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WIEN/ Staatsoper: DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN

15.11.2014 | Oper

WIENER STAATSOPER – 14. 11. 2014:  „DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN“. Ein Vergnügen ab 4-…über…Jahre

Der Zwischenvorhang macht schon neugierig was sich dahinter verbirgt. Dann sieht man eine Art Märchenwald oder einfach einen Wald, wie er sein sollte, voll von allerlei Getier, gesunden Pflanzen und Pilzen. Hier wird von Altmeister Otto Schenk parallel die Geschichte erzählt., die Tiere sehr vermenschlicht, aber das machen wir doch auch selber.

 Am Pult steht der junge Prager Tomas Netopil (Netopir hieße Fledermaus), der schon eine sehr gute „Rusalka“ leitete – und auch bei Janacek konnte er voll überzeugen. Bei „Rusalka“ blickte er in eine Eiswand, bei dieser Füchslein-Umsetzung in volles Leben.

 Auf der Bühne erlebte man die Kinder der Opernschule als diverse Tiere, wenig nette Menschenkinder und zauberhafte Tierkinder. Dass allen diesen „Jungstars“ das Mitmachen eine Freude bereitete, war weder zu überhören noch zu übersehen.

 Als Füchslein Schlaukopf war wieder Chen Reiss, bezaubernd wie schon bei der Premierenserie. Ihren „Partner“ Fuchs Goldrücken sang wieder Hyuna Ko, die sich seit der Premiere sehr verbesserte.

Gerald Finley sang mit edlem Timbre den Förster, seine zu Recht zänkische Frau ist Donna Ellen, die auch als kluge Eule den Wald mitbevölkerte. Weitere „Tiere“ wie James Kryshak/Mücke und Janusz Monarcha/Dachs waren auch als Schulmeister und Pfarrer gut zu hören. Harasta war wieder der frischgebackene Kammersänger Wolfgang Bankl mit gewohnter Qualität. Bei den Menschen als gequälter Kettenhund voll mit Flöhen, im Wald als freier Specht hörte man die angenehme Stimme von Ilseyar Khayullova.

 Einfach köstlich die Hühnerschar angeführt vom stolzen Obergockel Heinz Zednik. Lydia Rathkolb ist die allzu kecke Schopfhenne, die weiteren „Henderln“ sind Hila Fahima, Isabel Seebacher, Juliette Mars, Jozefine Monarcha, Barbara Reiter und Cornelia Sonnleitner, eine gute Mischung aus Jungsolistinnen und Chordamen.

 Das Wirtspaar war wieder Wolfram Igor Derntl und Sabine Kogler. Der Eichelhäher wurde von Maria Gusenleitner dargestellt.

 Martin Schebesta leitete die Chöre hinter der Bühne.

 Das Haus war ausverkauft, der Jubel am Ende sehr groß und herzlich.

 Elena Habermann

 

 

 

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