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WIEN/’Das Vindobona‘: Caspar Richters X-mas-Elegie

26.11.2022 | Operette/Musical

Das Vindobona‘: Caspar Richters X-mas-Elegie (25.11.22)

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Caspar Richter und seine Musical-Schäfchen-. Photo: Das Vindobona

Bereits jetzt schon, ganz am Beginn des Advents, eine weihnachtliche musikalische Einstimmung? Hand in Hand mit der in Wien grell eingesetzten X-mas-Shopping-Werbung, nicht zu früh? Nicht für Dirigent Caspar Richter. Beinahe ein ganzes Vierteljahrhundert lang ist er der Musical-Chefdirigent der Vereinigten Bühnen Wien gewesen. Und zuvor Dirigent an der Wiener Staatsoper (eines seiner Lieblingsdirigate: Alban Bergs „Wozzeck“), an der Volksoper, an der Deutschen Oper Berlin. Und im kirchlichen Elternhaus ist er mit einer Bibliothek voll edler Weihnachtsmusik aufgewachsen: Ja, auch die ‚Vindobona‘-Showbühne in der Brigittenau sollte jetzt schon sein „It‘s beginning to look like Christmas“ vertragen können.

Mit kleinem Ensemble und den altvertrauten SängerInnen Carin Filipcic, Lisa Antoni, André Bauer ist er hier eingezogen. „Somewhere in my memory“ ist Caspar Richters Programm betitelt, John Williams Filmsong gibt eine vielleicht auch etwas elegische Richtung vor. Klar: english-lastig, perfekt von der Mini-Company beherrscht. Auch von belesenem Geist getragen. Und so tauchen zwischen „We need a little Christmas“ von Jerry Herman oder „When Christmas comes to town“ Johann Sebastian Bach und Claude Debussy auf, und zum Anhören wird Tanzmusik des Michael Praetorius aus der Renaissance aufgespielt. Ja, kultiviertes Besinnen … so wie in our memory.

Meinhard Rüdenauer

 

 

 

 

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