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WIEN/ Staatsoper: LA FILLE DU REGIMENT – Tenorale Höhenflüge

WIEN/ Staatsoper 4.11.2026 „La fille du régiment“, Staatsoper, „Tenorale Höhenflüge“

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Nach vier Jahren hat die Regimentstochter wieder an der Staatsoper vorbeigeschaut und sich in einen neuen Tonio verliebt: Xabier Anduaga ist in dieser Partie nun endlich auch in Wien zu Gast und begeistert das Publikum.

„La fille du régiment“  hat nach rund hundertjähriger Abwesenheit erst 2007 wieder an das Haus am Ring zurückgefunden – und wurde zum Anlass für einen der gefeiertsten Premierenabende der Direktion Holender. Die letzte Vorstellung der Premierenserie wurde eine gute halbe Stunde (!) lang beklatscht: Juan Diego-Flórez, Natalie Dessay, Carlos Alvarez und Montserrat Caballé sprengten die Enthusiasmusgrenzen des Wiener Publikums.

Die Inszenierung von Laurent Pelly hat als Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden und der Metropolitan Opera New York solchem Enthusiasmus auch keine Steine in den Weg gelegt – und sie bewährt sich immer noch, bietet eine pointierte Personenführung und verschmilzt die komische Oper mit Operettenflair. Die Figuren werden szenisch nicht um ihre ehrlichen Gefühle betrogen, auch wenn Pelly manch ironisch-entlarvenden Blick auf sie geworfen hat. Gar nicht gut, kommt die High-Society rund um die Herzogin von Crakentorp weg: Das  boshaft choreographierte „Geriatrie“-Ballett im zweiten Teil sorgt jedesmal erneut für Gelächter im Publikum (und solange man selber darüber lacht, darf man sich sich wahrscheinlich noch jung fühlen).

Blickt man auf die bis dato über dreißig Vorstellungen seit 2007 zurück, dann stechen an der Staatsoper in der Partie des Tonio vor allem zwei Interpreten heraus: Juan Diego Flórez, der nicht ganz die Hälfte der Aufführungen bestritten hat, und Javier Camarena, der allerdings nur in vier Vorstellungen als Tonio aufgetreten ist. Mit Xabier Anduaga ist in dieser Rolle jetzt der nahtlose Übergang zu einer neuen, jüngeren Tenorgeneration geglückt.

http://www.operinwien.at/werkverz/donizett/afille8.htm

Dominik Troger / www.operinwien.at

 

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