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WIEN/ Ehrbar-Saal: Konzert der Harmonia Classica, am 27. Juni  2026

29.06.2026 | Konzert/Liederabende

Konzertkritik 205. Konzert der Harmonia Classica, am 27. Juni  2026, Ehrbar Saal, Mühlgasse 30, Wien 4

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Foto: Harmonia Classica)

Schöne neue Musik in einem wunderschönen Jugendstil-Ambiente, nämlich im Ehrbar Saal, war auch diesmal wieder der Garant für ein ganz besonderes Konzerterlebnis. Es spielte das KünstlerOrchesterWien, von Herrn Prof. Werner Hackl zusammengestellt, das unter der hervorragenden Leitung von Alexander Blechinger hingebungsvoll und ausgezeichnet musizierte.

Den Beginn setzte eines der fünf erhellenden und positiv stimmenden Glaubenslieder nach Texten von Johann Kriegler, vertont von Alexander Blechinger, hervorragend gesungen vom Harmonia Classica Solistenchor (Yuko Mitani, Eva-Maria Blechinger, Rita-Lucia Schneider, Thomas Markus, Martin Ganthaler). Es folgte das interessante, jazzig beschwingte Gitarrenkonzert von Franz Novak, fantastisch gespielt von Andrej Bojovic. Die sich brilliant aufbäumende Orchesterarie „Kathedrale“ nach einem Text von Brigitte Pixner wurde von Yuko Mitani sehr ausdrucksstark gesungen. Den Abschluss des 1. Teiles bildete der 1. Satz des fulminanten und romantisch wuchtigen Konzerts für Klavier und Orchester von Christian Klöckl, mit dem Komponisten selbst am Klavier. Weiters hörten wir die zart bis voll orchestral erblühenden Wiegenlieder „Berceuse“ und „Asmund’s Lullaby“ von der norwegischen Komponistin Helena Maria Falk, die auch die Solovioline spielte. Vom norwegischen Komponisten Magnus Gautestad wurde das Werk „22nd Century Blind deaf beast“, eine überraschende Zukunftsvision des Kampfes gegen das rein Maschinelle aufgeführt, an der E-Gitarre der Komponist selbst, gesungen von Yuko Mitani, Rita-Lucia Schneider, Thomas Markus und Martin Ganthaler. Außerdem konnte man von Norbert Hoffmann „Violac“ hören, in Ton gesetzte vulkanische Ausbrüche und das Erblühen des Violac Veilchens. Von Alexander Blechinger erklang noch „Wagen an Wagen“, die vertiefende Illustration der Flucht der Ostpreußen aus der Heimat, sehr pointiert gesungen von Martin Ganthaler und „Es war ein Land“, eine kunstvoll detaillierte Schilderung der Schönheiten von Ostpreußen, mitreißend gesungen von Yuko Mitani und Thomas Markus, beide Orchesterlieder nach Texten von Agnes Miegel. 

Ein Konzert mit Festcharakter! Wunderschönes Ambiente, ein ausgezeichnetes Ensemble, lebendige schöne neue Musik! Die anwesenden Komponisten wurden mit gebührendem reichen Beifall belohnt. Musik der Gegenwart in einem Konzert der Harmonia Classica: ein wahrer Genuss!                                                                 

Maria Kaufmann

 

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