ZWENTENDORF/ AKW
IMA 20+ – 20 Jahre Institut für Medienarchäologie
Kunstparcours + Klanginstallationen + Konzert
21 + 22.08.2026 (ausverkauft!)
Das AKW Zwentendorf als außergewöhnlicher Ort der Kunst

AKW Zwentendorf
© IMA
Das Ergebnis der Volksabstimmung 1978 hat das AKW zu einer musealen Ruine gemacht. 2015 – nach Übernahme durch die EVN – wurde das AKW zu einem Ort für Führungen, Veranstaltungen und vereinzelt zur Location für Kulturevents. Sogar eine Hochzeit hat im AKW schon stattgefunden. Der Gag „Bitte um ein strahlendes Lächeln“ zieht noch immer!
Am Freitag, dem 21. August, und am Samstag, dem 22. August, bespielt das in St. Pölten beheimatete Institut für Medienarchäologie anlässlich seines 20. Geburtstages das AKW.

© IMA
Die Komponistin und Gründerin Elisabeth Schimana und das Institut für Medienarchäologie laden zu einem außergewöhnlichen Jubiläumsprojekt. Unter dem Titel „IMA 20+“ wird das stillgelegte Kraftwerk in einen begehbaren Kunst- und Erfahrungsraum verwandelt. Es beginnt mit einer zweistündigen Führung durch das AKW. Abwechselnd werden Erläuterungen zur Technologie Kernenergie und Kunstinterventionen geboten.

© Sascha Osaka
Das Institut für Medienarchäologie bietet ein Stationentheater mit dem Titel „Gegen den Strom: eine Zeitreise in die Vergangenheit und Zukunft des IMA“. In der Turbinenhalle fühlt sich die Rezensentin an Fritz Langs Opus Magnum „Metropolis“ erinnert. Der magische Raum wird mit Lichtinstallationen und Maschinensound bespielt. An einigen Stationen gibt es spontanen Applaus des Publikums. Maximal 25 Personen bilden eine Gruppe.
Den Nachmittag beschließt ein Konzert in der Alten Werkstätte. Etwa 100 Personen füllen den Saal. Leider sind die einleitenden Erklärungen zu den Kompositionen nicht bis zum letzten Platz akustisch verständlich. Fixiertes Klangmaterial wird mit Live-Performance gematcht ganz im Sinne des IMA-Auftrages. Das Institut für Medienarchäologie arbeitet an der Bruchstelle von analog und digital und an der Schnittstelle von Forschung und Vermittlung insbesondere im Zusammenhang mit Akustik, Klangmaschinen und digitaler Musik, https://ima.or.at/de/
Löblich ist, dass die Anreise nach Zwentendorf öffentlich und privat möglich ist. Der Shuttledienst vom Bahnhof Tullnerfeld zum AKW und retour funktioniert tadellos!
Elisabeth Dietrich-Schulz

