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WIEN/ Musikverein: MESSA DA REQUIEM von. G. Verdi/ NÖ-Tonkünster; Yutaka Sado

17.02.2020 | Konzert/Liederabende

Wiener Musikverein, Großer Saal: „Messa da Requiem“ (G. Verdi), 16. Februar 2020

Ein ganz hervorragendes Solistenquartett hörte man in  der Aufführung von Verdis Requiem durch die Tonkünstler unter ihrem Chefdirigenten Yutaka Sado, der zu den bedeutendsten, populärsten Dirigenten Japans gehört, und  der sein Orchester zu einer Spitzenleistung inspirierte.

Yasushi Hirano, mit seiner balsamischen und großen Bassstimme, sang das Confutatis maledictis äußerst eindrucksvoll. Auch  Wookyung Kim, der bereits international sehr erfolgreich ist und an den bedeutendsten Theatern bis zur Met auftritt, hinterließ mit seinem starken, wohlklingenden, eher baritonalen Tenor einen sehr guten Eindruck. Besonders das Hostias  sang er mit einem wunderbaren Piano.

Elena Zhidkova, die in Bayreuth als Venus Triumphe gefeiert hatte, hat eine ganz außergewöhnlich schöne und große Altstimme. Und auch Emily Magee ließ im Sopranpart kaum etwas zu wünschen übrig.

Der von Johannes Prinz studierte Wiener Singverein brachte nach den bejubelten Konzerten des Requiems unter Riccardo Muti, auch diesmal eine Leistung von Weltformat. Man merkt, dass  hier nicht nur hervorragende Künstler, sondern auch Menschen, die mit dem Herzen dabei sind, musizieren.

Christoph Karner

 

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