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WIEN/ Staatsoper: TOSCA am 30.9.2026

WIEN/ Staatsoper: TOSCA am 30.9.2026

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Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901): »Acteurs de l’Opéra de Bordeaux« (Ausschnitt), 1900. Encre brune et plume, 25,4 × 20,4 cm,1900. Paris, musée d’Orsay, conservé au département Arts graphique de musée du Louvre
Foto: Thomas Prochazka

Tosca. Die eiserne (Repertoire-)Lady kehrt uns wieder. Einfach aufzubauen — darauf verstand man sich noch, damals … als eine Säule, gut ausgeleuchtet, von Leinwand war, und Wasser von blauem Tuch. Damals …
Das Bühnenbild ist im Haus, somit rasch einsetzbar an Abenden vor einer Première. Außerdem verspricht Tosca immer ein volles Haus: Verachtet mir den Kassen-Report nicht.

Was also sollte schiefgehen an solchen Abenden? Nach heutigen Maßstäben in den männlichen Hauptpartien gut besetzt, mit einem dem Orchester bekannten Dirigenten und herausgeputzt mit einer für Wien neuen Tosca.

Aber erstens kommt es anders, zweitens wenn man denkt: Sowohl Ambrogio Maestri, der Barone Vitellio Scarpia, als auch Jonathan Tetelman, der Mario Cavaradossi, ließen sich ansagen. Litten unter einem in Wien grassierenden, COVID-ähnlichen Infekt. Ich will berichten, nicht richten. (Eines vermag auch aus solchen Abenden Nutzen zu ziehen.)

Und wie war es um die Tosca bestellt? Malin Byström präsentierte sich ja zum ersten Male als gefeierte römische Sängerin … Nun: Mir klang diese Floria Tosca von der ersten Phrase an überfordert. So eigneten dem Abend Längen; gefährliche Längen.

Daran vermochte auch Giampaolo Bisanti am Pult des ohne übergroße Ambitionen aufspielenden Staatsopernorchesters nichts zu ändern.

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Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

 

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