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WIEN/ Kammeroper: „Lady Magnesia“, „Zweimal Alexander“, TaW in der Kammeroper. Zwei Einakter für Raritätensammler

02.06.2026 | Oper in Österreich

2.6.26 „Lady Magnesia“, „Zweimal Alexander“, TaW in der Kammeroper

kamz
Copyright: Kammeroper 

Zwei Einakter für Raritätensammler“ Nichts scheint Ehemänner mehr zu beunruhigen, als eine mögliche Untreue der Gemahlin. Diesen Eindruck vermitteln zumindest zwei Einakter, mit denen das MusikTheater an der Wien seine Präsenz in der Wiener Kammeroper für erste beendet.

Soll das wirklich die letzte Premiere in der Kammeroper gewesen sein? Seit 1961 wird am Fleischmarkt, einem ehemaligen Tanzsaal, Oper gespielt. Die Geschichte der Kammeroper ist eng mit dem Namen Hans Gabor verknüpft, der die kleine Oper im Herzen Wiens über Jahrzehnte bis zu seinem Ableben im Jahr 1994 geleitet hat. Nachdem mit Ende der Spielzeit 2010/11 der Betrieb aus finanziellen Gründen eingestellt werden musste, wurde das Haus in Folge vom Theater an der Wien übernommen. Aus Einsparungsgründen ist jetzt damit Schluss, zumindest in der kommenden Saison sind seitens des TaW keine Produktionen geplant. Wie es weitergehen wird? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Zurück zu den beiden Einaktern, mit denen in der Kammeroper das Wiener Publikum zwei Raritäten kennenlernen konnte. Beide Opern basieren auf „Gelegenheitstexten“: Mieczyslaw Weinberg hat eine angeblich vorwiegend während Zugfahrten aus dem Ärmel geschüttelte „Satire“ von George Bernhard Shaw als Vorlage genommen („Passion, Poison and Petrification“), Bohuslav Martinu wollte die Weltausstellung in Paris 1937 kompositorisch bereichern. Während sich Weinberg das Libretto nach der russischen Übersetzung von Vera Stanewitsch selbst eingerichtet hat, hat Martinu ein zum gegebenen Anlass verfertigtes Libretto von André Wurmser vertont.

http://www.operinwien.at/werkverz/weinberg/amagnes.htm

Dominik Troger/ www.operinwien.at

 

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