„DAS Margareten“: Performance und Kommunikation auf neuer Spielstätte! (28.2.2026
Und noch eine neue Spielstätte in Wien bittet ihr spezielles Publikum zu Besuch und zur Mitgestaltung. Hinab in den Keller. Die Probebühne des Volkstheaters hat sich zuletzt hier im früheren stadtbekannten Sozialbau ‚Eisenbahnerheim‘, Margaretenstraße 166, direkt am Margaretener Gürtel, befunden. Das erwartete spezielle Publikum: Aufgeschlossene, nicht nur jüngere, für offene Kommunikation und Tanz & Tanz & Tanz … heute so etwas wie Performance. „DAS Margareten“ heißt es nun hier, und der Zusatz „Raum für lebendiges Theater“ lässt hoffen, dass sich unter Leitung der hingebungsvollen Initiatorin Nadja Puttner auch ein pulsierender Kulturplatz entwickeln wird.
„Metamorphosis“ hat es am Eröffnungsabend geheissen. Ganz lässig und hemdsärmelig. Noch nicht auf Perfektion ausgerichtet. Von eintönigem Elektrosound zur Einstimmung über das „Resumé“-Solo der Hausherrin Puttner und queeren Spaß und Nummern wie „Not Cool but(t) a Nice Bitch“ oder
„Unspoken / Brave Frogs“ – ja, man spricht hier Englisch, schämt sich offensichtlich des Dialektes so am Gürtel. Jede der Piecen ist auf eine ausdrucksstarke Körpersprache ausgerichtet. Als Schlussnummer hat sich die gerade freiwillig aus dem Opernballett ausgeschiedene Solotänzerin Rebecca Horner, eine der allerletzten Wienerinnen im hundertköpfigen Staatsballett, mit „Aulis“ und einer extrem düster-expressiven Prophetin Kassandra präsentiert. Gut aufgenommen wurden die Programmpunkte. Jetzt aber, für die Zukunft: Nadja Puttner und ihre Kollegin Jasmin Avissar rufen eindringlich zu Kommunikation und Mitgestaltung auf: „DAS Margareten soll ein Ort sein, an dem Menschen aneinander auf Augenhöhe begegnen, voneinander lernen und gemeinsam gestalten. Ein Ort, an dem Theater wieder das wird was es im Keim ist: Ein zutiefst menschlicher Raum des Miteinanders.“
Info: office@dasmargareten.at / www.dasmargareten.at
Meinhard Rüdenauer

