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WIEN/ Theater Tribüne: EINE LEKTION AN FESCHEN WIENERLIEDERN

08.11.2022 | Operette/Musical

Theater Tribüne: eine Lektion an feschen Wienerliedern (7.11.22)

erns
Foto: Gerhard Ernst

Noch aus der alten Volksoper: Pianist Béla Fischer und Schauspielsänger Gerhard Ernst als ein originäres Wienerliederpärchen. Fischer turnt souverän zwischen der Kellergass´n und dem alten Café in Hernals herum, Ernst setzt seinen Schmäh drauf. Herzblutschmäh. Frech und schon ganz schön patzig manchmal. Immer komödiantisch, stets sehr persönlich. Den G´schupften Ferdl treffen wir im Thumser, beim Lusthaus an echten Weana Fiaka, das schöne Ringelspiel ist da nicht allzu weit, Gerhard Bronner verteilt ungeniert Zyankali, das G´spenst der Geisterbahn steht auf einmal rotzig vor uns. Ganz schön hitzig ist sie, diese Lektion an aussagestarken Wienerliedern. Musikalische Weana Kinder, fesche aus sehr alten Tagen, ruppige aus nun bereits auch schon älteren.

So hat´s im Tribüne-Kellertheater des  Café Ladtmann geklungen. Nicht allzu weit davon, im Deutschen Volkstheater, hat Oldboy & neurotisches Muttersöhnchen Jonathan Meese unerbittlich auf schrill-schaurigste Art sein zwängiges Lärmkunst-Deutschtümlern vorgeführt – bleiben wir da lieber in der Wiener Geisterbahn sitzen. Halt … doch auf einen Sprung mit Gerhard Ernst nach Israel? Im Tross mit Eva Dworschak, Franz Gürtelschmied, Roman Grinberg, Lior Kretzer wird dort für die Österreichisch-Jüdische Gesellschaft gesungen. Kálmán, Kreisler, Leopoldi, Bronner …. ´s ist nun einmal eine künstlerisch-schöpferisch weit bessere Weana Zeit gewesen.

Meinhard Rüdenauer 

 

 

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