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W(EN/ Grand Hotel Kärntnerring: „200 JAHRE MUSIK VON LANNER UND STRAUSS“ – Festkonzert der „Johann Strauss-Gesellschaft Wien“

10.11.2025 | Konzert/Liederabende

8.11.2025- Johann Strauss-Gesellschaft Wien- „200 Jahre Musik von Lanner und Strauss“ Festkonzert im Grand Hotel, Kärntnerring 9, 1010 Wien

„200 JAHRE MUSIK VON LANNER UND STRAUSS“

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Copyright: Johann Strauss-Gesellschaft Wien

Im noblen Wiener Grand Hotel im ersten Wiener Gemeindebezirk, in dem einst Johann Strauss (Sohn) sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte, war ein fulminantes Festkonzert der Johann Strauss-Gesellschaft Wien mit dem Titel „200 Jahre Musik von Lanner und Strauss“ eindrucksvoll zu erleben.

 Prof. Mag. Peter Widholz, Präsident der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, zeichnete für die Programmgestaltung, den Gesang und die Moderation dieses umjubelten Festkonzerts verantwortlich. Tatkräftig unterstützt von den Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien, Regine Koch (1.Violine), Gertraud Ströbinger (2.Violine), Nikola Zaric (Akkordeon) und Wolfgang Gerstberger (Kontragitarre).

In Anwesenheit hochkarätiger Honoratioren wie Prof. Werner Resel, Vizepräsident der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, Cellist und Vorstand der Wiener Philharmoniker von 1987-1997, mit Ehefrau Ingrid Resel, Univ.-Prof. Rainer Küchl, Generalsekretär der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, ehemaliger Erster Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Staatsopernorchesters, emeritierter Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Leiter des Küchl-Quartetts und des Wiener Ring-Ensembles, mit Ehefrau Machiko Küchl, Komm.-Rat Christian Gerzabek, Kassierstellvertreter der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, Bezirksvorsteherin-Stellvertreter des 13.Wiener Gemeindebezirks… begann Prof. Mag. Peter Widholz seine überaus fachkundige, kompetente, musikwissenschaftliche und mitreißende Moderation, in der er betonte, dass es auch Aufgabe der Johann Strauss-Gesellschaft Wien ist, das kompositorische Umfeld von Johann Strauss zu pflegen.

So war der erste Teil des Konzerts den Komponisten Joseph Lanner (1801-1843) und Johann Strauss Vater (1804-1849) gewidmet. Zwei befreundete Komponisten, die entscheidend zur Pflege und Verbreitung des Wiener Walzers beitrugen. Joseph Lanner gilt als Vater des Walzers und Johann Strauss Vater, der viele Reisen nach Frankreich und England unternahm, machte den Walzer weltberühmt. Von diesen beiden Komponisten wurde der Walzer von der Gebrauchsmusik zur Kunstform erhoben, wie Widholz hervorhob. Meisterhaft präsentierten die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Joseph Lanners „Jagdgalopp“, op. 82 sowie „Die Schönbrunner“, Walzer, op. 200. In stimmlicher, tenoraler Bestform mit überragendem Vortrag und exemplarischer Souveränität und Präsenz begeisterte Peter Widholz mit dem Auftrittslied des Adolph aus „Der Preis einer Lebensstunde“ von Joseph Lanner. Hingebungsvoll begleitet von den JSG Konzertschrammeln Wien, die anschließend mit der hinreißenden „Hans Jörgel-Polka“, op. 194 beeindruckten. In seiner erneut überaus fundierten, informativen und detaillierten Moderation, stets auch gewürzt mit wohldosierten, gekonnt präsentierten, anekdotischen „Schmankerln“ schuf Peter Widholz die Überleitung zu den Kompositionen von Johann Strauss Vater. Widholz erklärte in den Moderationen jeweils genau die musikalische Zusammensetzung der einzelnen Werke, um dem Publikum ein detaillierteres sowie profunderes Hörerlebnis gewährleisten zu können. Mit dem „Loreley-Rhein-Klänge“, Walzer, op. 154 tauchten die JSG Konzertschrammeln Wien sogleich mitreißend und homogen in die Kompositionen von Johann Strauss Vater ein. Sensationell präsentierte Peter Widholz das Auftrittslied des Freymüller aus „Die tolle Therese“. Mit perfekt sitzenden, grandiosen Spitzentönen, durchschlagskräftiger, stimmlicher sowie persönlichkeitsstarker Präsenz riss Widholz das Publikum zu wohlverdienten Beifallsstürmen hin. Die JSG Konzertschrammeln Wien beendeten imponierend mit dem mitreißenden „Wilhelm Tell-Galopp“, op. 29 den ersten Teil des Festkonzerts.

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Copyright: Johann Strauss-Gesellschaft Wien

Ausschließlich den Werken von Johann Strauss Sohn (1825-1899) war der zweite Teil dieses grandiosen Festkonzerts gewidmet.
Phänomenal eröffnete Peter Widholz mit der Arie „Schöne, wilde Jugendzeit“ aus „Die Göttin der Vernunft“. Seine überragende stimmliche sowie hochmusikalische Intensität gepaart mit hochkarätigem, künstlerischem Potential war von hinreißender Faszination. In seiner anschließenden Moderation erzählte Widholz, dass Johann Strauss Sohn erst nach dem Tod seines Vaters, der seinen Weg zu Lebzeiten vehement blockierte, zu künstlerischem Ruhm gelangte und sein unaufhörlicher Aufstieg zum unumstrittenen Walzerkönig, zum Weltstar, gewährleistet war. Auch die finanzielle Not hatte mit dem Tod des Vaters ein jähes Ende genommen. Die JSG Konzertschrammeln Wien stellten mit dem „Sinngedichte“, Walzer, op.1 ihre hochkarätige, musikalische Meisterschaft unter Beweis. In dem „Ahnencouplet“ aus „Jakuba“ zeigte Peter Widholz seine köstliche humorvolle Seite, die gekonnte, wohldosierte humoreske Attitüde sowie sein enormes schauspielerisches Können, in Verbindung mit meisterhaftem, tenoralem Glanz sowie Durchschlags- und Ausdruckskraft. Nach der Moderation von Peter Widholz, in der er die folgenden Werke detailliert musikalisch erklärte, ertönten, schwungvoll und hochmusikalisch interpretiert von den JSG Konzertschrammeln Wien, die „Alexander-Quadrille“, op. 33 sowie die „Annenpolka“, op. 117. Im anschließenden „Trüffelcouplet“ aus „Das Spitzentuch der Königin“ bewies Peter Widholz erneut sein überragendes, künstlerisches Können, seine stimmliche Souveränität und seine unumstrittene Starqualität. Der berühmte „Kaiserwalzer“, op. 437 überaus authentisch und werkgetreu dargebracht von den JSG Konzertschrammeln Wien, beendete eindrucksvoll den offiziellen Teil dieses phänomenalen Festkonzerts.

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Copyright: Johann Strauss-Gesellschaft Wien

Wohlverdiente stehende Ovationen und Beifallsstürme führten zu einer Zugabe von Peter Widholz. Er brillierte mit dem „Entrée-Couplet“ des Barinkay „Als flotter Geist“ aus dem „Zigeunerbaron“, sodaß ihm das Publikum erneut zu Füßen lag und ihn, zu Recht, mit frenetischem Beifall und stehenden Ovationen feierte.
Den Schlußpunkt setzten die Johann Strauss JSG Konzertschrammeln Wien mit dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss Vater, bei dem das Publikum eifrig mitklatschte.

Ein sensationelles Festkonzert auf höchstem Niveau der Johann Strauss-Gesellschaft Wien, das in allerbester Erinnerung bleiben wird!

Marisa Altmann-Althausen

 

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