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WIEN/ Minoritenkirche: Klassische Musik im gotischen Kirchenschiff

30.05.2026 | Konzert/Liederabende

Wien / Minoritenkirche: Klassische Musik im gotischen Kirchenschiff (29.5.2026)

nizer
Foto: Nizar Meta Klangkultur Entertainment GmbH

Anno dazumal: Beliebt sind sie gewesen, diese sonntäglichen Gottesdienste in den Wiener Kirchen mit der musikalischen Begleitung einer der beeindruckenden Messkompositionen eines Schubert, Haydn, Mozart. Das ist vorbei. Eine andere, eine veränderte Wiener Gesellschaft ist nun gegeben, in der das Chorleben wie auch das Musizieren zu Hause extrem reduziert ist. Doch die historischen Kirchen der Stadt werden von den vielen nach Wien gekommenen Musikern fest belegt. Nun zumeist in von externen Veranstaltern organisierten abendlichen Kirchenkonzerten mit klassischer Musik. Verhilft den jeweiligen Geistlichen zu etwas Geld, und ein Trompetenkonzert oder ein Schubert-Quartett in diesen hehren Gottesräumen – das vermag den Interpreten wie den Besuchenden ein erhebendes Gefühl zu geben.

Peterskirche, Karlskirche, Universitätskirche, St. Anna …. und, und überall in dieser überwiegend barocken Welt werden Konzerttickets verkauft. Und auch das hohe gotische Kirchenschiff der Minoritenkirche verträgt die exzellente Brillanz der Wiener Klassepianistin Natalia Rehling. „Zwischen Fantasie und Variation“ hat es an ihrem Abend gemeinsam mit dem Varga Quartett Wien geheissen. Kultiviert wie in einem Konzertsaal. Perlender Klavierklang für Mozarts d-Moll Fantasie und die Klavier-Streichquartettfassung von Frédéric Chopins fantasievollen Variationen über das händchenreichende „La ci darem la mano“ des Don Giovanni. Und wenn Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ vom Streichquartett sensibel mit zartem hellen Ton vorgetragen wird, gleichsam wie aus der Ferne erklingend … das ehrwürdige Gotteshaus ist schon ein richtiger Platz.     

Meinhard Rüdenauer

 

 

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