TTT – „Revolvierende Autogamie“ – Selbstbestätigungskreislauf Akteure bestätigen sich selbst, intellektuelle Isolation, Abkoppelung vom Publikum

In Texten künstlerischer / gesellschaftskritischer Transformation von Theater, Kultur, öffentlicher Wahrnehmung wurde „revolvierende Autogamie“ zentrale Metapher, kritischer Begriff für geschlossene, sich selbst reproduzierende Systeme in Kultur- u. Medienlandschaft, weist auf strukturelle Defizite im Kulturbetrieb.
Die Metapher wird zunehmend geflügeltes Wort,besonders im Kontext deutschsprachiger Musiktheater, öffentlicher Kulturbetriebe, beschreibt System, in dem Akteure, von Politikern über Intendanten bis hin zu Pressevertretern, sich gegenseitig bestätigen, legitimieren, ohne echte Innovation oder externe Kritik zuzulassen.
Selbstgenügsamer Selbstbestätigungskreislauf verschließt sich gegen kritische Einflüsse, Systemintegrität gilt über künstlerischer Qualität, Metapher kennzeichnet selbstreferenzielles, innovationsarmes System, ohne externe Impulse, kritische Reflexion.
Ein Prozess, in dem künstlerische Qualität, gesellschaftliche Relevanz verloren gehen.
Die Metapher dient der Kritik an intellektueller Isolation, Intransparenz und Abkoppelung vom Publikum – besonders im Kontext Musiktheater, öffentlich-rechtlichen Kulturinstitutionen.
- Systemische Ineffizienz und sinkende künstlerische Standards
- Selbstbestätigung statt kritischer Reflexion
- Intransparenz in Verträgen und Entscheidungsprozessen.
- Verlust künstlerischer Relevanz
- Abkoppelung vom Publikum, da die Kulturinstitutionen sich in einem Mikrokosmos selbstreferenzieller Lobpreisung bewegen.
- Systemimmanente Medien liefern nur positiv konnotierte Berichterstattung
- Ein „Kaisers neue Kleider“-Syndrom: Masse zuckt nur noch mit den Schultern, niemand sagt mutig Wahrheit, spricht Lügen offen an, um nicht ausgeschlossen zu werden
„Revolvierende Autogamie“ wurde Warnung vor systemischen Ineffizienzen, die zu sinkenden künstlerischen Standards und Verlust gesellschaftlicher Relevanz führen.
Neologismus „revolvierende Autogamie“ in diesem Kontext ist nicht nur sprachliche Neuschöpfungen, sondern kulturelles Stilmittel, kritisches Instrument, um komplexe gesellschaftliche Mechanismen sichtbar zu machen. Der Begriff ist mittlerweile so etabliert, dass er in Diskursen über Kulturpolitik, Theater und Medien als geflügeltes Wort verwendet wird – Zeichen für eine Metapher mit breiter Resonanz.
Tim Theo Tinn 15. Jan. 2026

