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WIEN/ Konzerthaus/ Großer Saal: GUSTAV MAHLER SYMPHONIE Nr. 8

12.05.2019 | Konzert/Liederabende

Wiener Konzerthaus, Großer Saal: Gustav Mahler, 8. Symphonie, 11. Mai 2019

Nachdem der letzte Ton dieses gewaltigen Werkes verklang,  blieben die Arme von Maestro Franz Welser- Möst erhoben und der ganze Saal war vollkommen still, erfüllt von einer geradezu unwirklichen, elektrischen Spannung.

Alle waren sich bewusst, gerade Zeuge einer außergewöhnlichen Aufführung, die viele der bedeutendsten Wiener Künstler versammelt hatte, geworden zu sein. Danach brach stürmischer, sehr lang anhaltender Applaus im ausverkauften großen Konzerthaussaal aus.

Wie sollte man diese 8. Symphonie Gustav Mahlers beschreiben, wo der Meister doch selbst an Willem Mengelberg schrieb, das Werk sei sein bisher größtes und so eigenartig in Inhalt und Form, daß sich darüber gar nicht schreiben ließe. „Denken Sie sich, daß das Universum zu tönen und zu klingen beginnt.

Und Welser-Möst sagte: „ Es geht in diesem Stück um einen großen spirituellen Kontext. Es geht um Gnade, es geht um Liebe und es geht um Erleuchtung“

Dieses Werk vereint Höhepunkte der europäischen Kultur mit „Veni, creator spiritus“ (Komm, Schöpfer Geist) und der Schlussszene aus Goethes Faust.

Vereint sangen die ausgezeichneten Sänger des Wiener Singvereins, der Wiener Singakademie und der Wiener Sängerknaben.

Es erübrigt sich fast zu schreiben, dass sie alle perfekt studiert waren; jeder, darunter viele bekannte Gesichter, war mit Leib und Seele dabei.

Die Leistung von Johannes Prinz, Heinz Ferlesch und Jimmy Chiang, die diese Chöre formten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Und natürlich die Wiener Philharmoniker in Riesenbesetzung : man müsste zum Poeten werden, um alles Erlebte und Gehörte und Gesehene zu beschreiben.

Bei dieser Aufführung gab es keine Einzelstars, alles war eine Einheit, das kollektive Erklimmen eines Achtausenders im Himalaya.(abgewandeltes Zitat von Welser-Möst).

Aber natürlich muss man das ganz hervorragende Solistenensemble mit Erin Wall, Sopran, Emily Magee, Sopran, Regula Mühlemann, Sopran, 
Wiebke Lehmkuhl, Alt, Jennifer Johnston, Alt, Giorgio Berrugi, Tenor,  Peter Mattei, Bariton und Georg Zeppenfeld, Bass erwähnen.

Christoph Karner

 

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