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WIEN/ MuTh: EUROPEAN BALLET GRAND PRIX – eine Leistungsschau von jungen Tänzern

09.02.2019 | Ballett/Tanz

Wiener MuthTheater, 8.2.2019: EUROPEAN BALLET GRAND PRIX – eine Leistungsschau von jungen Tänzern 

Grand Prix hat es im Wiener MuTh-Theater an drei Tagen geheißen. Kein großer Grand Prix, kein Vergleich mit den Millionen-trächtigen Autorennen. Es ist der European Ballet Grand Prix gewesen, und junge, teils noch sehr junge Menschen, die sich zur Tanzkunst hingezogen fühlen oder zu ihr hingedrängt werden, haben sich in einem friedlichen, in keinster Weise finanziell einträglichen Wettstreit zu beweisen versucht. 101 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und sechsundzwanzig Jahren sind vor einer internationalen Jury angetreten, und ganz schön viele Auserwählte durften sich in der Abschlussvorstellung präsentieren. Nicht als Grand Prix-Rennmaschinen, sondern in ihren Bewegungsabläufen körperlich voll geforderte und nach künstlerischem Ausdruck suchende hoffnungsvolle junge Menschen.    

Kein Race, doch pausenlos (und wenig informativ angesagt) reihten sich über zwei Stunden lang Nummer an Nummer. Von putzigen „Little Strawberries“ über akrobatische Soli bis zum viel strapazierten Don Quijote-Pas de deux oder zu modern deutender „Schwanensee“-Lyrik. Durchwegs schön anzusehende Auftritte. Von Nachwuchstänzern aus Brünn, Berlin, dem Slowakischen Nationaltheater, Berlin, Japan und, und …. all over the world, so hat es geheißen. Junge der Ballettakademie der Wiener Staatsoper durften natürlich nicht fehlen, und Wiens frisch gebackene Erste Solotänzerin Natascha Mair war in aktueller „Coppélia“-Dress zu bewundern. Somit: Zwar kein wahrer Grand Prix, doch eine gelungene internationale Leistungsschau.    

Meinhard Rüdenauer

 

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