Giuseppe Verdi: » Otello « Wiener Staatsoper
Von Thomas Prochazka

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Es war die beste Otello-Vorstellung überhaupt und seit Menschengedenken an der Wiener Staatsoper, ein Triumph für den tenore primo. Alle Hauptrollensänger brillierten, Chor und Orchester agierten grandios, und der Dirigent kann ohnehin alles dirigieren.
Critici locuta, causa finita..
Wie also liegt der Fall?
Bertrand de Billy war den Sängern ein wohlgesonnener Anwalt. Er zügelte das Orchester, lärmte nicht, bot Raum zur stimmlichen Entfaltung. Dies galt auch für die Chor-Szenen, welche der zugebauten Bühnen wegen oftmals zu Rückkoppelungseffekten führen (Bühne und Kostüme, falls man’s vergessen hat: Dick Bird). Auch dies eine Unsitte unserer Tage …
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Thomas Prochazka/www.dermerker.com

