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WIEN/ ImpulsTanz im Burgtheater: Natur erlebt mit Tanztheater-Manierismen

17.07.2026 | Ballett/Performance

Burgtheater / ImpulsTanz: Natur erlebt mit Tanztheater-Manierismen (16.7.2026)

Auch in der Hitze: Die vielen Public Moves an Plätzen wie dem Museums Quartier, dem Schwarzenberg Platz bis in die wasserarme Seestadt werden besucht, machen Spass. Gut angenommen werden auch die wechselnden kurzen ImpulsTanz-Gastspiele -– zwei, drei Tage, die Programme überwiegend nur von der Dauer ca. einer Stunde – mit Aufführungen in den diversen Wiener Theatern. Die 1983 von der 23jährigen Anne Teresa de Keersmaeker gegründete belgische Kompanie Rosas ist eine der von ImpulsTanz Immer wieder eingeladenen Ensembles. Verschnörkelt hat es heuer „Il Cimento dell’Armonia e del’Inventione“ im Burgtheater geheissen. Reduziert auf vier Männer, nicht die Jüngsten, welche der aktuellen Tanzmode folgend zumeist im Gleichklang und mit ausgebreiteten Armen schreitend oder tänzelnd sich immer wieder ähnlichen Bewegungsritualen hingeben oder leicht pathetisch posieren. Dies kann dynamisch wirken – oder durch die vielen Repetitionen auch ermüden. 

So klar verständlich ist dieses auf Tanzpoesie zielende Spiel mit der sich unermüdlich wiederholenden Gestensprache nicht. Doch vorgegeben ist das Thema: Die französische Geigerin Amandine Beyer und ihr Barockensemble Gli Incogniti spielen dazu, immer wieder länger unterbrochen, Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeit“ mit feinster Noblesse auf. Die gewünschte Aussage ist somit: Der Mensch betrachtet die Natur, reflektiert sie, versucht in sie einzudringen. Mit all den Manierismen des derzeitigen Tanztheaters vorgeführt.     

Meinhard Rüdenauer

 

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