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WIEN/ Staatsoper: „LA TRAVIATA – „Repertoire mit Tenorglanz“

1.2.26 „La traviata“, Staatsoper, „Repertoire mit Tenorglanz“

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Xabier Anduaga

An der Staatsoper ist für drei Vorstellungen Simon Stones Inszenierung von „La traviata“ zurückgekehrt, die ihre szenische Nachhaltigkeit vor allem aus dem unermüdlichen Einsatz der Drehbühne gewinnt. Nadine Sierra und Xabier Anduaga hätten das „Dreamteam“ dieser Aufführungen bilden sollen. Aber Sierra hat die Violetta bekanntlich mit der Luisa Miller getauscht und wird am kommenden Samstag in dieser Partie ihre erste Premiere am Haus singen. Die Staatsoper hat in Kristina Mkhitaryan einen routinierten Ersatz gefunden…

…Das Stammpublikum hat vor allem wegen Xabier Anduaga seine Ohren „gespitzt“. Anduagas Alfredo war wie erwartet auch der Star dieser Aufführung: mit jugendlicher Unbekümmertheit und kräftiger lyrischen Tenorstimme hat er die Herzen des Publikums für sich gewonnen. Die Stimme schwelgt in jugendlicher Fülle, das Timbre ist schmelzreich, gesättigt mit südländischem Temperament, ohne dabei zu übertreiben. Es stellt sich nie das Gefühl ein, dass der Sänger mehr aus seinem Tenor herausholen möchte, als er zu geben im Stande ist – und wie selbstverständlich krönte er das  „O mio riomorso“ mit lange gehaltenem Spitzenton. Auch im Spiel war Anduaga ganz der junge verliebte Kerl, der dann in Anbetracht der Umstände emotional aus der Fassung gerät..

http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/atrav24.htm

Dominik Troger/ www.operinwien.at

 

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