Schönbrunner Stöckl: „Cin-Ci-Là!“ – und ein China-Menü (20.3.2026)

Foto: Schönbunner Stöckl
„Cin-Ci-Là!“: Klingt chinesisch / spielt im China-Land, ist aber italienisch, eine Operette aus dem Mailand der 1920er Jahre / hier im Dinnertheater des Schönbrunner Stöckl total auf wienerisch umgemodelt.
Die mit frechem Humor geladenen singenden Stöckl-Wirtsleut´ Tamara Trojani und Konstantin Schenk haben dieses hier nie gespielte Erfolgsstück schon lang in ihrem Repertoire, holen es hin und wieder hervor. Und so lernen wir gefälligen italienischen Operettengesang und -schmäh aus diesen Jahren kennen. Die Autoren: Carlo Lombardo und Virgilio Ranzato – melodisch wohl nicht so ganz mit Lehár-Qualitäten gesegnet. Auch der Kaiser von China macht hier im Schönbrunner Miniensemble mit. Ziemlich klar im Stöckl: Es dreht sich um die Sex-Erziehung seiner Tochter.
Nun, italienisch oder chinesisch, Trojani & Schenk bleiben sich gleich, wechseln aber ständig die Programme. Im Repertoire werden auch andere ausgelassene Showstückerl aus früheren Tagen hochgespült. „Kaiser & Schmarren“ gehört demnächst ins Schönbrunner Schlossareal. Oder auch die Wiener Unterwelt darf sich in „SOKO Stöckl“ ungschamig zeigen. Ja, im Dinnertheater darf man auch ruhig ungschamig zugreifen: Die auf die Küche bedachte Chefin Trojani lässt zu all ihren Streichen immer das geschmackig passende dazu servieren.
Meinhard Rüdenauer

