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WIEN/ Staatsoper: SIEGFRIED. „Olympischer Siegfried“

Wien/ Staatsoper
30.5.26 „Siegfried“, Staatsoper, „Olympischer Siegfried“

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Siegfried – und noch drei Ausrufezeichen dahinter: Andreas Schager gibt seine Paraderolle wieder an der Staatsoper. Naiv-juvenile Komödiantik paart sich mit schier unerschöpflichen  tenoralen Kraftreserven, wenn der Sänger von Mimes Schmiede bis zum Brünnhildenfelsen marschiert und so „nebenbei“ noch einen Riesenwurm aus der Welt schafft.

…Die Kombination ist ideal und das Besondere ist nicht nur das helle Metall seines nie ermüdenden Tenors, das dem kraftstrotzenden Siegfried-Jüngling stimmliche Durchschlagskraft verleiht, sondern der Überschuss (!) an Kräften, der diesen Siegfried auch im Liebesjubel des Finales mit einem Enthusiasmus tönen lässt, als wäre das alles die einfachste und herrlichste Sache der Welt.

Dazu gesellt sich noch eine Portion Humor, mit der sich Andreas Schager einige darstellerische Freiheiten nimmt und dem hehrsten Helden kindlichen Schalk mit auf dem Weg gibt, etwa wenn er das Waldvögelein mit Brotkrumen lockt oder wenn er mit lautstarker Interjektion pubertär seine Abneigung gegenüber Mime zeigt. Schagers Siegfried fühlt sich wohl in seiner Adoleszenz, aus der sich der Held wie von selbst gebiert, und als Publikum muss man keine Umwege denken, sondern kann diesen Kerl ganz einfach so nehmen wie er ist…

http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/asieg13.htm

 

Dominik Troger/ operinwien.at

 

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