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WIEN/ Raimundtheater: DIE SCHÖNE UND DAS BIEST – leichte Kost aus den USA

26.09.2026 | Operette/Musical/Show

WIEN/Raimundtheater: „Die Schöne und das Biest“ – leichte Kost aus den USA

(25.9.2026)

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Foto: Deen van Meer

„Die Schöne und das Biest“, eine Erfolgsproduktion der The Walt Disney Company, wird diese Saison nun wieder im Raimundtheater vermarktet. 1994 hatte dieses Musical mit Musik von Alan Menken in Anlehnung an das Disney-Filmmärchen am Broadway Premiere, und bereits im folgenden Jahr ist das Stück im Raimundtheater in einer durchaus berührenden Aufführung zu sehen gewesen. Nun, hier ist der erneute Versuch mit diesem ‚Das bezauberndste Musical aller Zeiten‘ – so der Werbeslogan der Bühnen der Stadt Wien. Muss man ja nicht glauben. Eine etwas veränderte Fassung mit allem Drum und Dran ist nun in den USA bei der Disney Theatrical Group eingekauft worden … und der Zuspruch des Wiener Musical-Folk ist am Premierenabend gegeben gewesen. 

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Dominik Hees. Foto: Deen van Meer

Die schöne Belle findet ihre Liebe zu dem verwunschenen Biest, erlöst ihn durch die Hingabe. Dies führt im zweiten Teil zu stärkeren Momenten. Recht munter geht es jedenfalls im dunklen Schloss des Biests mit seiner skurril blödelnden Gefolgschaft zu. Spielerische schon sehr fein einstudiert posieren und tänzeln die grotesken Figuren Lumière, Madame Pottine oder der Herr von Unruh und alle anderen durch die sich effektvoll rasch verändernde Szenerie. Matt West, auch in Wien für Regie und Choreographie verantwortlich, verfügt über ein richtiges Showgefühl. Alan Menkens Musik (hier jetzt auch mit anderem Tanzsound aufgepeppt) zählt nicht zur Extraklasse, vermittelt aber immer gefällige Stimmungen. Marlene Jubelius als hingebungsvolle Belle und Dominik Hees als anfänglich höchst grimmig polterndes, dann um Liebe bemühtes Biest, sind wohl keine Schönsinger, vermögen aber mit ihrer Darstellung zu überzeugen. Dirigent Herbert Pichler lenkt dezent das musikalische Geschehen.

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Marlene Jubelius, Dominik Hees. Foto: Deen van Meer

Eine Show mit schönen Bilder, vielen Verwandlungen und so manch flottem Tänzchen. Leichte Kost und so einiges Geplapper wird mit spielerischer Perfektion serviert. Dieses Disney-Produkt ist als lockere Bühnenshow, gewiss nicht als Märchen für Kinder gedacht. In ihrem kulturellen Image ist Stadt Wien zur Zeit in erster Linie auf Marketing ausgerichtet.

Meinhard Rüdenauer

 

 

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