19.9.2026 – „Dichter und Bauer“ – Konzert der Johann Strauss-Gesellschaft Wien – Wiener Rathauskeller – Rathausplatz 1, 1010 Wien.
„DICHTER UND BAUER“

Fotocredit: Johann Strauss-Gesellschaft Wien (Prof.Wilfrid Fleischmann)
Beginnend mit dem schwungvollen „Hirtengalopp“, op. 28 von Johann Strauss Vater, der meisterhaft von den Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien, Regine Koch (1.Violine), Herbert Suchy (2.Violine), Nikola Zaric (Akkordeon), Wolfgang Gerstberger (Kontragitarre) dargebracht wurde, nahm ein erneut großartiges Konzert der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, im komplett ausverkauften Grinzinger Saal des Wiener Rathauskellers, seinen mitreißenden Anfang.
Prof. Mag. Peter Widholz, Präsident der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, der sowohl für die Programmgestaltung als auch den Gesang und die Moderation verantwortlich zeichnete, betonte in seiner anschließenden Moderation, dass für dieses Konzert Kompositionen ausgewählt wurden, die sich mit spezifischen Themen der Landbevölkerung und deren bodenständiges Leben auseinandersetzen. In seine bewährt fachkompetenten Ausführungen, ließ er auch geschichtliche Eckdaten und Anekdoten gekonnt einfließen.
Die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien präsentierten mit hinreißender, temperamentvoller Verve die Ouvertüre der Operette „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé.
Peter Widholz ließ eindrucksvoll seinen exzellenten Tenor im „Fassbinderlied“ aus Suppés berühmter Operette „Boccaccio“ erklingen. Mit perfekt geführter Stimme, sicher gesetzten Spitzentönen, wohldosierter, humoresker Attitude und authentischer Bühnenpersönlichkeit beherrschte er die Kunst das Publikum zu fesseln.
Aus Franz von Suppés Operette „Zehn Mädchen und kein Mann“ interpretierten die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien mit hingebungsvoller Homogenität und furioser Attacke die Holz- und Strohpolka.
Der Abschluß des ersten Teils dieses exzeptionellen Konzerts war den Kompositionen von Leo Fall gewidmet.

Fotocredit: Johann Strauss-Gesellschaft Wien (Prof.Wilfrid Fleischmann)
Peter Widholz legte in seiner packenden Moderation dem begeisterten Publikum nahe, sich mit den kommenden Werken in die „Silberne Wiener Operettenzeit“ entführen zu lassen.
Die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien beeindruckten mit differenzierter Feinheit und pointiertem Einsatz der Instrumente in „Brüderlein fein“, dem Walzer nach Motiven der gleichnamigen Operette.
Mit der melodiös, einschmeichelnden Arie „O frag mich nicht!“ aus der Operette „Der fidele Bauer“ brillierte Peter Widholz mit stimmlicher und musikalischer Souveränität sowie enormer Ausdruckskraft.
Furios, in mitreißender Verbindung mit der gebührenden dramatischen Attacke, beendeten die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien mit dem Bauernmarsch nach Motiven der Operette „Der fidele Bauer“ den ersten Teil dieses herausragenden Konzerts.
Prof. Mag. Peter Widholz fesselte im zweiten Teil des eindrucksvollen Nachmittags mit der Arie „Das Urteil des Paris“ aus der Operette „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach.
Temperamentvoll, getragen von großer Emotionalität und hoher musikalischer sowie tenoraler Intensität, zog er das Publikum gekonnt in seinen Bann.
Die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien begleiteten Peter Widholz das ganze Konzert hindurch stets einfühlsam, mit hoher Sensibilität und großer Aufmerksamkeit.
Zum folgenden Programmpunkt „Seid umschlungen, Millionen!“ Walzer, op. 443 von Johann Strauss (Sohn) betonte Peter Widholz in seiner Moderation, dass der Titel aus Schillers Gedicht „An die Freude“ stammt, das auch durch Ludwig van Beethovens 9. Symphonie berühmt wurde. Der vollständige Satz im Gedicht lautet: „Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!“ Johann Strauss Sohn widmete sein Werk dem Komponisten Johannes Brahms. Erfüllt von tiefer, emotionaler Empathie und dem gebührenden mitreißenden Walzertakt interpretierten die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien dieses ganz besondere Werk aus der Feder des legendären Walzerkönigs, das auch beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker fulminant zu erleben war.
Peter Widholz glänzte anschließend mit tenoraler Exzellenz in der Arie „O Mädchen, mein Mädchen!“ aus der Operette „Friederike“ von Franz Lehár. Hochemotional, geprägt von überragender Authentizität, brachte er das Lehár‘sche Oeuvre eindrucksvoll zur Geltung.
Der abschließende Teil dieses hervorragenden Konzerts war Johann Strauss Sohn gewidmet.
Die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien brillierten zunächst mit der „Bauernpolka“, op. 276 und mit „Rosen aus dem Süden“, Walzer nach Motiven der Operette „Das Spitzentuch der Königin“, op. 388. Außergewöhnliche Feinfühligkeit, hohe Musikalität und interpretatorische Authentizität zeichneten die Brillanz der Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien aus.
Fulminant präsentierte Peter Widholz das „Premierministercouplet“ aus „Das Spitzentuch der Königin“. Enorm humorvoller, wohldosierter Sarkasmus gepaart mit brillantem, tenoralem Biss, bühnenpräsenter Flexibilität und pointiertem Texteinsatz riss er das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Kulminierend in zusätzlichen, von ihm selbst gedichteten Strophen, aktuelle Tagesereignisse betreffend.
Die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien beeindruckten zum Abschluß des offiziellen Konzertprogramms mit „Stürmisch in Lieb‘ und Tanz“, Polka schnell nach Motiven der Operette „Das Spitzentuch der Königin“, op. 393.
Das jubelnde Publikum erklatschte sich eine Zugabe von Peter Widholz.
Exzellent interpretierte er das berühmte und überaus berührende Lied „Brüderlein fein“ aus dem Theaterstück „Der Bauer als Millionär“ von Ferdinand Raimund. Vertont wurde das Lied von Joseph Drechsler.

Fotocredit: Johann Strauss-Gesellschaft Wien (Prof.Wilfrid Fleischmann)
Ein phänomenales, zutiefst berührendes Konzert, mit dem die Johann Strauss-Gesellschaft Wien erneut ihre exzeptionelle Exzellenz bewies!
Marisa Altmann-Althausen

