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Film: IN THE GREY

Das übliche Geballere

19.05.2026 | FILM/TV, KRITIKEN

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Filmstart: 21.Mai 2026 
IN THE GREY
USA  /  2026
Drehbuch und Regie: Guy Ritchie
Mit:
Henry Cavill, Jake Gyllenhaal, Eiza González u.a.

Das übliche Geballere

Wir, die Normalos dieser Welt, die ins Kino gehen, verstehen es sowieso nicht. Wie kann ein Mensch ein Milliardenvermögen hinterziehen? Nicht, dass wir es nicht glauben würden in einer Welt der skrupellosen Supergangster, wo ohnedies nur noch mit Milliardensummen jongliert wird. Es ist jedenfalls der Ausgangspunkt für den neuen Film von Guy Ritchie, der wieder einmal Spannung mit Leichtfüßigkeit verbinden möchte und so tut, als wären Massen-Gemetzel und Explosions-Zerstörungsorgien  einfach nur elegante Spiele…

Das „Grau“ von „In the  Grey“ bezieht sich angeblich auf die „Grauzonen“, in denen sich diese Welt und deren Jäger bewegen (das erklärt die zentrale Dame Sophia aus dem “Off“)., aber zweifellos ist das alles moralisch tiefschwarz. Und folglich erholsam für Leute, die in ihrem Leben von tausenden teils schwachsinnigen Moralvorschriften geknebelt werden und jetzt zusehen dürfen, wie die Schönen auf der Kinoleinwand es moralisch locker angehen lassen und einfach losballern….

Eine Verantwortliche für das verlorene Geld (Rosamund Pike, die auch für eine größere Rolle gut wäre), kann es nicht selbst dem Verbrecher Salazar (Carlos Bardem, irgendein böser Südamerikaner) abjagen. Dazu gibt es Fachleute, und die schöne Sophia, die so eine Truppe befehligt, lässt sich das gut bezahlen. Eiza González ist eine hoch gestylte Latina-Schönheit, und dass sie trotz ihrer Jugend von den um einiges älteren Herren, die sie befehligt, „Mama“ genannt wird, ist ein Zeichen für ihr Prestige.

Ihre Superasse sind Sid (Henry Cavill als der eher unbewegte Schöne) und Bronco (Jake Gyllenhaal, vollmundig und glaubhaft gefährlich). Immerhin, zuerst versucht es Sophia ganz zivilisiert mit Verhandlungen, aber wenn der Chefbuchhalter des Gangsters (Fisher Stevens) meint, er könne auf die herabschauen, wird er eines Besseren  (Schlechteren) belehrt. Und wenn Milliardär Salazar glaubt, man könne das Problem schnell bereinigen…

… na, dafür ist der Film da. Die Superreichen verbarrikadieren sich gerne auf Inseln, geschützt von Privatarmeen, aber es ist natürlich ein Aberglaube, dass man dort sicher ist. Man ist also als Kinobesucher mit dem Team von Sophie in einer tollen Felsenlandschaft und rasant auf staubigen Pisten unterwegs, jeder Widerstand (und es gibt eine Menge) wird niedergeballert, weil das in dieser Welt eben so ist, hie und da hört man flotte Sprüche (und auch Erklärungen, was da geschieht), und die beiden Wundermänner psychoanalysieren einander, wenn sie nichts Besseres zu tun haben.

Der Film ist im Gegensatz zu vielem, was derzeit über die Kinoleinwände rauscht, glücklicherweise nicht überlang (etwas mehr als eineinhalb Stunden), immer locker, aber auch immer belanglos. Ein Gangster-Movie der üblichen Art, mit zwei Star-Hauptdarstellern und einer raffiniert schönen Lady. Unterhaltung, wenn man keine großen Ansprüche stellt.

Renate Wagner

 

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