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WIEN/ Konzerthaus: Richtig … „Gemeinsam in der Musik“! Freundschaftskonzert Kroatien und Österreich

25.11.2022 | Konzert/Liederabende

Wiener Konzerthaus: Richtig … „Gemeinsam in der Musik“! (24.11.22)

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Kroatiens Jungmusikergarde im Wiener Konzerthaus. Credit: Zoran Cindric TV Wien

Ein Festkonzert, ein Freundschaftskonzert im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses. Mit den Fahnen von Kroatien und Österreich. Und der EU. Kroatien feiert als Republik 30 Jahre diplomatische Beziehungen zu Österreich. Daniel Gluncic, Kroatiens Botschafter in Wien, weiss schon genau, dass mit Musikern aus Kroatien, hier studierenden wie engagierten, schon sehr gut gute Musik zu machen ist. Unterstützt solche Ambitionen. Und somit war das Motto des Abends ‚Gemeinsam in der Musik‘ richtig gewählt.

Das ‚Ton der Jugend Symphonieorchester‘ unter dem jungen Dirigier-Absolventen der Musikuniversität Andrej Vesel ist angetreten. Und dazu das feine Wiener Ensemble WISE der vielseitigen Violinvirtuosin Andrea Nikolic. Und doch – am voll besetzten Podium des Mozartsaales sind jugendliche Musizierende auch aus so manch anderen Nationen zu hören gewesen. Mit sehr seelenvoller Musik, einer spätromantischen, noch in der Monarchie verhafteten: Blagoje Bersa („Idylle“) und Dora Pejacevic („Phantasie concertante“) komponierten im Aufbruch des 20. Jahrhunderts – symphonische Schöpfungen, reich an empfindsamen Ausdrucksqualitäten.

Recht munter ist es nach der Pause weiter gegangen. Margareta Ferek-Petric hat für Andrea Nikolic und Oboistin Ivana Nikolic eine „Fanfare (or not)“ als Uraufführung beigesteuert – da dürfen schon der Reihe nach die Spieleffekte der Moderne ausgepackt werden. Dazu noch die „Straussiana“ von Erich Wolfgang Korngold sowie eine Suite aus diversen Filmmusiken. Und als feines Bonbon Robert Stolz‘ verführerisches „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“, von Josipa Bainac so richtig unwiderstehlich vorgetragen. Somit gemeinsam in Wien, früher die Stadt von Schubert und der Strauß-Familie, heute die Stadt vieler herbei gereister junger Musikanten …. gemeinsam mit Musik.  

      Meinhard Rüdenauer

 

 

 

 

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