeistert vom Schmetterling: Die neue musikzeitung schwärmte von einer „verführerisch glitzernden Farbrausch-Partitur“, Orpheus lobte die „exzellent orchestrierten Melodien“. Der Münchner Merkur attestierte Behle das „Ohrwurm-Gen“ und würdigte die Instrumentierung als „rotzfrech und fantasievoll“. Besonders enthusiastisch urteilte Deutschlandradio: „Behle hat ein echtes Ohrwurm-Talent und ist stilistisch in allen Genres sattelfest.“ Das Fazit: „Der ‚Schmetterling‘ ist ein echter Wurf und ein Beweis dafür, dass Operette heute sehr wohl noch geht.“
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
WIESBADEN/ Hessisches Staatstheater: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN von Jaques Offenbach. Inszenierung Dennis Krauß
Dennis Krauß zaubert Zirkusluft auf die Hessische Opernbühne
Copyright: Lukas Anton
Ein Zirkuszelt ist im Grunde nichts anderes als eine großangelegte Illusion auf Zeit, ein Ort, an dem Sägemehl den Verfall kaschiert und das grellste Licht die tiefsten Schatten wirft. Wer den romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann an einen solchen Ort verpflanzt, riskiert gewöhnlich den Absturz ins reine Spektakel. Regisseur Dennis Krauß wagt im Staatstheater Wiesbaden genau diese Flucht nach vorn. Mit seinem Konzept hatte er 2025 den Europäischen Opernregie-Preis gewonnen; die Wiesbadener Realisierung ist der damit verbundene Preis. Seine Lesart von Jacques Offenbachs unvollendeter Schwanengesang-Oper verlegt das Geschehen auf einen rot schimmernden Jahrmarkt, der dem desillusionierten Poeten als Fluchtburg vor einer kalt gewordenen Gegenwart dient. Vor dem Zelt in der Rahmenhandlung sitzt Hoffmann als Straßenpoet und bietet für kleines Geld Gedichte an – und wird verspottet. Krauß gehört zu den ganz wenigen Vertretern seines Fachs, die den Untertitel Phantastische Oper tatsächlich wörtlich nehmen. Das ist eine wohltuende Seltenheit auf heutigen Bühnen der Regiekunst. Man erkennt die Oper vom ersten Augenblick an wieder. Nichts wird kaputt inszeniert, nichts in düstere Grautöne aufgelöst. Stattdessen entfaltet sich eine farbenfrohe, durchweg sinnhafte und abwechslungsreiche Szenerie, die das Publikum auf Anhieb einfängt: drei Schauhäuschen für den Olympia-Akt, eine Wohnstube für Antonia und „zerteilter Jungfrau“, ein Zauber-Kabinett mit Messerwerfer für Giulietta, dazu echte Artisten (Akrobatik und Feuerschlucken). Wer diese Oper noch nie gesehen hat, verlässt das Haus reich beschenkt mit glitzerndem Theaterzauber. Der erfahrene Kenner hingegen reibt sich bereits nach den ersten Takten verwundert die Augen und beginnt im Kopf fieberhaft die Partiturseiten umzuschlagen. Hier liegt nämlich die veritable Achillesferse dieser an sich so bildstarken Produktion. Was die Wiesbadener Dramaturgie da serviert, entpuppt sich als ein reichlich freihändig zusammengebrautes Gemisch unterschiedlichster Werkfassungen, das zudem einer radikalen Schnittkur unterzogen wurde. Lindorf darf in seiner Arie lediglich eine einzige Strophe zum Besten geben, die Eingangsszene der Muse wird spürbar verknappt, und auch der Chor muss spürbare Einbußen hinnehmen. Zum echten Ärgernis gerät die Sache allerdings im Antonia-Akt. Wenn man den köstlichen Dialog zwischen dem Hausherrn und seinem schwerhörigen Diener Franz einfach streicht, raubt man der Szene nicht nur ihren feinsinnigen Humor, sondern bringt den armen Burschen schlicht um sein hinreißendes Couplet. Das ist ungefähr so, als würde man einem Calaf sein Nessun dorma streichen oder dem Figaro die Rosina vorenthalten. Man fragt sich unwillkürlich, welcher Teufel das Regieteam bei solchen Streichungen geritten hat.
Zum Bericht von Dirk Schauß
Düsseldorf: Trillerpfeifen statt La Traviata: Protest in der Düsseldorfer Oper
Das Opernpublikum war ganz auf den Untergang der Kurtisane in drei Akten eingestimmt. Doch anstelle von Verdis „La Traviata“ erklangen in der Düsseldorfer Oper erst einmal Trillerpfeifen. Gemeinsam mit Akteuren in den Originalkostümen standen Menschen in pinken Westen an der Rampe und protestierten gegen einen personellen Kahlschlag, für den die Intendantin in spe, Ina Karr, sorgen will – so die Ansage des Protestes.
https://www.ddorf-aktuell.de/2026/10/19/trillerpfeifen-statt-la-traviata
Semperoper Dresden: „Die wunderbaren Jahre“ – und was von ihnen übrig bleibt
Torsten Raschs Oper „Die wunderbaren Jahre“ erzählt von einer Jugend unter den Bedingungen der DDR-Diktatur. Nora Bussenius macht daraus in Dresden einen visuell und musikalisch eindrucksvollen Abend. Doch ausgerechnet die wunderbaren Jahre selbst bleiben kaum erfahrbar. (Rezension der besuchten Premiere am 16. Oktober 2026)
opernmagazin.de.semperoper
Bonn: Was soll das, Bonn?
Anne Netrebko kommt nach Bonn. Die Hütte ist voll. Den Intendanten freut’s. Aber ist es wirklich ein Grund zur Freude, wenn eine der zweifelsohne bekanntesten, aber auch nicht unumstrittenen Sängerinnen unserer Zeit in der Bundesstadt vorbeischneit? Und warum tut sie das überhaupt? Ein Kommentar von Guido Krawinkel…
…Das setzt sich in dieser Saison mit der »Weltstars«-Reihe fort, in der neben Netrebko auch Namen wie Freddie De Tommaso oder Johan Tetelman in verschiedenen Inszenierungen gastieren. Über das Für und Wider eines solchen Starkarussells kann man geteilter Meinung sein. Nötig hätte es die Bonner Oper gewiss nicht, zumindest in künstlerischer Hinsicht. Das Haus hat ein ausgezeichnetes Ensemble mit zahlreichen Publikumslieblingen und immer wiederkehrende Gäste, die selbiges bereichern. Aber die Zeiten sind schwierig.
https://backstageclassical.com/was-soll-das-bonn/
Filme der Woche
ilmstart: 22. Oktober 2026
CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS
Chopin, Chopin! / Polen, Frankreich / 2025
Regie: Michal Kwiecinski
Mit: Eryk Kulm, Joséphine de La Baume, Victor Meutelet, Lambert Wilson u.a.
Künstlerleben,
Krankengeschichte
Die Polen haben Frederic Chopin (1810 – 1849) so vereinnahmt, dass man ganz vergessen hat, dass sein Vater Franzose war. Er ist allerdings in Polen geboren und aufgewachsen, lebte hier bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr und hat sich immer als Pole gefühlt. Wenn der sterbende Chopin in dem Biopic, das ihm nun gewidmet wird, verlangt, man möge sein Herz nach Polen bringen, so ist das historisch. Es ist in der Heilig-Kreuz-Basilika in Warschau begraben, Musikliebhaber pilgern andächtig dorthin.
Mit 20 wusste Chopin, dass eine Weltkarriere als Musiker – als Interpret am Klavier und Komponist (so wie Freund Franz Liszt) – nur in den Weltstädten der Musik in Mitteleuropa möglich war, wo Komponisten umschwärmt wurden wie Popstars (etwa Beethoven in Wien). Die letzten eineinhalb Jahrzehnte seines kurzen Lebens, bis die Schwindsucht ihn dahin raffte, hat Chopin also in seiner zweiten Heimat verlebt und in Paris die Karriere gemacht, die er sich vorstellte.
Der polnische Regisseur Michal Kwiecinski hat nun diese Zeitspanne in einem Film zusammengefasst, der das durchaus glanzvolle Künstlerleben mit den politischen Ereignissen der Epoche (es handelt sich um vorrevolutionäre Jahre) verbindet, parallel aber auch das tragische Dahinsterben eines noch jungen Mannes thematisiert, ohne (es sei denn am Ende) triefend zu werden…
Das Künstlerleben innerhalb einer High Society war spektakulär. Da traten die großen Pianisten ihrer Zeit gegeneinander an, und wenn Liszt auf das Klavier eindonnert, besticht Chopin durch ganz zarte Töne. Da gab es Konzerte, in denen der Bürgerkönig Louis Philippe selbst erschien und gestand, dass Chopin ihn zu Tränen rührte. Da musste aber selbst ein so bewunderter Künstler wie er Klavierstunden geben, denn das Leben war nicht billig. Aber es war für die Auserwählten durchaus schön…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
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Es wird ein harter Winter in Kiew. Wie Alexandra, Wadim und Karina sich auf die Kälte und russische Angriffe vorbereiten: Eine Reportage aus einer Stadt, die sich auf das Schlimmste vorbereitet.
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Die Gewalt in Frankreich befeuert die europäische Migrationsdebatte: Europäische Politiker stellen einen Zusammenhang zwischen den Ausschreitungen und dem Grenzschutz her. Wie emotional das Thema ist, zeigte sich bereits am EU-Gipfel von letzter Woche: Dort kam es zu einem «grossen Zusammenstoss».
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Plünderungen, Gewalt, Zerstörungen auch in Italien: Der Krieg der Kinder: Am Wochenende kam es wie in Frankreich auch in einzelnen norditalienischen Städten zu Gewaltausbrüchen. Jetzt zeigt sich: 80 Prozent der Chaoten von Mailand sind minderjährig und haben keine politischen Anliegen. Die italienische Politik sucht nach Antworten.
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Deep Purple im Hallenstadion: Alle warten auf das Feuer: Die Rockband lieferte in Zürich ein engagiertes, energisches Konzert. Und spielte natürlich ihren Schweizer Song.
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«In diesem Sinne könnte man sogar Hitler als Dissidenten bezeichnen»: Die meisten Menschen passen sich an, statt zu widersprechen. Der amerikanische Autor Gal Beckerman sucht in seinem neuen Buch nach den Eigenschaften jener, die den Mut finden, sich dem Druck ihrer Umgebung zu widersetzen.
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Ukraine-Experte: „Nicht klug von Selenskij, Trump zu provozieren“
Russland- und Ukraine-Experten Gerhard Mangott sieht in den jüngsten verbalen Angriffen von Trump eine „neue Qualität“. US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine fehlende Gegenleistungen für die Unterstützung der USA vorgeworfen. „Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht“, sagte er. Derweil beklagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij, dass Washington versprochene Waffenlieferungen zurückhalte. Handelt es sich einmal mehr um das übliche Heiß-Kalt zwischen den USA und der Ukraine? Russland- und Ukraine-Experten Gerhard Mangott erklärte am Dienstagabend in der ZiB 2, bei Trump lasse sich nie ausschließen, dass er seine Position wieder ändere. Die Angriffe der vergangenen Tage gegen die Ukraine und gegen Selenskij sind von neuer Qualität
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Berlin: Linke will ins Rote Rathaus, SPD und Grüne machen Weg für Koalitionsgespräche frei
Grüne und SPD geben grünes Licht für Koalitionsverhandlungen. Die Antisemitismusdebatte überlagerte die bisherigen Gespräche. Inhaltlich könnte auch die Debatte um Vergesellschaftung von 160.000 Wohnungen ein großer Stolperstein sein.
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Österreich: 130.000 Euro für Strolz ++ Lagerhaus-Kündigungen
Ein Video. Der Rechnungshof kritisiert Zahlungen mehrerer Ministerien. Ex-NEOS-Chef Matthias Strolz erhielt 130.000 Euro für 25 Beratungstage. Außerdem: Bei den Raiffeisen Lagerhäusern gibt es eine Kündigungswelle. Über hundert Beschäftigte sollen ihren Job verlieren. Die Sendung wird moderiert von Tanja Pfaffeneder. DieKrone.at.strolzundLagerhaus
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Neuer Job nach SPÖ-Aus für Gerhard Zeiler: „Verdammt, das kann so nicht weitergehen“
Die SPÖ entschied sich gegen ihn als Chef, nun startet Gerhard Zeiler eine neue Offensive. Der Medienmanager will in Wien ein Unternehmen mit Polit-Fokus gründen. Was er damit genau vorhat, wie er das Vorhaben finanziert und was er der Sozialdemokratie ausrichten will.
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Wien: Gunkl Donnerstag vor Gericht – nun droht Geheim-Prozess
Beim Prozess gegen Gunkl und zwei Slowakinnen geht es um Kindesmissbrauch und Erpressung. Ein Ausschluss der Öffentlichkeit gilt als wahrscheinlich. Wie das Gericht am Montag vor der Verhandlung nun mitteilte, kann bei Verfahren wegen Sexualdelikten die Öffentlichkeit ganz oder teilweise ausgeschlossen werden. Das sei sowohl von Amts wegen als auch auf Antrag möglich.
Heute.at.gunkl-prozess
Meiner Meinung nach gehört dieser Prozess überhaupt unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Ich frage mich, welche Leute es zu diesem Schauspiel drängt und was deren Motive sind! Ein Psychoanalytiker hätte dort ein breites Betätigungsfeld
ußball international
Paris_ Champions League: Eklat bei Fußball-Fest in Paris
Es war das erwartete Fußball-Fest am dritten Spieltag der Champions League! Paris Saint-Germain besiegte am Dienstagabend in einem spektakulären Spiel den FC Barcelona mit 4:2. Für Kopfschütteln sorgt jedoch die Massaker-Choreografie der PSG-Fans. Mit einem blutigen Mega-Banner zogen die Anhänger von Paris Saint-Germain die Blicke auf sich. Kurz vor dem Anpfiff präsentierten die Fans eine Choreo, auf der ein Mann mit Maske, PSG-Trikot und einer Kettensäge zu sehen ist. Dieser zersägt dabei das Wappen des spanischen Meisters. Auf dem blutigen Plakat steht zudem der Text: „Massacre à la parisienne“ (auf Deutsch: „Massaker auf Pariser Art“).
https://www.krone.at/4342957
Verrückt, was dort abgelaufen ist! Dagegen sind unsere heimischen Fanclubs wahre Klosterschulen!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

