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WIEN/ Staatsoper: DON CARLO am 7.9. „Willkommen im Kostüminstitut“

WIEN/ Staatsoper 7.9.26, „Don Carlo“, Staatsoper, „Willkommen im Kostüminstitut“
Eine Saison lang hat sie pausiert, jetzt ist sie wieder da: Die Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikovs Umdeutung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ auf den Spielplan gesetzt. Programmatisch wurde am Freitag damit sogar die Saison eröffnet. Die zweite Vorstellung folgte am Montag – dieser sind die nachstehenden Anmerkungen gewidmet.

…An der inzwischen sattsam bekannten und heiß diskutierten szenischen Aufbereitung der Oper hat sich naturgemäß nichts verändert: Das „Institut für Kostümkunde“ existiert nach wie vor in steriler Pracht und sein wissenschaftliches Personal packt wieder eifrig die Beziehungskisten aus. „Liebe am Arbeitsplatz“ ist schließlich nicht verboten, solange sie und er, sie und sie, er und er, er und sie brav ihren Job machen.

Wenn ein Securitymitarbeiter in die Firma politische Aktivisten einschleust, dann wird er sich allerdings einen stichhaltigen Kündigungsgrund einhandeln. Im 16. Jahrhundert hätte man solche Leute noch erschießen lassen, heutzutage geht es humaner zu. Chef Filippo und Oberchef Großinquisitor sorgen jedenfalls für Ordnung im Büro. Mit Umweltfanatikern haben durchsetzungsstarke CEOs meist auch wenig am Hut – und wer daraus schließt, dass es in diesem Institut zugeht wie im „richtigen“ Leben, hat vielleicht verstanden, worum es dem Regisseur gegangen sein könnte – oder auch nicht.,,

http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/acarlos23.htm

Dominik Troger/ www.operinwien.at 

 

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