Wiener Staatsoper: DIE WALKÜRE am 4.6. 2023″Zu wenig Wonne“
Die „Winterstürme“ sind zum Glück schon eine Zeitlang vorbei, aber der „Wonnemond“ ist in dieser Staatsopern-„Walküre“ trotzdem nicht aufgegangen. Bis auf Simone Schneider – wieder einmal als imposante Einspringerin – fehlte es der Aufführung zu deutlich an Überzeugungskraft.
Der Siegmund des Abends, Giorgio Berrugi, soll laut der Kurzbiographie auf dem Programmzettel zu den „gefragtesten Tenören der Gegenwart“ zählen. Als Wagnersänger hat er sich jedenfalls noch keinen Namen gemacht und offenbar hat er an diesem Abend sein internationales (!) Rollendebüt als Siegmund gegeben. Laut Operabase hat er bis dato vor allem im italienischen Fach reüssiert, u. a. hat er an der Volksoper den Rodolfo gesungen.
Diese „Walküre“ war für ihn deshalb sicher eine spannende Herausforderung und vielleicht ist Berrugi in einigen Jahren auch ein formidabler Siegmund….

Ricarda Merbeth(Brünnhilde), Eric Owens (Wotan). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/a27walkue.htm
Dominik Troger/www.operinwien.at

