Wien/ Musiktheater an der Wien
20.5.26 „Ariodante“ MusikTheater an der Wien, konzertante Doppelhochzeit

Schottische Doppelhochzeit im Theater an der Wien: Ariodante und Ginevra, Lurcanio und Dalinda haben sich gefunden und die Intrige des Polinesso ist gescheitert. Im Haus an der Linken Wienzeile erfreute Georg Friedrich Händels „Ariodante“ in einer konzertanten Aufführung das zahlreich erschienene Publikum.
Händels schottisches Mittelalter ist in Wien zuletzt szenisch (!) 2018 an der Staatsoper zu Gast gewesen. Doch die Versuche der Direktion Meyer, auch ein bisschen Barockoper ins Haus am Ring zu bringen, sind letztlich doch überschaubar geblieben, obwohl mit der „Alcina“ im Jahr 2010 ein großer Premierenerfolg gelungen ist. „Ariodante“ hat daran nicht anschließen können. Eine szenische Produktion der Oper im Theater an der Wien liegt schon länger zurück: Im Jahr 2008 als Koproduktion mit dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées.
Ein bisschen hatte das Theater an der Wien auch Pech mit seinen „Ariodanten“. Zweimal hätte Joyce DiDonato die Titelpartie in einer konzertanten Aufführung verkörpern sollen (2012 und 2017) und zweimal hat sie absagen müssen. Und dieses Mal schlug das „Gesetz der Serie“ wieder zu: Ariodante Magdalena Kožená hat kurzfristig wegen Erkrankung absagen müssen und wieder musste sich das Theater an der Wien auf die Suche nach Ersatz machen: fündig wurde man in Frankreich bei der jungen Mezzosopranistin Adèle Charvet. Und es war dann auch Charvet, die einer zuerst noch etwas uninspiriert wirkenden Aufführung mit Ariodantes erster Bravourarie „Con l’ali di costanza“ gleich den befreienden „Adrenalinschub“ verpasste.
http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/aariod5.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at

