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WIEN/ Staatsballett in der Volksoper: MIT DON JUAN UND EROTIK PUR IN DIE NEUE SAISON

17.09.2015 | Ballett/Tanz

16.9.2015: Saisonauftakt des Wiener Staatsballetts: MIT DON JUAN UND EROTIK PUR IN DIE NEUE SAISON

Ein Aufwärm-Abend für die Tänzer des Wiener Staatsballetts zum Start der neue Saison: „Mozart à 2“ (Adagio-Sätze aus fünf Klavierkonzerten von W.A.Mozart) und Christoph Willibald Glucks „Don Juan“, die Wiederaufnahme in der Volksoper zweier Choreographien des von Choreographen Thierry Malandain und dessen Ballet Biarritz übernommener Stücke. Große klassische Musik, hier bebildert mit einer von den aktuellen tänzerischen Bewegungsmechanismen getragenen purer Erotik. Malandain gestaltet mit Verve und Phantasie, findet zu zahlreichen mit originellen Sex-Posen garnierten ironischen Pointen, löst aber mit seiner vifen Tanzmode selbst mit Assistenz von Gluck und Mozart kaum tiefere Gefühle aus.

Das neue „Weiße Rössl“ ist zur Zeit zwar ein toller Renner, doch die Wiener Volksoper hat jetzt im September wieder ihre Schwierigkeiten, das Haus mit Publikum auch zu füllen. Ballettchef Manuel Legris´ Wunsch zu Saisonbeginn – „Der Erfolg soll anhalten“ – wird sich wohl ziemlich sicher erfüllen. Ja, bei  den technischen Qualitäten des Ensembles, der großen Zahl an interessanten Charakteren ist nicht daran zu zweifeln. Getrennt präsentierten sich an diesem ersten Abend der beginnenden Saison die an der Staats- wie an der Volksoper engagierten Tänzer. „Don Juan“, vom Volksopern–Team getanzt, gibt sich in der Malandain-Choreographie schon ein bisschen verwirrend. Gleich drei attraktive Don Juans (Gleb Shilov, Martin Winter, Felipe Vieira) turnen hier elegant zwischen Mätressen, Furien und als Frauen gewandete Herren herum. In „Mozart à 2“ stehen sich jeweils fünf Paaren aus der Staatsoper im sexuellen Dialog (oder Zweikampf) gegenüber – mit Nina Tonoli und Davide Dato vielleicht als tänzerisch lockerstes Duo. Gut aufgewärmt …. und mit Elan und gefordertem großen Fleiß auf in eine neue erfolgreiches Saison!

Meinhard Rüdenauer

 

 

 

 

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