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WIEN/ Staatsoper: LE NOZZE DI FIGARO. Flotte Komödie

12.9.26, Staatsoper, „Le nozze di Figaro“, „Flotte Komödie”

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Die Staatsoper rundet den Saisonstart mit Mozart ab. Die zweite Vorstellung von „Le nozze di Figaro“ im Rahmen der aktuellen Aufführungsserie bescherte dem Publikum einen unterhaltsamen Abend.

Ein neues Grafenpaar hat das Schloss bei Sevilla bezogen, ein neuer musikalischer Leiter wurde für die „Hofkapelle“ engagiert. Sie trafen auf bewährte Kräfte und die Mischung hat gepasst: Gestützt auf die gut entwickelte, wenn auch nicht immer „geschmackssichere“ Inszenierung von Barrie Kosky, entwickelte das Ensemble sehr viel Spielfreude und wusste weitgehend auch gesanglich zu überzeugen.

Die besten Einzelleistungen helfen einer „Figaro“-Aufführung nicht weiter, wenn auf der Bühne nicht ein „Zahnrädchen“ der Handlung ins nächste greift. Kosky hat szenisch die Grundlage für dieses „Spielwerk“ gelegt, hat die turbulente Handlung gut in den Griff bekommen – und er hat dem Staatsopernensemble und dem Publikum keinen „Lavafelsen“ in den Weg gelegt, wie bei seinem „Don Giovanni“. Man bekommt also wirklich das Innere eines Schlosses zu sehen, und Barockinterieur  mischt sich mit einer teils outrierenden, den 1970er-Jahren angelehnten Kostümästhetik. Im vierten Akt kippt das Bühnenbild ein wenig ins Surreale, weil der Garten in die Fläche verlegt wird, und die Sängerinnen und Sänger aus dem Bühnenboden durch Bodenklappen auftreten und abtreten. Dadurch wird die erotische Maskerade der Handlung unterlaufen und eine „Funktionalität“ ins Spiel gebracht, die sich mehr an den dramaturgischen „Zahnrädchen“ orientiert…

…Das Publikum war an diesem Abend sehr touristisch geprägt und nur bedingt beifallfreudig. Kurzer Szenenapplaus und nicht einmal fünf Minuten Schlussapplaus waren beschämend wenig für diese mit lustvoller Energie absolvierte „Figaro“-Aufführung

http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/afigaro28.htm

am 12.9. (Dominik Troger/www.operinwien.at)

 

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