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WIEN/Marx-Halle: DIE LEGENDE DER TITANIC Immersive Schau. Die Legende der Titanic erzeugt Gänsehaut!

06.11.2025 | Ausstellungen

WIEN/Marx-Halle: DIE LEGENDE DER TITANIC 

Immersive Schau

1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 19, 1. Oktober bis Jänner 2026

https://titanic-immersiv.com/wien/

Besuch am 05.11.2025

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https://titanic-immersiv.com/wien/

Die Facts

Die RMS Titanic war ein britischer Passagierdampfer der White Star Line und bei ihrer Indienststellung am 2. April 1912 – neben ihrem Schwesterschiff Olympic – das größte Schiff der Welt. Sie wurde für den Einsatz im Transatlantik-Liniendienst zwischen Southampton und New York entworfen und startete am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt. In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 stieß sie im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen. Aufgrund der dabei entstandenen Schäden versank sie zwei Stunden und vierzig Minuten später. Von den über 2.220 an Bord befindlichen Menschen kamen 1.514 Personen ums Leben, weshalb der Untergang zu den größten Unglücken der Seefahrt zählt. (Wikipedia, 07.11.2025)

Die Aufbereitung

Die Ausstellung „Die Legende der Titanic“ in der Marx-Halle in Wien bietet Sammelstücke, Schautafeln, ein 360-Grad-Erlebnis, Virtual Reality und – als Höhepunkt – das Metaverse (mit Zusatzticket; für Menschen, die leicht schwindlig werden, leider nicht zu empfehlen). Mit der Brille wandelt man durch einen Raum, virtuell quer durch die Titanic. So authentisch wie möglich erlebt der Besucher die Situation an Deck, die Liegestühle, die große Treppe, die Einrichtung, den Kapitän, aber auch die Maschinenräume und Kabinen – bis hin zur Konversation einer Lady mit ihrer Zofe über die passende Ballgarderobe. Interessante Schaustücke wie Kostüme, Servierteller oder Butterdosen beleben die Texte an den Wänden. Ein Raum ist den Musikern auf der Titanic gewidmet. Sie haben heldenhaft bis zuletzt gespielt, um Panik und Horror abzumildern.

Die Geschichte der Titanic und ihrer Passagiere faszinierte die Menschen seit dem Untergang des Dampfers nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg in der Nacht auf den 15. April 1912. Es macht die Schau sympathisch, dass sie sich nicht nur auf die Passagiere der 1. Klasse konzentriert, sondern auch die Situation der Passagiere der 2. und 3. Klasse beleuchtet. Das günstigste Ticket für die 1. Klasse kostete nach heutigem Wert rund 12.000 Euro, für eine winzige Kabine in der 3. Klasse musste man bis zu 700 Euro zahlen.

Auf einer Tafel zur Person von Kapitän Edward J. Smith findet sich folgender Satz:
„Überfordert von der Flut an Telegrammen der Passagiere verpassten die Funker des Schiffes eine Eisbergwarnung der Mesaba und unterbrachen eine Übertragung der nahegelegenen California.“
Die Kollision mit dem Eisberg war die Ursache der großen Katastrophe, doch das Ausmaß des Unglücks war dem Zusammentreffen vieler widriger Umstände geschuldet – etwa schlechter Sicht, dem Fehlen von Fernrohren, dem Übersehen von Warnungen und der zu geringen Anzahl an Rettungsbooten.

In der Marx-Halle waren schon einige immersive Ausstellungen zu erleben, z. B. über Claude Monet, Vincent van Gogh, Frida Kahlo oder Die letzten Tage von Pompeji. Die Legende der Titanic erzeugt Gänsehaut!

Belfast, wo die Titanic gebaut wurde, hat deren Werbewirkung längst erkannt und ein riesiges Titanic-Museum errichtet. Die Ausstellung in der Marx-Halle ist im Vergleich zwar bescheidener, aber sehr beeindruckend. Bis Jänner 2026 besteht noch die Chance, die immersive Ausstellung über den Untergang der Titanic in Wien zu besuchen. Das Interesse ist groß. Der Veranstalter empfiehlt, ca. 90 Minuten für den Besuch der Ausstellung einzuplanen. Die Rezensentin rät jedoch, sich mehr Zeit für das Erleben des „Untergangs der Titanic“ zu nehmen. Nutzen Sie – nach Möglichkeit – einen Vormittag an einem Werktag für Ihren Besuch.

Elisabeth Dietrich-Schulz

 

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