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WIEN/ Volksoper: „RONJA RÄUBERTOCHTER. Kinder, hinein ins Opernhaus!

20.09.2026 | Oper in Österreich

Volksoper: „Ronja Räubertochter“ – Kinder, hinein ins Opernhaus!

(20.9.2026)

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Foto: Marco Sommer/ Volksoper

Kinder, viele Kinder, auch noch recht kleine, neugierig gestimmt und höchst manierlich, drängen sich am Eingang der Wiener Volksoper am strahlenden Sonntagvormittag. Familientag steht am Programmzettel. Und Uraufführung noch dazu. „Ronja Räubertochter“, Astrid Lindgrens populäres Kinderbuch aus dem Jahr 1981, aus Schweden nach Wien geholt, wird diese Saison als Familienstück mit Musik im Haus gespielt. Es ist nicht die erste Räubertochter–Oper (eher ein Musical), doch für Wien mit der derzeitigen Problematik der Stadt mit der kulturellen Erziehungs- wie Einkaufspolitik ein positives Erlebnis. Und der Schlussbeifall für die so überaus dynamische  Aufführung hat auch ganz schön geklungen.

Dynamisch ja, fast schon extrem, mit ungemeiner Hingabe von allen Räubersleut´ auf der Bühne vorgeführt. Hannah Severin ist eine quicklebendige Ronja, einfach super bei ihren hin und her wirbelnden frechen Aktionen. Rund um sie: Birk, Eike Onyambu, ihr Freund in der Wildnis des Waldes, und alle, aber alle eher düsteren Aussenseiter-Gesellen agieren in absoluter Spiellaune. Geholfen hat ihnen dabei Regiedame Ruth Brauer-Kvam, welche mit Achtsamkeit auf spielerische Details die Geschichte druckvoll antreibt. Allerdings: Gar so dramaturgisch fesselnd oder kontrastreich gebaut ist die Story ja nicht. Räuberg’schrei, Räuberg’schrei …. und nochmals Räuberg’schrei. Locker von Choreograf Florian Hurler tänzerisch übersetzt. Naturstimmung vermitteln die im Stil von Scherenschnitten erdachten schwarz-weiss Bühnenbilder und Illustrationen von Monika Rovan. Dies alles überzeugt. Allerdings, den einfachen Songs und eher knappen Musikeinschüben von Kyrre Kvam, Gatte der Regiedame, mangelt es aber doch an Substanz. Der gewünschte Zauber der Natur blüht musikalisch nicht auf. Aber, aber …. Kinder, hinein ins Opernhaus! Ein wohl nicht allzu spannendes Spielchen, doch echte Hingabe ist hier zu erleben.

Meinhard Rüdenauer

 

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