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EUN-ME AHN „NORTH KOREA DANCE“
Aufführung + Artist Talk mit Eun-Me Ahn (Rote Bar) am 05.08.2026
Das Festivalfinale von Impulstanz bietet Performance-Highlights ohne Ende
Die südkoreanische Choreografin EUN-ME AHN begeistert mit „NORTH KOREA DANCE“ Publikum und Kritik. Kunst kann eben mehr als Politik. Sie vermittelt Hoffnung über politische Gräben hinweg!

„NORTH KOREA DANCE“
© Jean-Marie Chabot
Vor knapp zehn Jahren glaubte die Künstlerin Eun-Me Ahn an die Möglichkeit der Annäherung beider koreanischen Staaten und hat mit ihrem südkoreanischen Ensemble dem nordkoreanischen Tanz nachgespürt. „Aus propagandistischen Fächertänzen, federndem Marschschritt, Volkstanz und männlichem Auftrumpfen wird ein fröhlich ironischer Pop zwischen traditionellem Saitenspiel – von Soon-A Park, einer Virtuosin auf der koreanischen Zither Gayageum -und internationalem Technosound“.
Karl Regensburger, der erfolgreiche Intendant von Impulstanz sagt über die Choreographin: „Eun-Me Ahn macht einfach eine riesige Show für das Publikum – und trotzdem Kunst.“
Die Ausgangssituation
Nord- und Südkorea sind seit 1945 getrennt. Die Teilung Koreas begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als die USA und die Sowjetunion das Land in zwei Besatzungszonen aufteilten. Nach der Kapitulation Japans wurde Korea entlang des 38. Breitengrades getrennt. Der Norden stand unter sowjetischer, der Süden unter amerikanischer Besatzung. 1948 entstanden offiziell zwei separate Staaten: die Republik Korea im Süden und die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden. Der Koreakrieg 1950–1953 zementierte die Trennung endgültig. Seit dem Waffenstillstand vom 27. Juli 1953 verläuft die Grenze an einer demilitarisierten Zone. Panmunjeom ist längst ein Symbol für Trennung geworden, eine „Brücke ohne Wiederkehr“.
Bei meinem Besuch in Südkorea 2006 habe ich diese Hoffnung auf Wiedervereinigung auch gespürt, besonders im Verfassungsgerichtshof in Seoul, wo die dem Nordteil Koreas zustehenden Plätze immer freigehalten werden!

„NORTH KOREA DANCE“
© Jean-Marie Chabot
Die Aufführung im Volkstheater
Die Aufführung beginnt mit Videoprojektionen von nordkoreanischen Tänzen, die Eun-Me Ahn im Internet gefunden hat und die zum Ausgangsmaterial ihrer Choreografie wurden. Kontakte zwischen Künstlern und Künstlerinnen beider Länder sind unmöglich. Gemeinsam mit acht Tänzerinnen und Tänzern hat Eun-Me Ahn eine Serie von Tanzsequenzen entwickelt, die Tanzformen eines isolierten Landes bewahren und erhalten sollen, gleichzeitig aber auch mit viel Humor und Farbenpracht faszinieren.
Der Artist Talk

Artist Talk: Eun-Me Ahn im Gespräch mit Frank Willens
© Dietrich-Schulz
Wie schwierig diese Arbeit war, erklärt Eun-Me Ahn im Artist Talk mit Frank Willens. Die Muskeln von Tänzerinnen und Tänzern entwickeln sich entlang ihrer Ausbildung und der Tanztradition einer Kompanie. Spezielles Muskeltraining war für Eun-Me Ahn und ihre acht Solistinnen und Solisten Voraussetzung für die Erarbeitung von „North Korea Dance“. Zentrales Element von Eun-Me Ahns Choreografien sind Sprünge, deren besondere Schwierigkeit im Artist Talk klug und schlüssig erklärt wird.
Ausblick auf Impulstanz 2027
Der erfolgreiche Intendant von Impulstanz Karl Regensburger schafft immer wieder Besucherrekorde und macht bei seiner Begrüßung des Publikums beim Artist Talk bereits Lust auf Impulstanz 2027. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Tanztheater Wuppertal wird angedacht. Kostproben auf https://www.pina-bausch.de/de!
Elisabeth Dietrich-Schulz

