Romeo und Julia: Ballett von Cathy Marston. Foto: Oper Zürich
Oper Zürich: Grand Jeté ins Liebeschaos
Eine Liebe, die keinen Aufschub duldet, und eine Welt, in der Nähe und Gewalt untrennbar nebeneinanderstehen: «Romeo und Julia». Cathy Marston bringt William Shakespeares weltberühmte Liebesgeschichte in der kommenden Premiere mit dem Ballett Zürich auf die Bühne und erzählt sie neu, jenseits gängiger Klischees und ganz ohne Degen und Gift. Ein Geschehen in ständiger Bewegung, in dem sich Stimmungen, Räume und Beziehungen fortwährend verschieben.
In Cathy Marstons Neudeutung von Shakespeares weltberühmter Geschichte kippt in Sekundenbruchteilen alles in sein Gegenteil: von Liebe zu Gewalt, von Begehren zu Verlust. Marston bricht mit Erwartungen und erzählt ohne klassische Requisiten wie Degen oder Gift; stattdessen rücken poetische Bilder, präzise Figurenzeichnungen und neue Perspektiven ins Zentrum. Die Bühnenwelt verbindet eine vielschichtige Stadtkulisse mit bewusst gesetzten visuellen Akzenten. Die Kostüme stammen vom australischen Kostümbildner David Fleischer. Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda leitet am Pult des Orchesters der Oper Zürich durch Sergej Prokofjews glutvolle Partitur.
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Tickets: Sa 23 Mai bis Fr 26 Jun 2026
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«Opernhaus für alle»
Erstmals laden das Opernhaus Zürich und die Zurich Versicherung an gleich drei Abenden zum Zürcher Kulturhighlight auf dem Sechseläutenplatz ein. Einer der Programmpunkte: die Live-Übertragung von Cathy Marstons neuem Ballett «Romeo und Julia».
Ausserdem auf dem Programm stehen Richard Wagners «Tannhäuser» sowie ein grosses Open-Air-Konzert unter der Leitung von Gianandrea Noseda, mit Star-Tenor Benjamin Bernheim.
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Fr 26 bis So 28 Jun 2026
Eintritt frei
Hamburg: Premiere Il Barbiere di Siviglia
Foto: Ralf Wegner
Hamburg/Staatsoper/Gioachino Rossini: Il barbiere di Siviglia
Männer sind lächerliche Figuren … und Frauen lassen sich nicht mehr alles gefallen
Rossinis Barbier ist unverwüstlich, zumindest wenn das Orchester so packend und dynamisch abgestuft, mehr kammermusikalisch als auftrumpfend wie unter der Leitung von Omer Meir Wellber aufspielt. Das Bühnenbild bestand aus einer reduzierten, deutlich angehobenen Spielfläche, hinter der sich eine wohl knapp 7 m hohe und etwa 3 m breite Treppenhausfassade um sich selbst drehen ließ. Damit erschöpfte sich der bühnentechnische Aufwand bereits. So hätte man das Stück auch in der Hamburger Kammeroper ausstatten können.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de
Auf den Punkt 92: Rossini in der Villa Kunterbunt
Gioachino Rossini Il barbiere di Siviglia: Pippi Langstrumpf wohnt in der Villa Kunterbunt. Was hat diese Information hier zu suchen, fragen Sie? Nun, in Pippis quietschbuntem Haus ist Kindern alles erlaubt, was man dem Nachwuchs sonst gerne abspricht. So wollte es Astrid Lindgren. Im Titelsong der Verfilmung ihrer Romanvorlage gipfelt dieser Lifestyle in dem berühmten Refrain: „Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt!“ Jedenfalls im deutschen Text. Die SPD-Politikerin Andrea Nahles hat das Mal im Bundestag gesungen oder, wie der SPIEGEL damals schrieb, geträllert.
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de
Berlin/Komische Oper: Nur der Boxsack ist analog
Eisern Union mit Queen Elizabeth I. Szene aus „Orlando“ in der Komischen Oper Berlin Foto: Jan Windszus
„Orlando“ zwischen Glitch und Videografie: An der Komischen Oper Berlin wird ein Werk von Olga Neuwirth mit hybridem technischem Klimbim inszeniert.
https://taz.de/SciFi-Oper-Orlando-von-Olga-Neuwirth/!6179368/
Im Klangwunderland – Olga Neuwirths „Orlando“ an der Komischen Oper Berlin (Bezahlartikel)
Genitalien-behangene Tanzende verschmelzen rhythmisch pulsierend auf der Bühne des Schillertheaters. Auf hybridem Klangteppich aus Synthesizer und barockem Choral erwacht der Titelheld aus dem Todesschlaf. Ein beherzter Blick unter den Rock, ein Stimmbruch anderer Art: Mezzosopran hellt auf, Orlando ist Frau geworden. Komponistin Olga Neuwirth setzt in ihrer Orlando einen schrill schillernden, bewusst irritierenden Ton: fluide Identität. Tonalität changiert, Epochen kollidieren, Kategorien lösen sich auf.
https://www.nmz.de/kritik/oper-konzert/im-klangwunderland-olga-neuwirths-orlando-der-komischen-oper-berlin
Orlando in der Komischen Oper
Ein surrealer Ritt durch die Zeit. Wie woke und politisch korrekt muss Oper heute sein, um zu gefallen? Offenbar sehr, denn die Deutsche Erstaufführung von Olga Neuwirths „ultimativer queerer Sci-Fi-Oper“ (O-Ton Komische Oper) „Orlando“ wurde am Sonnabend vom Publikum gefeiert. Zu Recht? Leider nur teilweise! Die österreichische Komponistin schrieb auf Virginia Woolfs Roman von 1928 „eine fiktive musikalische Biografie in 19 Bildern“, wie es im Untertitel heißt und was den Abend auch weit treffender beschreibt. Das Klanggewirr, das dem Publikum drei Stunden geboten wird, ähnelt einer Oper nur wenig. Arien, die Höhepunkte eines Opernabends – Fehlanzeige. Die durchaus starke Hauptdarstellerin Ema Nikolovska singt ihr englisches Libretto in abgehackten Sequenzen zum atonalen Sound. Zwischendurch lässt Neuwirths Komposition barocke Koloraturen oder Kirchenlieder aufblitzen, der Chor intoniert „O Tannenbaum“, Jazz oder Punk – was für ein Durcheinander.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/ein-surrealer-ritt-durch-die-zeit
Premiere an der Komischen Oper: In „Orlando“ werden Wörter zu Schmetterlingen (Bezahlartikel)
Diese Oper will viel: In Virginia Woolfs „Orlando“ wechselt die Titelfigur über Jahrhunderte hinweg das Geschlecht, Olga Neuwirth hat das vertont.
tagesspiegel.de.kultur.premiere
Gewissens-Checkbox: Die Komische Oper spielt „Orlando“ (Bezahlartikel)
Olga Neuwirth nahm den Roman von Virginia Woolf zum Ausgangspunkt. 2019 in Wien uraufgeführt, läuft das absichtsvolle Musiktheaterstück nun in Berlin. Die Kritik. Wie woke und politisch korrekt muss Oper heute sein, um zu gefallen? Offenbar sehr, denn die Deutsche Erstaufführung von Olga Neuwirths „ultimativer queerer Sci-Fi-Oper“ (O-Ton Komische Oper) „Orlando“ wurde am Sonnabend vom Publikum gefeiert. Zu Recht? Leider nur teilweise! Die österreichische Komponistin schrieb auf Virginia Woolfs Roman von 1928 „eine fiktive musikalische Biografie in 19 Bildern“, wie es im Untertitel heißt und was den Abend auch weit treffender beschreibt. Das Klanggewirr, das dem Publikum drei Stunden geboten wird, ähnelt einer Oper nur wenig. Arien, die Höhepunkte eines Opernabends – Fehlanzeige. Die durchaus starke Hauptdarstellerin Ema Nikolovska singt ihr englisches Libretto in abgehackten Sequenzen zum atonalen Sound. Zwischendurch lässt Neuwirths Komposition barocke Koloraturen oder Kirchenlieder aufblitzen, der Chor intoniert „O Tannenbaum“, Jazz oder Punk – was für ein Durcheinander.
berlinerZeitung.de.article
Es hörte und hörte einfach nicht auf
ORLANDO von Olga Neuwirth als deutsche Erstaufführung
Kultura.extra.de.orlando
Wien/ Volksoper: Kundendienst?
Samstag besuchte ich „West Side Story“ in der Wiener Volksoper. In der linken Jackentasche hatte ich meine Geldbörse mit der Bankomatkarte, der E- Card, den Ausweis der Wiener Linien, die ÖAMTC-Karte und einen eher unbedeutenden Geldbetrrag von etwa 70 Euro. Nach Ende der Vorstellung bemerkte ich, dass diese Geldbörse weg war. Ob gestohlen oder ausgestreut – ich vermag es nicht zu sagen. Es ist möglich, dass sie mir in der Volksoper auf meinem Sitzplatz rausgefallen ist. Die Polizei ist da sehr penibel, zumal sie für eine Verlustanzeige nicht zuständig ist, eine Diebstahsanzeige jedoch viel Arbeit für sie bedeutet. Nun wollten wir wissen, ob in der Volksoper diese Geldbörse gefunden wurde, ein logische Frage (wenngleich mit wenig Hoffnung auf Erfolg, aber verbunden mit dem Gefühl, zumindest versucht zu haben, Licht ins Dunkel zu bringen). Ich kontaktierte die Volksoper telefonisch mit der Frage und wurde an eine Mailadresse, die dafür zuständig ist, verwiesen. Eine Telefonnummer wurde mir nicht gegegeben.
Die Polizei hatte inzwischen eine Diebstahlsanzeige angenommen, zumal ich zur Wiederbeschaffung der Dokumente eine Anzeigenbestätigung brauche. Die Anfrage an diese Mailadresse der Volksoper blieb bis heute von dieser unbeantwortet.
So geht man mit Kunden eigentlich nicht um.
Österreichischer Musiktheaterpreis: Tiroler Landestheater Innsbruck: FÜNF NOMINIERUNGEN FÜR DAS TIROLER LANDESTHEATER beim 14. Österreichischen Musiktheaterpreis
Mit dem Abo-Bus ins TLT. Foto: Tiroler Landestheater
„Fünf Nominierungen beim diesjährigen Musiktheaterpreis – was für eine wunderschöne Bestätigung unserer künstlerischen Arbeit!“, freut sich Intendantin Irene Girkinger und ergänzt: „Ich gratuliere allen nominierten und beteiligten Künstler:innen ganz herzlich und bedanke mich für ihren herausragenden Einsatz. Wir sind überwältigt ob so viel Wertschätzung für unser Musiktheaterprogramm und unser großartiges Ensemble – allen voran Anastasia Lerman und Benjamin Chamandy, die sich mit den Besten des Landes messen dürfen. Besonders stolz macht uns auch die Anerkennung für unsere Sparte Tanz und die künstlerische Würdigung des großen Publikumserfolges unserer Ballettproduktion Romeo & Julia in der Choreografie von Co-Direktor Tanz Marcel Leemann. Und wir freuen uns unglaublich, dass mit der Nominierung von Liebesgesang von Georg Friedrich Haas und Librettist Händl Klaus und der Kinderoper Brundibár von Hans Krása zwei zentrale Schwerpunkte unseres Spielplans, nämlich die Förderung von Zeitgenossenschaft und die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Widerstand im Nationalsozialismus, so große Anerkennung erhalten haben.“
Beste weibliche Nebenrolle: Anastasia Lerman als Nanetta in Falstaff
Commedia lirica in drei Akten von Giuseppe Verdi, Libretto von Arrigo Boito nach der Komödie The Merry Wives of Windsor sowie Auszügen aus King Henry IV von William Shakespeare; Musikalische Leitung Matthew Toogood, Regie Tobias Ribitzki
Bester Nachwuchs: Benjamin Chamandy als ER (Christian) in Liebesgesang und als Der Mann in Von heute auf morgen
Liebesgesang: Oper von Georg Friedrich Haas, Libretto von Händl Klaus; Musikalische Leitung Stefan Politzka, Regie Marcos Darbyshire
Von heute auf morgen: Oper in einem Akt von Arnold Schönberg, Libretto von «Max Blonda» (Gertrud Schönberg); Musikalische Leitung Gerrit Prießnitz, Regie Jasmina Hadžiahmetović
Beste Gesamtproduktion TANZ: Romeo und Julia
Ballett in 4 Akten op. 64 (1935-36, rev. 1940) von Sergej S. Prokofjew, Adrian Piotrovsky, Leonid Lavrovsky und Sergei Radlov; Musikalische Leitung Matthew Toogood, Choreografie Marcel Leemann & Tanzensemble
Beste Ur-/Erstaufführung
Liebesgesang
Oper von Georg Friedrich Haas; Libretto von Händl Klaus; Musikalische Leitung Stefan Politzka, Regie Marcos Darbyshire
Beste Gesamtproduktion JUGEND
Brundibár
Kinderoper von Hans Krása, Theresienstädter Fassung (1943), Libretto von Adolf Hoffmeister; Musikalische Leitung Stefan Politzka, Regie Susi Weber
Musikverein Graz -1. & 2. Juni 2026 – Orchesterkonzert – Emmanuel Tjeknavorian, Orchestra Sinfonica Di Milano, Kiron Atom Tellian
Sehr geehrte Damen und Herren, wir dürfen Sie auf unser kommendes Orchesterkonzert am Montag 01.06.2026 & Dienstag, 02.06.2026
Emmanuel Tjeknavorian, Orchestra Sinfonica Di Milano, Kiron Atom Tellian. Foto: Lukas Becxk
• Veranstalter: Musikverein Graz
• Was: Emmanuel Tjeknavorian, Orchestra Sinfonica Di Milano, Kiron Atom Tellian
• Wann: Montag, 1. Juni 2026 & Dienstag, 2. Juni 2026, Beginn/Dauer: 19.30 – 21.35 Uhr
• Wo: Musikverein Graz, Stefaniensaal (Congress Graz)
• Tickets: Musikverein Graz, tickets@musikverein-graz.at, +43-316-822455, Sparkassenplatz 3, 8010 Graz
• Rubrik: Klassik, Orchesterkonzert
Mehr darüber (Programm) in den „Infos des Tages“
Wien/Konzerthaus: Beglückend seit 63 Jahren: Mitsuko Uchida in Wien
Die Wahllondonerin Mitsuko Uchida, die ihre Karriere in Wien begann, bezirzte im Konzerthaus mit modern gewürzter Wiener Klassik.
https://www.diepresse.com/24208150/beglueckend-seit-63-jahren-mitsuko-uchida-in-wien
Wien/ Festwochen:„The Day Before“: Mitten drin im Klangerlebnis
Die Wiener Festwochen haben das erste von ihnen unter Milo Rau beauftragte Musiktheater zur Uraufführung gebracht. „The Day Before“ von Brigitta Muntendorf erwies sich bei der Premiere als packend intensives Klangerlebnis.
https://www.krone.at/4143529
München
Überbordende Vielfalt – Bilanz der 20. Münchner Biennale für neues Musiktheater
Audio von Jörn Florian Fuchs (8,38 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Bayreuth: Richard Wagners Flügel kehrt in die Villa Wahnfried zurück
Klaviere und Flügel sind weit weniger haltbar als historische Geigen. Der 150 Jahre alte Konzertflügel des Komponisten Richard Wagner aber soll nun wieder klingen wie im Jahr seiner Entstehung.
Antenne.bayern.de
Wien/ MusikTheater an der Wien: Das MusikTheater an der Wien lässt einen wieder an die Oper glauben
Mittlerweile hat das MusikTheater an der Wien schon seit längerer Zeit der Wiener Staatsoper den Rang als führendes Opernhaus schlicht und ergreifend zu Recht abgelaufen. Die meisten Produktionen im nicht zu Unrecht bezeichneten „bestes Opernhaus 2025“ sind schlicht und ergreifend spitzenmäßig. Das auch hier wieder bei Verdis „Stiffelio“.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Sprechtheater: WienerFestwochen-Kritik: „Tanzende Idioten“ oder Sterben ist eine Mondlandung (Bezahlartikel)
„Tanzende Idioten“ von Thorsten Lensing – Ein rätselhafter, berührender Abend über das Sterben, getragen von einem erschütternd schönen Text und einem fantastischen Ensemble.
Kurier.at.tanzende
„Mythen des Alltags“: Eine Sinfonie der Großstadt (Bezahlartikel) KRITIK.
Die Festwochenproduktion „Mythen des Alltags“ im Volkstheater dramatisiert die menschliche Erfahrung. Durchaus berührend.
https://www.kleinezeitung.at/artikel/24387186/eine-sinfonie-der-grossstadt
Berliner Theatertreffen schafft Frauenquote wieder ab
Verzicht auf seit 2020 geltende Regelung bei Ausgaben 2027 und 2028 – Jury: Werde wieder „um das künstlerisch Bemerkenswerte gehen, egal von wem“
DerStandard.at.story.frauenquote
Filme der Woche
Filmstart: 21.Mai 2026
IN THE GREY
USA / 2026
Drehbuch und Regie: Guy Ritchie
Mit: Henry Cavill, Jake Gyllenhaal, Eiza González u.a.
Das übliche Geballere
Wir, die Normalos dieser Welt, die ins Kino gehen, verstehen es sowieso nicht. Wie kann ein Mensch ein Milliardenvermögen hinterziehen? Nicht, dass wir es nicht glauben würden in einer Welt der skrupellosen Supergangster, wo ohnedies nur noch mit Milliardensummen jongliert wird. Es ist jedenfalls der Ausgangspunkt für den neuen Film von Guy Ritchie, der wieder einmal Spannung mit Leichtfüßigkeit verbinden möchte und so tut, als wären Massen-Gemetzel und Explosions-Zerstörungsorgien einfach nur elegante Spiele…
Das „Grau“ von „In the Grey“ bezieht sich angeblich auf die „Grauzonen“, in denen sich diese Welt und deren Jäger bewegen (das erklärt die zentrale Dame Sophia aus dem “Off“)., aber zweifellos ist das alles moralisch tiefschwarz. Und folglich erholsam für Leute, die in ihrem Leben von tausenden teils schwachsinnigen Moralvorschriften geknebelt werden und jetzt zusehen dürfen, wie die Schönen auf der Kinoleinwand es moralisch locker angehen lassen und einfach losballern….
Eine Verantwortliche für das verlorene Geld (Rosamund Pike, die auch für eine größere Rolle gut wäre), kann es nicht selbst dem Verbrecher Salazar (Carlos Bardem, irgendein böser Südamerikaner) abjagen. Dazu gibt es Fachleute, und die schöne Sophia, die so eine Truppe befehligt, lässt sich das gut bezahlen. Eiza González ist eine hoch gestylte Latina-Schönheit, und dass sie trotz ihrer Jugend von den um einiges älteren Herren, die sie befehligt, „Mama“ genannt wird, ist ein Zeichen für ihr Prestige…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
Rock/ Pop
Jeder ist „Bangaranga“: Die „schöne Art von Chaos“ siegt beim Song Contest
Die 27-jährige Dara holte den ersten Song-Contest-Sieg für ihr Heimatland Bulgarien. Ein Blick in das krisengebeutelte neue ESC-Siegerland. Als Erstes bedankte sich Sängerin Darabei ihrem Mann: Sie habe mit Angstzuständen und Selbstzweifeln gekämpft, erzählte die Sängerin in der ersten Pressekonferenz nach ihrem Sieg – doch er habe ihr Mut gemacht, trotzdem beim Song Contestmitzumachen.
https://kurier.at/kultur/medien/dara-bangaranga-song-contest-bulgarien/403160712
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Trump droht Iran erneut mit Vernichtung: «Es wird nichts übrig bleiben»: Nach dem Gipfeltreffen mit Xi Jinping in China prüft der US-Präsident erneut seine militärischen Optionen im Konflikt mit Teheran. Die Uhr ticke schnell für Iran, mahnte er am Sonntag. Neue Luftangriffe träfen das Land noch «viel härter».
Jetzt lesen
«Europa muss sich auf einen neuen Flüchtlingsstrom vorbereiten»: Die Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Ländern hat zu weniger irregulären Einreisen in die EU geführt. Die Sicherheitsexpertin Hager Ali erklärt im Interview, warum Europa künftig trotzdem mit mehr Migranten aus Afrika rechnen muss.
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«Unser Ziel ist es, das russische Imperium zu zerstören» – zu Besuch in der Geheimfabrik, in der die Ukraine ihre gefährlichsten Waffen produziert: Die Firma Fire Point stellt Drohnen und Marschflugkörper her, die Russlands Ölanlagen und Raketenfabriken attackieren. Lange scheute das umstrittene Unternehmen die Öffentlichkeit. Nun gewährt es einen seltenen Blick hinter die Kulissen.
Jetzt lesen
Arbeitsmigranten, Lasertag und heimlich mitgebrachter Alkohol: Die Metro von Riad führt durch eine Stadt voller Gegensätze: Seit rund einem Jahr verfügt die Hauptstadt von Saudiarabien über die längste fahrerlose Metro der Welt. Wer mit der Linie 1 die Wüstenmetropole durchquert, begibt sich auf eine Zeitreise durch das Königreich.
Jetzt lesen
Fell, Folklore, Bangaranga: Wer ist Dara, die bulgarische ESC-Gewinnerin? Darina Yotova startete ihre Karriere mit bulgarischer Folklore-Musik. Inzwischen ist sie in ihrer Heimat ein Pop-Star. Mit ihrem rohen Tanz-Track «Bangaranga» will sie innere Dämonen austreiben.
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Brände gelöscht, Kriege geführt, Ozeane durchquert: Jetzt kehrt die «Gerald R. Ford» heim: Amerikas modernster Flugzeugträger kreuzte monatelang in Europa, der Karibik und im Nahen Osten. Der Rekordeinsatz trieb Schiff, Besatzung und ihre Familien ans Limit. Die Folgen werden der Navy noch lange zu schaffen machen.
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Die USA und Nigeria töten laut Trump die globale Nummer zwei des Islamischen Staats: Die amerikanische Regierung wirft Nigeria vor, das Land lasse zu, dass Christen getötet würden. Doch nun arbeiten die Militärs zusammen. Und feiern einen Erfolg.
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Neuer grosser Ebola-Ausbruch in Kongo-Kinshasa – die WHO ruft eine internationale Gesundheitsnotlage aus: Mindestens 80 Personen sind nach dem Ausbruch einer seltenen Ebola-Variante gestorben. Der neuste Ausbruch des tödlichen Virus findet in einer Gegend statt, die Minenarbeiter anzieht und in der sich Milizen bekämpfen.
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Nackte Frauen in der Glocke, Voodoo gegen den Kapitalismus, und Sergei Lawrows Tochter schenkt Wodka aus: Ein Rundgang in Venedig: Die diesjährige Biennale ist wild. Eine Ausnahme macht der dröge Schweizer Pavillon. Dieser widmet sich den gesellschaftlichen Problemen hiesiger Homosexueller. Obwohl Queere in der Schweiz heute integriert sind.
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«Wenn ich einen Mann des 17. Jahrhunderts spiele, muss ich in der Lage sein, jemanden zu verdreschen», sagt Sandra Hüller: Die deutsche Schauspielerin über ihren neuen Film «Rose», Macht und Männlichkeitsklischees, über Hollywood und ihre Arbeit mit Ryan Gosling in «Project Hail Mary».
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Gesundheit: Ein Löffel, der Salzgeschmack simuliert: Wie Japan gesundes Leben leichter machen will
In Japans alternder Wohlstandsgesellschaft wird immer mehr Geld für Wellness und Gesundheit ausgegeben. Das führt zu Innovationen, die bald auch in Europa. Ai Sato lächelt ein wenig beschämt, als sie erklärt, wie sie vor einigen Jahren auf die Idee gekommen ist, die jetzt ihr Berufsleben bestimmt. „Ich war schon immer ein Science-Fiction-Fan“, sagt die studierte Biochemikerin. „Und Gesundheit ist mir beim Essen ein genauso großes Anliegen wie der Genuss.“ Da außerdem Ramen eines ihrer Lieblingsgerichte ist: Was läge da näher, als einen Hightech-Löffel zu erfinden, der die traditionelle japanische Nudelsuppe etwas weniger ungesund macht? durchschlagen könnten.
DiePresse.com.japan
Österreich
Wirte erzählen: Darum wird das Schnitzel im Gasthaus immer teurer
Die Gastropreise sind in aller Munde – schmecken tun sie nur den Wenigsten. Die „Krone“ wollte von drei Wirten wissen, wie sich die Kosten fürs Wiener Schnitzel zusammensetzen und warum das Kult-Gericht immer teurer wird. Ein Bericht über Herausforderungen, Preisgestaltung und Schmerzgrenzen.
https://www.krone.at/4143645
Beim Schnitzel verstehen wir Wiener keinen Spaß! Wenn es noch teurer wird, bleibt nur noch die Ausrufung des Nationalen Notstands als Konsequenz. Und das wollen wir doch nicht, oder?
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

