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ZÜRICH/ Opernhaus: LIEDERABEND PIOTR BECZALA- «Das werde ich so schnell nicht vergessen!»

01.06.2026 | Konzert/Liederabende

Liederabend Piotr Beczała/ Sarah Tysman • Opernhaus Zürich • 31.05.2026 nachmittags

«Das werde ich so schnell nicht vergessen!»

«Das werde ich so schnell nicht vergessen!», wendet sich Piotr Beczała nach der zweiten Zugabe ans enthusiasmierte Publikum. Das hatte sich dieses schon längst gedacht.

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Foto © Kurt Pinter

Eine kleine Schar Unentwegter hat an dem schwülen Sonntagnachmittag den Weg ins Opernhaus gefunden. Und wurde belohnt. Reich belohnt.

Bereits im ersten Teil mit Liedern von Mieczysław Karłowicz (1876–1909) und Antonín Dvořák (1841-1904) sowie dem Rezitativ und der Arie des Stefan («Cisza dokoła» / «Stille ringsum») aus Stanisław Moniuszkos (1819–1872) «Straszny dwór» («Das Gespensterschloss») sowie der Arie des Prinzen («Vidino divná, přesladká» / «Du wundersames, süsses Traumbild») aus Dvořáks «Rusalka» sind alle Vorzüge der Stimme von Piotr Beczała klar und deutlich zu vernehmen. Sein strahlender, souverän und makellos geführter Tenor vermag sofort mitzureissen. Auch wer der slawischen Sprachen nicht mächtig ist und das Verhandelte nur anhand der deutschen Übersetzungen verfolgen kann, kann sofort und intuitiv nachvollziehen, mit welcher Emphase Beczała interpretiert. Das Programm ist, wie von einem Sänger seines Formates, der sich dem Liedgut seiner Heimat und verwandter Kulturen widmet und dies mit solcher Leidenschaft tut, nicht anders zu erwarten, ausgesprochen klug aufgebaut und bietet im zweiten Teil mit Liedern von Pjotr Tschaikowski (1840–1893) und Sergej Rachmaninow (1873–1943) eindrückliche Steigerungen. Die Arie des Lenski («Kuda, kuda» / «Wohin, wohin») aus «Eugen Onegin» wird zum Höhepunkt des Programms: Lyrischer, schöner, bewegender interpretiert kann man sich dieses Stück nicht vorstellen.

Am Klavier begleitete Sarah Tysman exzellent!

Drei Zugaben gewährt Beczała dem Zürcher Publikum: «La fleur que tu m’avais jetée» («Die Blume, die Du mir zugeworfen hast») aus Bizets (138-1875) «Carmen», «E lucevan le stelle» («Und es leuchteten die Sterne») aus Puccinis (1858-1924) «Tosca» und Ernesto de Curtis (1875-1937) «Non tio scordar di me» («Vergiss mich nicht»). Hier ist noch einmal uneingeschränkt die Meisterschaft des führenden lyrischen Tenors unserer Tage zu erleben.

Programm:

Mieczysław Karłowicz (1876–1909)

Zawód (Enttäuschung) op. 1/4

Rdzawe liście strząsa z drzew (Herbstblätter)

Idzie na pola (Über die Felder) op. 3/3

Zasmuconej (Betrübt) op. 1 /3

Mów do mnie jeszcze (Sprich weiter zu mir) op. 3 /1

Najpiekniejsze piosnki (Die allerschönsten Lieder) op. 4

Pamiętam ciche, jasne, złote dnie (Ich erinnere mich an ruhige, goldene Tage) op. 1 /5

Stanisław Moniuszko (1819–1872)

Arie des Stefan aus «Straszny dwór»

(Das Gespensterschloss)

Antonín Dvořák (1841-1904)

aus: Zigeunermelodien, op. 55:

  1. Als die alte Mutter
  2. Reingestimmt die Saiten
  3. In dem weiten, breiten, luft’gen Leinenkleide
  4. Darf des Falken Schwinge

Arie des Prinzen aus «Rusalka»

 

Pause

 

Pjotr Tschaikowski (1840–1893)

Net, tolko tot (Nur wer die Sehnsucht kennt) op. 6 /6

Otschego? (Warum nur?) op. 6 /5

Sred schumnogo bala (Inmitten des Balles) op. 38 /3

To bylo ranneju wesnoi (Das war im Frühlingsbeginn) op. 38 / 2

Chotel by v edinoe slovo (Ein einzig Wörtchen) o. op.

Nam swesdi krotkije siwali (Milde Sterne haben

uns geleuchtet) op. 60 /12

Den li zarit? (Ob der Tag schon herrscht) op. 47/6

Arie des Lenski aus «Eugen Onegin»

 

Sergej Rachmaninow (1873–1943)

Son (Ein Traum) op. 8 /5

Siren’ (Flieder) op. 21/5

Ne poj, krassawiza (Singe nicht für mich, o Schöne) op. 4 /4

Wesennie wodi (Frühlingsfluten) op. 14 /11

 

Ein denkwürdiger Nachmittag!

 

Liederabende der Saison 2025/2026:

Mo. 15. Juni 2026, 19.00

Juan Diego Flórez, Klavier Vincenzo Scalera

«Canzone d’Opera»: Werke von Mozart, Rossini, François-Adrien Boieldieu, Ruperto Chapí, Amadeo Vives, Agustín Pérez Soriano, Ernesto Lecuona, Massenet, Gounod, Benjamin Godard und Verdi

 

Liederabende der Saison 2026/2027:

Mo. 05. Okt. 2026, 19.00:

Olga Peretyatko, Klavier Matthias Samuil

Werke von Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi, Pjotr Tschaikowski und Sergej Rachmaninow

Di. 10. Nov. 2026, 19.00:

Lise Davidsen, Klavier James Baillieu

Werke von Franz Schubert

Mo. 14. Dez. 2026, 19.30:

Bryn Terfel, Folk Band, Sänger des Internationalen Opernstudios, Musikalische Leitung Patrick Rimes

Sea Songs

Mo. 15. März 2027, 19.00:

Jakub Józef Orliński, Klavier Michał Biel

Werke von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Tadeusz Baird und Mieczysław Karłowicz

Mo. 31. Mai 2027, 19.00:

Julie Fuchs, Klavier Alphonse Cemin

Werke von Eric Satie, Francis Poulenc, Aristide Bruant und Yvette Guilbert

Mo. 28. Juni 2027, 19.00:

Elīna Garanča, Klavier Matthias Schulz

Werke von Gustav Mahler, Sergej Rachmaninow, Alfrēds Kalniņš, Charles Gounod u. a.

 

01.06.2026, Jan Krobot/Zürich

 

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