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17. OKTOBER 2025 – Freitag

17.10.2025 | Tageskommentar

 


Foto: Wikipedia
Wien/ Staatsoper: Vor der Wiederaufnahme „Pelléas et Mélisande“ (27. Oktober 2025)

Vages Wasser

Ei­fer­sucht, Schwei­gen, Was­ser: War­um »Pelléas et Mélisande« so un­wi­der­steh­lich un­heim­lich wirkt. Es ist ein So­li­tär der Opern­ge­schich­te, ein wun­der­sa­mes wie ge­heim­nis­vol­les Werk, das ei­ne ganz ei­ge­ne Thea­ter­welt her­auf­be­schwört: Pelléas et Mélisande. Viel­schich­tig und ma­gisch, in Rät­seln und Sym­bo­len spre­chend, wird ei­ne kom­ple­xe Be­zie­hungs­stu­die ent­fal­tet, in ei­ner sel­te­nen Ein­heit von Spra­che, Klang und Idee. An­läss­lich der Wie­der­auf­nah­me der hoch­ge­lob­ten Pre­mie­ren­pro­duk­tion aus 2017 stel­len wir Ih­nen Kom­po­nist, Werk und Auf­füh­rung in zehn Schrit­ten vor.

staatsoper.at

Wien
Spitzentöne: Festwochen-Chef Milo Rau und das Manifest der Spaltung

Das war zu befürchten, seit die Wiener Festwochen im Grenzbereich zwischen Aktionismus und Antisemitismus zu agieren begannen: Ein Manifest des Intendanten wurde in ungewöhnlicher Deutlichkeit von Spitzen des Kulturlebens zurückgewiesen…
…Die Nobelpreisträgerin Jelinek zieht ihre schützende Hand zurück. Ich habe das schon länger kommen sehen, weil ich nicht der Einzige bin, der Raus beharrliches Zündeln im Grenzstreifen zwischen politischer Argumentation und antisemitischer Aktion missbilligt. Als er zum Amtsantritt den Tingel-Antisemiten Varoufakis eingeladen hat, war die Situation noch halbwegs unter Kontrolle. Heute werden in Österreich Juden aus Lokalen geworfen und israelische Orchester bepöbelt.
https://www.news.at/menschen/milo-rau-gaza

Österreich
Rudolf Scholten als Babler-Berater: Die Kultur wieder einmal unterschätzt

Der neue ehrenamtliche Berater für Andreas Babler ist eine gute Wahl. Die Frage ist: Warum wurde Kultur bei den Regierungsverhandlungen wie so oft hintangestellt? Als Andreas Babler sein Vizekanzleramt mitsamt den Agenden Wohnen, Sport, Kultur und Medien antrat, war die Skepsis groß: Wie viel Zeit würde der SPÖ-Chef, der daneben auch noch eine krisengebeutelte Partei zu führen hat, den Detailfragen jedes Bereichs wirklich widmen können? Und wie würde sich Babler schlagen, wenn es bei der Budgetkonsolidierung zu absehbaren Verstimmungen kommen sollte? Ein Dreivierteljahr nach Regierungsantritt lautet Bablers Antwort darauf: Rudolf Scholten.
DerStandard.at.story2025.10312

14.10.25 „Pompeo Magno“, Theater an der Wien, semikonzertant, „Venezianisches Welttheater
„Bayreuth Barock“ im Theater an der Wien: Francesco Cavallis „Pompeo Magno“ gastierte in einer schwungvollen Konzertfassung im Haus an der Linken Wienzeile.

 

Francesco Cavallis „Pompeo Magno“ stammt aus der letzten Schaffensperiode des Komponisten, 1666 in Venedig uraufgeführt – und dann vergessen. Die Oper wurde erst unlängst beim Bayreuth Baroque Opernfestival ihrem mehrhundertjährigen „Dornröschenschlaf“ entrissen und sogar szenisch aufgeführt.

Max Emanuel Cencic, künstlerischer Leiter des Festivals, hat dieser Wiederbelebung seine „Handschrift“ und seine Stimme aufgeprägt: als Sänger des Pompeo – und als Regisseur, der Cavallis Geschichte aus dem alten Rom in ein von üppiger Theaterlust geprägtes Venedig des 17. Jahrhunderts versetzt hat. Im Zusammenspiel mit einer hochkarätigen Besetzung sorgten die Aufführungen von Cavallis Oper im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth für sehr gute Rezensionen und starken Publikumszuspruch. Jetzt ist diese Produktion nach Wien gereist – wenn auch in einer semi-konzertanten Form, ohne Kulissen und ohne Kostüme.

http://www.operinwien.at/werkverz/cavalli/apompeo.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at

Hier ist die szenische Aufarbeitung des „Pompeo aus Bayreuth (in voller Länge )

W.B.

Berlin/ Staatsoper
Wagners Ring des Nibelungen in Berlin zementiert Thielemanns Status als Wagner-Spezialist


„Götterdämmeung: Anja Kampe (Brünnhilde), Andreas Schager (Siegfried), Komparserie.
Foto: Monika Rittershaus 

Die innerhalb von zwei Stunden ausverkauften Zyklen des „Ring des Nibelungen“ unter der Leitung des GMD der Staatskapelle Christian Thielemann ist die erwartete Sensation geworden. Der begehrte Ring des Nibelungen unter Dirigent Christian Thielemann wurde zum triumphalen Erfolg. Thielemann und seine Staatskapelle sorgen für ein extrem kurzweiliges Opern-Epos. Die Sänger liefern die dazugehörige Komplexität. Dmitri Tcherniakovs Inszenierung wird dagegen zum langweiligen Hintergrundrauschen…

…Sündhaft teure Plätze (1.100€ in der Spitze) kann man sich bei dem Ring an der Staatsoper Unter den Linden sparen, stattdessen sollten Sie sich sich mit gutem Gewissen für knappe 100€ in den dritten Rang setzen, die Augen schließen und im Wagner-Klang versinken – Sie müssen nur verdammt schnell beim Verkaufsstart sein.
Von Arthur Bertelsmann
Klassik-begeistert.de

München
„Ariadne auf Naxos“ in München:  Strauss-Oper vor halbleerem Saal
Es ist eine Notlösung: Weil im Münchner Nationaltheater gebaut wird, gastiert die Bayerische Staatsoper im Herkulessaal. Die Strauss-Oper „Ariadne auf Naxos“ wird dort konzertant aufgeführt. Nicht gerade ein Publikumsmagnet.

BR-Klassik.de.herkulessaal

Zürich
Anna Netrebko kommt ans Zürcher Opernhaus. «Man darf Künstler nicht als Sündenböcke für Kriegstreiber benutzen», rechtfertigt sich der Intendant (Bezahlartikel)
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs ist ein Engagement der Sopranistin immer auch ein politisches Statement. Ihre Gegner unterstellen ihr eine Nähe zu Putin. Matthias Schulz verteidigt im Gespräch Netrebkos Auftritt in Zürich.
NeueZürcheZeitung.ch.feuilleton

OPER FRANKFURT: SOPRANISTIN SLÁVKA ZÁMEČNÍKOVÁ BESTREITET ERSTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2025/26

Slávka Zámečníková. Foto: Peter Frolo

Der erste Liederabend der Spielzeit 2025/26 wird bestritten von der slowakischen Sopranistin Slávka Zámečníková am

Dienstag, dem 28. Juni 2025, um 19.30 Uhr im Opernhaus.

Mit ihrer „glasklaren und edlen Stimme“ eroberte Slávka Zámečníková in den letzten Jahren das Publikum und die Fachpresse: Die Sopranistin zählt seit ihren Debüts an den Staatsopern in Wien und Berlin, an der Opéra national de Paris und an der San Francisco Opera, sowie als Preisträgerin mehrerer renommierten Gesangswettbewerbe (u.a. Neue Stimmen in Gütersloh) zu den Shooting-Stars in den Opernmetropolen. Ihre Karriere ist besonders eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo sie als hinreißende Norina (Don Pasquale), Donna Anna (Don Giovanni), Micaëla (Carmen), Sophie (Der Rosenkavalier) und Susanna (Le nozze di Figaro) zu erleben war. In Wien wurde Slávka Zámečníková für ihre Darstellung der Titelpartie in Monteverdis L’incoronazione di Poppea für den Österreichischen Theaterpreis nominiert. Auf dem Konzertpodium war sie u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris, beim Rheingau Musik Festival und im Konzerthaus Berlin zu Gast. Die junge Sängerin gilt als leidenschaftliche Liedinterpretin und bereitet sich mit großer Freude auf ihr Debüt an der Oper Frankfurt vor.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Hamburg/Staatsoper: „O ihr Lebenstropfen, was seid ihr für die Tiefen der Ewigkeit!“
„Das Paradies und die Peri“ begeistert auch bei der vierten Aufführung. Ist das wirklich eine Zumutung – das Durchbrechen der „vierten Wand“, also der unsichtbaren Membran zwischen Bühnengeschehen und Publikum? Zumindest wird das im Programmheft zu „Das Paradies und die Peri“ von Robert Schumann in der Inszenierung von Tobias Kratzer an der Hamburger Staatsoper erwogen. Was passiert hier eigentlich inszenatorisch und warum funktioniert das so gut?
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Berlin: Deutsche Oper lädt zum XXL-Kostümverkauf ins Wilma-Shoppen
Am Freitag und am Samstag suchen im Untergeschoss von Wilma-Shoppen rund 3500 Einzelteile aus abgespielten Produktionen einen neuen Besitzer. Die Preise starten bei einem Euro, reichen bei großen Roben bis 200 Euro. Zur teuersten Kategorie gehören zum Beispiel die kupferfarbenen Plissee-Kleider aus Rossinis „Il Viaggio a Reims“, bei dem die Sänger aussahen, wie aufeinandergestapelte Eiskonfekt-Bonbons. Eine gleißend-festliche Optik, die sogar eine Lichterkette als Schmuck verträgt.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/deutsche-oper-wilma-shoppen

Staatstheater Wiesbaden: The Telephone / Il combattimento:
Opera buffa von Gian Carlo Menotti /
Dramatisches Madrigal von Claudio
Kontrastreicher Doppelabend über zwischenmenschliche Beziehungen
Ein außergewöhnlicher Doppelabend feiert am 24. Oktober 2025 um 19.30 Uhr Premiere im Studio, der Spielstätte für experimentelles Theater des Staatstheaters Wiesbaden. Der junge Regisseur Kilian Bohnensack kombiniert mit Gian Carlo Menottis Opera buffa „The Telephone“ und Claudio Monteverdis dramatischem Madrigal „Il combattimento“ zwei Werke aus unterschiedlichen musikalischen Epochen und bringt damit erstmals Kurzoper ins Studio. Unter der musikalischen Leitung von Tim Hawken schlägt der Abend eine Brücke zwischen Archaik und Moderne. Zu hören sind mit Inna Fedorii, Jack Lee und Josefine Mindus drei Sänger des Wiesbadener Musiktheaterensembles.

Im Fokus stehen die Geschichten zweier Paare im Spannungsfeld zwischen Liebe und individueller Freiheit. In „The Telephone“ will Ben seiner Freundin Lucy einen Heiratsantrag machen, doch wird immer wieder vom klingelnden Telefon unterbrochen. Unter der humorvollen Oberfläche liegt eine existenzielle Dringlichkeit – denn in dieser Inszenierung steht Ben kurz vor der Einberufung zum Krieg. Bühnenbildnerin Ella Hölldampf gestaltet einen bedrückenden Raum, in dem das Paar endlos umeinanderkreist und aus dem ein Ausbruch unmöglich scheint.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

BERLIN / Philharmonie Kammermusiksaal „SCHLAFES BRUDER“: RAPHAEL PICHON und PYGMALION; 15.10.2025
Leben und Tod: Vergänglichkeit und Auferstehung in der geistlichen Musik des Barock

Foto: Dr. Ingobert Waltenberger

Vom 18. bis zum 20. Dezember dieses Jahres wird Raphaël Pichon sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit J. S. Bachs h-Moll Messe absolvieren. Man darf gespannt sein! Denn was der französische Musiker mit dem von ihm 2006 gegründeten Vokal- und Instrumentalensemble Pygmalion erreicht hat, ist nichts weniger als gigantisch. Genauso versessen auf Lebendigkeit im historisch Erforschten und Forschen, die Erschließung genuin erfühlter Klangwelten, transparenter, fein durchhörter Klangmalerei und Zusammenstellung interessanter Programme wie einstens Nikolaus Harnoncourt, ist Raphaël Pichon drauf und dran, der Musikwelt in Sachen Alter Musik bis Mozart und weiter in die Romantik hinein (Brahms) gehörig den Kopf zu verdrehen. Als kleines Zeichen dafür ist er in der Saison 2025/2026 eingeladen, erstmals auch das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam zu dirigieren.

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

HERBSTTAGE BLINDENMARKT: MATINEE MIT MAX MÜLLER WIRD VERSCHOBEN!

Aufgrund einer Erkrankung muss Max Müller die Matinee „Operette nach Maß“ im Rahmen der Herbsttage Blindenmarkt am Sonntag, den 19. Oktober 2025 absagen.
Neuer Termin ist Freitag, 24. Oktober 2025, 19.00, in der Ybbsfeldhalle Blindenmarkt. Die Karten und Plätze behalten ihre Gültigkeit. Das Kartenbüro wird alle Bestellerinnen und Besteller, die über das Kartenbüro ihre Karten gekauft haben, persönlich informieren. Es ist erreichbar unter Tel. 07473/666 80 sowie E-Mail: karten@herbsttage.at. Geöffnet ist das Kartenbüro  Freitag, von 9.00 bis 12.00 Uhr.
Falls Kartenbezieherinnen und -bezieher den neuen Termin nicht wahrnehmen können, erhalten sie das Geld zurück. Aber auch eine Gutschrift für die Herbsttage Blindenmarkt 2026 ist möglich. Kundinnen und Kunden, die über Ö-Ticket gebucht haben, werden direkt von Ö-Ticket über die Verschiebung informiert und erhalten ebenfalls ihr Geld zurück, falls der neue Termin nicht wahrgenommen werden kann.

„WISE“ – „ECHOS UND HORIZONTE“ – ERÖFFNUNGSKONZERT am 21. OKTOBER 2025

Copyright: „Wise“

Nach einem inspirierenden Festival-Sommer mit den CRO-ArT & VaClaF „Music Building Bridges“ Festivals 2025 laden wir Sie herzlich zum Saisoneröffnungskonzert des WISE – Wiener Internationales Solistenensemble ein.

Mit dem Titel  „Echoes & Horizons – Wondrous Journeys“ beginnt am Dienstag, 21. Oktober 2025 um 19:30 Uhr im Bank Austria Salon im Alten Rathaus (Wipplingerstraße 8, 1010 Wien) eine neue künstlerische Saison, die Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Innovation verbindet.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

WIEN  /  Burgtheater. AUSLÖSCHUNG. EIN ZERFALL
nach dem Roman von Thomas Bernhard
In einer Bühnenfassung von Therese Willstedt und Jeroen Versteele
Premiere: 16. Oktober 2025
Rezitieren beim Treppensteigen

Foto: Tommy Hetzel

Man kann ein Werk wie den Roman „Auslöschung“ von Thomas Bernhard biographisch erklären. Als Jahrgang 1931 erlebte er als Kind den Anschluss, als Junge den Weltkrieg, als junger Erwachsener eine Nachkriegszeit, wo die Österreicher den Blick nach vorne richteten, ohne das Bedürfnis, das Geschehene aufzuarbeiten. Dass in ihm ein ewiger Hass auf den Nationalsozialismus wohnte, eine tiefe Verachtung seiner Landsleute und, durch persönliche Umstände (er hatte es mit seiner Familie nicht sehr gut getroffen) eine Verkrampfung menschlicher Beziehungen – das hat in seinem Fall zu einem gewaltigen Werk geführt, das ihn allerdings auch nicht glücklich gemacht hat.

Thomas Bernhard war als Prosautor ebenso begabt wie als Dramatiker, aber dass man seine Romane und Erzählungen dauernd auf die Bühne bringen muss, ist nicht unbedingt einzusehen. Aber nun ist die „Auslöschung“ an der Reihe, und auf der großen Burgtheaterbühne laufen acht Darsteller eine rote Riesentreppe auf und ab und rezitieren den (stark gekürzten) Originaltext…

…Knappe drei Stunden lang sind acht Schauspieler, vier Damen (Lilith Häßle, Alexandra Henkel, Andrea Wenzl und Ines Marie Westernströer) und vier Herren (Aaron Blanck, Norman Hacker, Seán McDonagh und Jörg Ratjen) auf der Bühne und müssen Ungeheures leisten, ohne je als Individuen zur Geltung zu kommen. Einige unter ihnen sind prägnante, präzise Sprecher, andere nudeln eher undeutlich, was das akustische Ergebnis des Abends – immerhin wird original Bernhard gesprochen – etwas uneben macht.

Vielleicht ist es sinnvoll, in einer Welt des neuen linken Antisemitismus die alte Schuld wieder aufzukochen. Murau schenkt sein Schloss der Jüdischen Kultusgemeinde. In Österreich gibt es wieder Lokale, die offen erklären, Juden seien unerwünscht, jüdische Künstler werden ausgeladen, wie anno Nazi-dazumal. So erlebt man im Grunde – ob im Hinblick auf Bernhard, ob mit Blick auf die Gegenwart – einen Abend großen Unbehagens.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Film der Woche

Filmstart: 17. Oktober 2025 
AFTER THE HUNT . USA  /  2025

Regie: Luca Guadagnino
Mit; Julia Roberts, Ayo Edebiri, Andrew Garfield, Michael Stuhlbarg u.a.

Wo sind die Guten?

Wer bei Filmen zuerst auf den Regisseur blickt, wird bei dem Namen von Luca Guadagnino wissen, dass es nicht gemütlich zugeht. „Call me by your name“ hat ihn als Geschichte, ob und wie man sich zur Homosexualität bekennt, berühmt gemacht. In „Queer“ wankte Daniel Craig (jeder Zoll kein Bond) als versoffener Schriftsteller durch die Karibik auf der Suche nach Männerabenteuern. Und in „Challengers“ waren die geschlechtlichen Zugehörigkeiten eines jugendlichen Trios schwer zu enträtseln…

Im Vergleich dazu, geht es in „After the Hunt“ geradezu nobel zu. Das Ambiente ist die Universität Yale – und nein, es ist kein dezidierter Anti-Trump-Film, es geht nicht um verbotene bzw. stur durchgesetzte Ideologien. Ein Fall von „#metoo“ ist da vergleichsweise konventionell, wenn auch in einem woken Milieu, wo jeder Angst hat, auch nur annähernd etwas Falsches zu sagen oder zu tun, nicht so einfach…

Zur Filmbesprechung von Renate Wagner

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

Putin hat eine neue Weltordnung ausgerufen. Im Nahen Osten stösst diese an ihre Grenzen. Das Ende des Gaza-Krieges beobachtete Russland nur aus der Ferne. Jetzt hofft der Kreml, das Verhältnis zu Syrien neu zu beleben. Putin ist aussenpolitisch mehr unter Druck, als er mit seinen Auftritten suggeriert.
Jetzt lesen
Galgenfrist für Sébastien Lecornu: Frankreichs Premierminister übersteht Misstrauensanträge im Parlament. Der französische Regierungschef Lecornu musste sich am Donnerstag zwei Misstrauensvoten der Opposition stellen. Mithilfe der Sozialisten kam er unbeschadet davon. Aber die politische Krise schwelt weiter.
Jetzt lesen
Wehrpflicht in Deutschland: Jetzt muss die Koalition sogar vor einem Veto des Bundespräsidenten zittern
Deutschlands Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier sieht eine Wehrpflicht-Lotterie kritisch – und deutet Widerstand an. Kanzler Merz drückt sich hingegen um das Thema herum.
Jetzt lesen
Bari Weiss sieht sich als Kämpferin für die Redefreiheit – und für Israel. Doch Kritiker werfen ihr vor, sich Trump anzudienen: Vor fünf Jahren fühlte sich die jüdische Journalistin bei der «New York Times» hinausgeekelt. Jetzt ist sie als neue Chefredaktorin von CBS News eine der einflussreichsten Journalistinnen des Landes. Ein Porträt.
Jetzt lesen
Europa bezahlt, Amerika liefert – aber noch geben die USA der Ukraine die gewünschten Tomahawks nicht: Beim Nato-Treffen verspricht die Hälfte der Alliierten neue Waffenlieferungen. Der US-Verteidigungsminister hält sich nach dem Eklat im Februar dieses Mal zurück.
Jetzt lesen
Rebellisch sind im Ballett fast nur noch die grossen Alten: Das Ballett Zürich ehrt den wegweisenden Choreografen Mats Ek anlässlich seines 80. Geburtstags mit der Einstudierung seiner radikalen «Carmen». Der neue Doppelabend «Oiseaux Rebelles» macht nebenbei deutlich, woran es jüngeren Tanzschaffenden fehlt.
Jetzt Lesen
 «Wir alle fragten uns nur noch: Kannst du mir gefährlich werden? Damals merkte ich, dass Angst einen ganz eigenartigen Geruch hat»: Die israelische Autorin und Psychologin Ayelet Gundar-Goshen seziert in ihrem neusten Roman «Ungebetene Gäste» die Angst, aus der Rassismus und Antisemitismus entstehen. Sie selbst kennt dieses Gefühl seit ihrer Kindheit – es zieht sich wie ein roter Faden durch ihre jüdische Familiengeschichte.
Jetzt lesen
«Wahres Karate ist Selbstverbesserung»: was der Westen von asiatischen Kampfkünsten über Lebensführung lernen kann: Aus spiritueller Sicht hilft Karate, die Angst zu bekämpfen: vor Schmerz, dem Feind oder vor dem Sterben. Es verleiht eine innere Stärke, die selbstverantwortliches Handeln fördert.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

HEUTE in der Döblinger Villa Wertheimstein

 

Politik Österreich: Vor Kanzleramt: Hunderte planen Demo gegen Kopftuchverbot
Das geplante Kopftuchverbot für Schülerinnen bis 14 sorgt für Diskussion: Während Politik und Schulen sich vorbereiten, protestieren in Wien rund 300 Menschen dagegen.
oe24.at

Causa Wöginger. Postenschacher: Opfer Scharf lehnt Richterin ab und will Prozess-Neustart
Der Prozess rund um mutmaßlichen Postenschacher gegen ÖVP-Klubchef August Wöginger und zwei Beamte aus dem Finanzministerium endete vergangenen Woche abrupt mit (nicht rechtskräftigen) Diversionen. Christa Scharf, die im gegenständlichen Bewerbungsverfahren im Jahr 2017 benachteiligt wurde, will den Beschluss des Gerichts in Linz nicht hinnehmen. Sie stellte am Donnerstag einen Antrag auf Ablehnung der vorsitzenden Richterin wegen Befangenheit. Das Ziel: eine Wiederholung der Hauptverhandlung
Kurier.at

Österreich: Umfrage: Jetzt stürzen auch NEOS auf historisches Tief
Jetzt müssen also auch die NEOS die Rechnung für ihre Regierungsbeteiligung bezahlen – sie liegen in der oe24-Umfrage bei nur noch 7 %. Der SPÖ geht es schlecht, der ÖVP auch – nur die NEOS sahen als einzige Ampel-Partei bisher ganz gut aus. Das hat sich nun geändert, die kleinste Koalitionspartei muss in der brandaktuellen Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (2.000 Befragte vom 6. bis 14. 10. 2025, max. Schwankung 2,2 %) jetzt auch Lehrgeld für ihre Regierungsbeteiligung bezahlen.
Oe24.at

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

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