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TODESFÄLLE. STAND FEBRUAR 2021

25.01.2021 | Todestage

TODESFÄLLE – STAND FEBRUAR 2021

Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

 Aleksandre KHOMERIKI ist am 28.12.2020 verstorben

aleksandre khomeriki

 Geboren am 13. August 1950; Biographie des georgischen Tenors auf Englisch: http://www.opera.ge/State-Opera/Soloists/Tenor/aleqsandre_khomeriki.aspx?lang=en-US

 

Matti Juhani PIIPPONEN ist am 1.1.2021 in Helsinki verstorben

matti juhani piipponen

 Geboren am 26. Februar 1937 in Helsinki; Biographie des finnischen Tenors auf Englisch: https://www.bach-cantatas.com/Bio/Piipponen-Matti-Juhani.htm

 

Tamara SOROKINA ist am 2.1.2021 in Moskau verstorben

tamara sorokina

 Geboren am 19. Mai 1931 in Klintsy (Provinz Brjansk, Russland); schon sehr jung wurde ihre musikalische Begabung entdeckt. Nach Abschluss einer Elementarmusikschule besuchte sie 1948-52 das Konservatorium von Leningrad, gab aber schon während ihrer Ausbildung Konzerte und sang kleine Rollen in Operetten sowie am dortigen Opernhaus die Rolle der Nastja in »Die Familie Taras« von Kabalewskij. 1952-54 war sie Ensemblemitglied der Leningrader Oper. Ihre ersten großen Erfolge hatte die junge Künstlerin dort als Emma in »Chowanschtschina« von Mussorgsky und als Schwanenprinzessin im »Märchen vom Zaren Saltan« von Rimsky-Korssakow. 1955 gewann sie den ersten Preis beim Gesangwettbewerb anlässlich der Weltjugendfestspiele in Warschau. 1954 folgte sie einem Ruf an das Bolschoi Theater Moskau, zu dessen prominentesten Künstlerinnen sie bald zählte. Hier ist sie bis 1982 in insgesamt 39 Opernpartien aufgetreten. Höhepunkte in ihrem lyrisch-dramatischen Repertoire waren die Leonore im »Troubadour«, die Butterfly, die Susanna in »Le nozze di Figaro«, die Tatjana im »Eugen Onegin«, die Titelheldin in »Jolanthe« von Tschaikowsky, die Marguerite im »Faust« von Gounod und die Violetta in »La Traviata«. Gastspiele an den großen Opernbühnen in Ungarn, Polen, Rumänien und in der CSSR; 1971 Preisträgerin beim traditionellen Wettbewerb »Madame Butterfly« in Japan. Auf der Bühne wurde neben der Perfektion ihrer Gesangstechnik und der Klangreinheit ihrer Stimme auch ihre hohe darstellerische Begabung bewundert. 1968 wurde sie zur Verdienten Künstlerin, 1973 zur Volkskünstlerin der UdSSR ernannt.

Schallplatten der Staatlichen Sowjetrussischen Produktion (Melodiya), einiges davon, darunter die vollständigen Opern »Boris Godunow« von Mussorgsky (als Xenia) und »Jolanthe« von Tschaikowsky, auf Ariola-Eurodisc übernommen.

 

Georg SCHMÖHE ist am 3.1.2021 in Mittenwald verstorben

georg schmöhe

 Geboren am 16. Februar 1939 in Gummersbach; er studierte bei Dean Dixon, Antonino Votto, Sergiu Celibidache, Franco Ferrara und Boris Blacher. Er war Kapellmeister an den Opernhäusern in Bern, Essen, Wuppertal, Kiel und Düsseldorf. 1974 wurde er Generalmusikdirektor der Stadt Bielefeld. Als Gastdirigent arbeitet er für zahlreiche führende Orchester. 1980-83 bekleidete er die Position des Chefdirigenten des Orquesta Sinfónica Venezuela in Caracas. 1989-92 band ihn ein Vertrag als musikalischer Oberleiter der Nürnberger Symphoniker, 1992 wurde er als Generalmusikdirektor an das Staatstheater Kassel berufen. Gastdirigate führten ihn unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, das Opernhaus Leipzig oder die Grand Opéra Paris. Vom 1. September 1997 an leitete Georg Schmöhe das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck. Am 2. Juli 2004 dirigierte er seine letzte Opernproduktion in seiner Funktion als Chefdirigent des Tiroler Landestheater Innsbruck im Großen Haus. 2007-13 war Georg Schmöhe Chefdirigent der Münchner Symphoniker. Beerdigt wurde er im Ruhewald bei Schloss Elmau.

 

Galina SAVOVA ist am 4.1.2021 verstorben

galina savova

 Geboren am 20. Mai 1940 in Varna; die bulgarische Künstlerin absolvierte ihre Sängerausbildung zuerst in Varna, dann in Sofia und begann ihre Karriere 1966 mit einem Anfängerengagement an der Nationaloper der bulgarischen Hauptstadt. Sie sang dort bereits Partien aus dem slawischen wie dem italienischen Opernrepertoire, als sie 1971 bei einem Gastspiel der Oper von Sofia an der Pariser Grand Opéra in der Titelpartie von Puccinis »Turandot« eingesetzt wurde und darin einem glänzenden Erfolg erzielen konnte. Diese Rolle blieb seither ein Höhepunkt in ihrem umfassenden Bühnenrepertoire und wurde von ihr an vielen großen Bühnen gesungen. 1972 sang sie erstmals in Westdeutschland, und zwar in Darmstadt. Bereits 1975 debütierte sie als Senta in »Der fliegende Holländer« an der Wiener Staatsoper, an der sie bis 1993 in insgesamt 15 Vorstellungen auch die Leonore im »Troubadour«, die Titelpartien in Puccinis »Tosca«, Ponchiellis »La Gioconda« und Verdis »Aida« sowie die Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano gesungen hat. Sie blieb eng mit dem Opernhaus von Frankfurt a.M. verbunden, wo sie 1982-87 immer wieder in großen Partien zu hören war. Sie gastierte an den Staatsopern von Hamburg und München (1983, 1985), an der Oper von Marseille (1985), am Teatro San Carlos Lissabon (u.a. 1986 als Leonore in Beethovens »Fidelio«), am Gran Teatre del Liceu in Barcelona (1987 in den Titelrollen der Opern »Aida« von Verdi und »Beatrice di Tenda« von Bellini) und blieb dazu weiterhin der Nationaloper von Sofia verbunden. Auch in Italien kam sie zu einer sehr erfolgreichen Karriere. Bei den Festspielen von Verona gastierte sie 1980 und 1988 als Gioconda, 1983 und 1988 als Turandot und 1984 als Aida. Die letztgenannte Rolle übernahm sie auch 1987 bei den Festspielen von Savonlinna. 1988 am Teatro Fenice Venedig wieder als Turandot zu Gast, am Teatro San Carlos Lissabon als Tosca. An der New Yorker Metropolitan Oper sang sie 1979 als Antrittsrolle die Aida; bis 1984 sang sie hier in insgesamt 28 Vorstellungen auch die Tosca, die Santuzza in »Cavalleria rusticana«, die Giorgetta in Puccinis »Il Tabarro«, die Gioconda, die Amelia in Verdis »Un Ballo in maschera« und die Venus im »Tannhäuser«. 1985-86 sang sie in Amsterdam die Santuzza. 1989 Gastspiel am Teatro San Carlos Lissabon als Aida, 1990 an der Covent Garden Oper London und an der Australian Opera Sydney, 1992 an der Oper von Chicago und in Limoges als Turandot, 1993 an der Opéra Bastille Paris als Amelia in Verdis »Un Ballo in maschera«. Neben den bereits genannten Partien wurde sie als Titelfigur in Puccinis »Manon Lescaut«, als Minnie in dessen »La Fanciulla del West«, als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, als Ortrud im »Lohengrin« und in Rollen aus der slawischen Opernliteratur bekannt.

Schallplatten: Balkanton.

 

Elias RAHBANI ist am 4.1.2021 in Beirut (Libanon) an Covid-19 verstorben

elias rahbani

 Geboren am 26. Juni 1938 in Antelias (Libanon); Informationen über den libanesischen Dirigenten und Komponisten auf Englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Elias_Rahbani

 

Arthur LOOSLI ist am 5.1.2021 in Steffisburg (Schweiz) verstorben

Geboren am 23. Februar 1926 in La Chaux-d’Abel (Sonvilier, Schweiz); er studierte 1946-50 Malerei und Kunstgeschichte in Bern, Paris und Florenz und wurde als Radierer und Zeichner weithin bekannt, nicht zuletzt durch internationale Ausstellungen in europäischen Großstädten wie in den USA. Er arbeitete lange Jahre als Kunstpädagoge am Gymnasium von Thun, ließ aber seit 1952 seine Stimme durch Felix Loeffel am Konservatorium von Bern ausbilden. Es schlossen sich weitere Studien bei Mariano Stabile in Venedig (1958) und bei Arne Sunnegaard in Stockholm (1958-59) an. 1959 gewann er den Internationalen Vokalisten-Wettbewerb in s’Hertogenbosch. Er begann 1958 eine große internationale Konzertkarriere, bei der er sich einerseits als Oratoriensolist von hohem Rang, anderseits als begabter Lied-Interpret erwies. Er sang in den Musikmetropolen in der Schweiz, in Rom, Bergamo, Bari, Brescia, in Genua, Lucca, Mantua, Parma, Padua und Ravenna, in Amsterdam, Brüssel, Besançon, in Stuttgart, Mannheim, Nürnberg, in Stockholm und beim Festival von Wroclaw (Breslau). Er beherrschte ein breit gefächertes Repertoire, das mit Kompositionen der Barock-Epoche (J.S. Bach, G.F. Händel) begann und bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten (Othmar Schoeck, Willy Burkhard, A. Honegger, Frank Martin, Benjamin Britten, M. Tippett) reichte. Auf der Bühne ist er nicht aufgetreten, übernahm aber Partien in konzertanten Opernaufführungen.

Schallplatten: HMV (Johannes-Passion von J.S. Bach als Christus, Lieder von O. Schoeck), Akzent (»Winterreise« und »Schwanengesang« von F. Schubert mit eigenhändigen Zeichnungen des Künstlers im beigegebenen Textbuch). Swiss Pan (Messe von Zelenka, Böhmische Pastorellen).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://arthurloosli.ch/

 

Osian ELLIS ist am 5.1.2021 in Pwllheli (Gwynedd, Wales) verstorben

osian ellis

 Geboren am 8. Februar 1928 in Ffynnongroew (Flintshire, Wales); er war der Sohn von Tomos Ellis, einem Pfarrer der Calvinistisch-Methodistischen Kirche in Wales, und dessen Frau, der Harfenistin Jenny Ellis geb. Lewis. Er studierte Harfe an der Royal Academy of Music bei Gwendolen Mason. 1961 wurde er Mitglied des London Symphony Orchestra und spielte dort als Erster Harfenist. Ellis war Gründungsmitglied des Melos Ensembles und gründete zudem das Osian Ellis Harp Ensemble. Im Jahr 1959 wurde er als Nachfolger von Gwendolen Mason Professor für Harfe an der Royal Academy of Music, wo er bis 1989 lehrte. Viele Komponisten schrieben Musik für Ellis, insbesondere Benjamin Britten, mit dem ihn seit 1959 eine stetige berufliche Beziehung verband. In vielen Werken Brittens spielte Ellis die Uraufführung und erste Einspielung. Eine Einspielung von Händels Harfenkonzerten 1959 wurde mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet. 1962 nahm Ellis mit dem Melos Ensemble Maurice Ravels Introduktion und Allegro auf – mit dem Flötisten Richard Adeney, Klarinettist Gervase de Peyer, den Geigern Emanuel Hurwitz und Ivor McMahon, Bratschist Cecil Aronowitz und Cellist Terence Weil. Die Aufnahme wird zu den besten Aufnahmen des Werks gezählt.

 

Biserka CVEJIĆ ist am 7.1.2021 in Belgrad verstorben

biserka cvejic

 Geboren am 5. November 1923 in Krilo-Jesenice bei Dugi Rat (Jugoslawien); als sie ein Jahr alt war, zogen ihre Eltern nach Lüttich. 1946 kam sie nach Jugoslawien zurück, wo sie zuerst als Dolmetscherin arbeitete. Ihre Stimme wurde durch José Riavez entdeckt und ausgebildet. Bereits während des Studiums sprang sie 1950 an der Oper von Belgrad für eine erkrankte Sängerin als Maddalena im »Rigoletto« ein. 1954 erfolgte ihr offizielles Debüt unter dem Namen Biserka Tzveych an der Oper von Belgrad als Charlotte im »Werther« von Massenet. Sie ist auch später noch unter diesem Namen aufgetreten. Mit der Oper von Belgrad gastierte sie bei den Festspielen von Wiesbaden. 1960-78 Mitglied der Wiener Staatsoper (Debüt bereits 1959 als Amneris in »Aida«), an der sie in insgesamt 372 Vorstellungen die Eboli in Verdis »Don Carlo«, die Preziosilla in »La forza del destino«, die Carmen, die Olga in »Eugen Onegin«, eines der Blumenmädchen sowie die Stimme von oben in »Parsifal«, die Roßweiße wie die Fricka und die Waltraute in der »Walküre«, die Emilia in Verdis »Otello«, die Maddalena im »Rigoletto«, die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Hippolyta in B. Brittens »Ein Sommernachtstraum«, die Brangäne in »Tristan und Isolde«, die Azucena im »Troubadour«, die Ottavia in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, die Frau des Matrosen in Milhauds »Der arme Matrose«, die Stimme der Mutter in »Hoffmanns Erzählungen«, die 3. Magd in »Elektra« von R. Strauss, die Marthe im »Faust« von Gounod, die Federica in »Luisa Miller«, die Marcellina in »Le nozze di Figaro«, die Amme in »Boris Godunow«, die Adelaide in »Arabella« und die Herodias in »Salome« von R. Strauss sang. Seit 1961 auch Mitglied der Metropolitan Oper New York (Antrittsrolle ebenfalls Amneris). Dort war sie 1961 und dann 1963-67 im Engagement und sang in 53 Vorstellungen außerdem noch die Principessa di Bouillon in »Adriana Lecouvreur« von Cilea, die Ulrica, die Eboli, die Azucena, die Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, die Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saens und die Laura in »La Gioconda« von Ponchielli. 1962 sang sie bei einem Gesamtgastspiel der Belgrader Oper bei den Festspielen von Edinburgh die Dulcinée in »Don Quichotte« von Massenet und die Kontschakowna in »Fürst Igor« von Borodin. 1962 Gastspiel an der Londoner Covent Garden Oper, 1963 am Teatro Colón von Buenos Aires als Dalila, 1965 dort als Marina im »Boris Godunow« und als Octavian im »Rosenkavalier«, 1967 wieder als Marina, 1968 als Amneris. Sie sang 1977 in Paris zusammen mit Régine Crespin in »Marie-Magdeleine« von Massenet. 1968-69 hörte man sie in der Arena von Verona als Amneris, 1971 als Azucena, 1969 an der Staatsoper von München ebenfalls als Amneris, am Théâtre de la Monnaie Brüssel 1963 als Carmen, am Teatro Regio Turin 1964 als Brangäne, 1969 als Azucena, am Teatro San Carlo Neapel 1963 als Brangäne, 1968-69 und 1971 als Amneris. Bereits 1960 am Opernhaus von Nizza zu Gast, 1961 am Gran Teatre del Liceu in Barcelona als Amneris, 1972 als Charlotte, 1964 am Teatro Massimo Palermo als Amneris, 1967 in Tokio als Eboli. 1970-71 trat sie an der Mailänder Scala als Dalila auf (nachdem sie dort bereist 1961 in einem Konzert gesungen hatte), 1978 an der Oper von Seattle als Marina. – Sie war verheiratet mit dem Arzt und Dozenten Dr. Dusan Cvejić aus Belgrad, der auch als Sänger (Tenor) hervorgetreten ist und mit ihr zusammen 1958 auf dem Weltjugendkongress in Belgrad sang. Sie ging von Wien aus ihrer Karriere nach. 1990 gab sie ihre Karriere auf.

Ihre dunkel timbrierte, schön gebildete Altstimme ist auf Decca (vollständige Opern »Eugen Onegin«, »Pique Dame«, »Fürst Igor«, »Boris Godunow«, »Schneeflöckchen«), auf MGM-Heliodor (»Krieg und Frieden« von Prokofjew), auf Jugoton (Opernarien) und auf Electrola (»Der Zigeunerbaron«) zu hören.

 

Elijah MOSHINSKY ist am 14.1.2021 in London an Covid-19 verstorben

elijah moshinsky

 Seine russisch-jüdischen Eltern waren aus Wladiwostok in die französische Kolonie von Shanghai geflohen, wo er am 8. Jänner 1946 geboren wurde. Als er fünf Jahre alt war, zog die Familie nach Melbourne. Er war Student am Ormond College, wo er 1965 Bühnenbildner einer Bühnenadaption von Kafkas The Trial war. Er absolvierte die University of Melbourne und erhielt 1973 ein Stipendium am St. Antony’s College in Oxford. Während er noch in St. Antony’s war, inszenierte Moshinsky eine Produktion von As You Like It für die Oxford and Cambridge Shakespeare Company. Als Sir John Tooley, der Generaldirektor von Covent Garden, das Stück sah, bot er Moshinsky eine Stelle an der Royal Opera an. 1975 gab Moshinsky sein Operndebüt am Royal Opera House mit einer reduzierten Low-Budget-Produktion von Peter Grimes, die einen enormen populären und kritischen Erfolg erzielte.  Diese Produktion wurde an der Pariser Oper reproduziert und der französischen Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wurde auch an der Mailänder Scala, in Tokio und in Los Angeles präsentiert. Nachfolgende Produktionen bei Covent Garden umfassen Lohengrin, Tannhäuser, The Rake’s Progress, Macbeth, Samson et Dalila, Samson, Die Entführung aus dem Serail, Otello, Attila, Simon Boccanegra und Stiffelio. An der Metropolitan Opera hat er Otello, Samson et Dalila und Samson, Un ballo in maschera, Ariadne auf Naxos, Pique Dame, Die Sache Mekropoulos, Nabucco und Luisa Miller inszeniert. Für die Lyric Opera of Chicago inszenierte er Samson, The Bartered Bride, Nabucco, Lohengrin, Die Piraten von Penzance, Cavalleria rusticana und Pagglicci, Samuel Barbers Antony and Cleopatra. Für die Welsh Opera inszenierte er Berlioz ‚ Béatrice et Bénédict, Cavalleria rusticana. Für die Scottish Opera inszenierte er La Bohème und La Forza del Destino. An der English National Opera inszenierte er 1982 die britische Premiere von Le Grand Macabre sowie Die Meistersinger von Nürnberg und The Bartered Bride. Weitere Engagements waren Wozzeck für das Adelaide Festival, Ein Sommernachtstraum, Boris Godunow, Il trovatore, Der Barbier von Sevilla, Rigoletto, La Traviata, Don Carlo an der Opera Australia, Die sizilianische Vesper in Genf und Benvenuto Cellini beim Maggio Musicale in Florenz. Stiffelio an der Mailänder Scala und in Wien. Am Mariinsky-Theater in St. Petersburg leitete er die Originalfassung von La forza del destino. An der Novaya-Opera in Moskau produzierte er Der Barbier von Sevilla. In jüngerer Zeit inszenierte er Simon Boccanegra mit Plácido Domingo an der Covent Garden Opera, in Los Angeles und am Nationalen Zentrum für darstellende Künste (NCPA) in Peking. Für die Korea National Opera schuf er neue Produktionen von Don Carlo und Romeo et Juliette. 2015 leitete er Giovanna d’Arco für das Buxton Festival. Zu seinen Arbeiten für die Theaterbühne zählen Troilus and Cressida und Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit am Royal National Theatre London im Jahr 1976 und Drei Schwestern und Robert Storey Light Up the Sky (1987), Iwanow und Much Ado About Nothing (1989), Matador (1991), Becket (1991), Cyrano de Bergerac (1992/93) und Richard III. (1999) in New York. Er leitete auch die erste Produktion von Nigel Williams’Adaption von Lord of the Flies für die RSC. Moshinsky hat eine Reihe von Fernsehfilmen gedreht, hauptsächlich Opern, aber auch Theaterstücke, vor allem für die BBC 1980-85; dazu gehören eine Reihe von Shakespeare-Stücken: Ende gut, alles gut, Ein Sommernachtstraum, Cymbeline, Coriolanus und Verlorene Liebesmüh, aber auch Ibsens Gespenster (1986) und Richard Brinsley Sheridans The Rivals (1987). Er führte auch Regie bei einer dreiteiligen Serienversion von Kingsley Amis‘ Roman The Green Man (1990). Er drehte auch zwei Dokumentarfilme für BBC: Mozart in der Türkei und Divas for Arena. Er drehte auch einen Film über Tippets The Midsummer Marriage für Channel 4.

 

Andrew GREENWOOD ist am 16.1.2021 verstorben

andrew greenwood

 Geboren am 21. Juli 1954 in Todmorden (West Yorkshire, UK); Biographie des britischen Dirigenten auf Englisch: https://www.atholestill.com/artist/andrew-greenwood/

 

Marcella REALE ist am 17.1.2021 an Covid-19 verstorben

marcella reale

 Geboren am 17. Juli 1929 in Brooklyn (New York); sie erhielt ihre Ausbildung an der Santa Barbara Music Academy; zu ihren Lehrern gehörten Lotte Lehmann und Armand Tokatyan. Sie bekam ein Fulbright Stipendium und wurde damit Schülerin der Musikhochschule in München. Sie begann ihre Bühnenkarriere mit einem Engagement am Stadttheater von Heidelberg (1957-58) und sang dann am Opernhaus von Essen (1958-59) und am Stadttheater von Krefeld (1959-62). 1961 erfolgte ihr italienisches Debüt an der Oper von Triest. Sie nahm darauf ihren Wohnsitz in Mailand und sang an den führenden Opernhäusern Italiens, namentlich am Teatro Regio Parma und am Teatro San Carlo Neapel. Sie gastierte 1962 am Teatro Comunale Bologna als Donna Elvira im »Don Giovanni«, 1964 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Butterfly und als Manon von Massenet, 1964-65 an der Oper von Athen als Mimì in »La Bohème«, 1965 an der City Opera New York als Traviata und als Butterfly. 1965 sang sie an der Oper von Tel Aviv die Nedda im »Bajazzo«, im gleichen Jahr an der Lyric Opera Philadelphia die Liù in Puccinis »Turandot«, 1967 am Teatro Scoiale Como wieder die Butterfly (ihre Glanzrolle), 1967 auch am Teatro Sociale Mantua die Donna Anna im »Don Giovanni«. 1967 nahm sie an einer Gastspiel-Tournee der Compagnia d’Opera Italiana di Milano in Holland und Frankreich teil, bei der sie als Butterfly auftrat. 1968-69 hörte man sie in Melbourne als Senta in »Der fliegende Holländer«, als Donna Anna, als Elisabeth im »Tannhäuser« und als Minnie in Puccinis »La Fanciulla del West«. 1971 sang sie am Teatro Regio Turin die Nedda und die Tosca. Weitere Gastspiele führten sie an die Oper von Seattle (1970 als Butterfly, 1973 als Manon Lescaut von Puccini, 1974 als Nedda), an das Landestheater von Innsbruck (1971 Minnie, 1975 als Titelheldin in » Katerina Ismailowa « von Schostakowitsch, 1980 als Lisa in »Pique Dame«, 1982 als Nedda und als Giorgetta in Puccinis »Il Tabarro«), an das Opernhaus von Köln (1972 als Minnie), an das Teatro Principal Valencia (1975 als Minnie), an die Covent Garden Oper London (1975 als Butterfly) und an die Oper von Miami (1979 als Butterfly). Man bewunderte auf der Bühne vor allem ihre Gestaltung der Sopranpartien in Puccini-Opern. Daneben war sie eine angesehene Konzertsängerin. 1993-2017 lebte sie Tokio, bevor sie in ihre amerikanische Heimat zurückkehrte.

Schallplatten: HMV, (Lieder von Puccini, Lieder von Mascagni und Leoncavallo, Szenen aus italienischen Operetten), Cetra.

 

Josep Maria MESTRES I QUADRENY ist am 18.1.2021 verstorben

josep maria mestres i quadreny

 Geboren am 4. März 1929 in Manresa; in seiner Kindheit zog seine Familie nach Barcelona. 1942 begann er Solfeig und Klavier bei Leonor Sigg zu studieren. Dieses Studium setzte er später bei Rosa Maria Kucharski fort. 1951 lernte er auf einer Ausstellung der Künstlergruppe Dau al Set die Künstler Joan Ponc, Antoni Tápies und Joan Brossa kennen. Mit diesen drei Künstlern nahm er eine engere Zusammenarbeit auf. Im gleichen Jahr begann er ein Kompositionsstudium bei Cristòfor Taltabull, das er 1957 abschloss. 1955 hatte er bereits ein Chemiestudium abgeschlossen. 1952 trat er dem Cercle Manuel de Falla bei. Hier schloss er Freundschaft mit dem Pianisten und Komponisten Josep Cercós und lernte Joan Mirò kennen. Er führte mit diesen beiden Künstlern gemeinsame Projekte durch. Cercós wie Miró gewannen erheblichen Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang. Die erste öffentliche Aufführung eines noch neoklassisch orientierten Werkes von Mestres i Quadreny fand auf dem Internationalen Jugendmusiktreffen 1953 in Bayreuth statt. 1958 lernte Mestres den Kunstorganisator und Unternehmer Joan Prats i Vallès und 1959 den Komponisten Juan Hidalgo kennen. Diese beiden Persönlichkeiten führten ihn an die zeitgenössische musikalische Avantgarde (Johan Cage, Anton Webern, Edgar Varèse und Robert Gerhard) heran. Mestres überwand damit seinen neoklassischen Frühstil. Er gründete 1960 mit Joan Prats, Juan Hidalgo und Joaquim Homs die offene Komponistengemeinschaft Club Cobalto 49. Deren Ziel war das Schaffen und Verbreiten einer Neuen Musik. Unter diesen künstlerischen Einflüssen entwickelte Mestres i Quadreny ein hoch persönliches Werk. Dazu gehören die Epitafis (1958), die Tríade per a Joan Miró (1961, „Triade für Joan Miró“), das Quartet de catroc (1962) und die Orchesterwerke Antiodes (1964) und Digodal (1964). Diese Orchesterwerke basieren auf dem Spiel mit zufälligen Prozessen und Unordnung in der Musik. 1965 folgte Peça per a serra mecànica („Stück für eine mechanische Säge“). Dieses Werk gilt als die erste elektronische Musikproduktion Kataloniens. 1969 komponierte Mestres i Quadreny erstmals im katalanischen Kulturraum ein Stück (Ibèmia) mittels eines Computerprogrammes. Er ist auch der Autor von Bühnenmusik. Hier arbeitete er vor allem mit Joan Brossa bei der Suite bufa (1966), L’armari en el mar (1978) und der Oper Cap de mirar (1991) zusammen. Später arbeitete er in ähnlicher Weise mit dem Künstler Pere Jaume Borrell zusammen. Er ist auch der Komponist von Soundtracks von Filmen von Pere Portabella No compteu amb els dits (1967, Man zählt nicht mit den Fingern) und Nocturn 29 (1969). Als Organisator zeitgenössischer Musik förderte er zahlreiche Initiativen und Projekte: Er gründete den Conjunt Català de Música Contemporània (1969, Verband für katalanische zeitgenössische Musik), das Laboratori Phonos (1973), die Grup Instrumental Català (1976) und zusammen mit dem Komponisten Carles Santos das Centre Robert Gerhard de l’Auditori de Barcelona (2008, Robert-Gerhard-Zentrum des Auditori de Barcelona). Er veranstaltete zahlreiche Konferenzen und Kurse in Katalonien und im Ausland zur Neuen Musik. Mit seiner wachsenden Anerkennung als Künstler wurde er Mitglied von Kultur- und Musikinstitutionen wie der Fundació Joan Miró (1977, Stiftung Joan Miró), der Associació Catalana de Compositors (Vereinigung katalanischer Komponisten), die er 1977-79 leitete, der Junta Rectora del Consorci de l’Auditori (Leitungsgremium des Auditori de Barcelona) und des Consell Administratiu de l’Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya (Verwaltungsrat des Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya) und der 1982 gegründeten Fundació Phonos, die er als Präsident leitete.

 

Anita TERZIAN-TITUS ist am 20.1.2021 in Forst Hills (New York) an Covid-19 verstorben

anita terzian titus

 Geboren am 12. Oktober 1945 in Teheran; sie war armenischer Abstammung und absolvierte ihr Studium in der Hauptsache an der Juilliard School of Music New York, wo sie Schülerin von Jennie Tourel war. 1971 gewann sie den Internationalen Gesangwettbewerb von München und debütierte 1973 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Rosina im »Barbier von Sevilla« von Rossini. Sie spezialisierte sich vor allem auf die technisch schwierigen Partien für Koloratur-Contralto, neben der Rosina auf die Isabella in »L’Italiana in Algeri« von Rossini, die Sinaide in dessen »Mosè in Egitto«, die Elisetta in »Il matrimonio segreto« von Cimarosa und den Sesto in »La clemenza di Tito« von Mozart. Dazu sang sie die Carmen, die Charlotte im »Werther« von Massenet, die Olga im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, den Prinzen Orlofsky in der »Fledermaus«, die Kontschakowna in »Fürst Igor« von Borodin und viele andere Rollen. Sie war für lange Jahre Mitglied der Opéra du Rhin Straßburg und trat an den Opern von Brüssel und Lüttich und bei den Festspielen von Athen erfolgreich auf. An der Oper von San Francisco debütierte sie 1975 als Pauline in Tschaikowskys »Pique Dame« (zugleich ihr US-Debüt), an der sie im gleichen Jahr auch als Bersi in »Andrea Chénier« von Giordano aufgetreten ist. Gleichzeitige Karriere als Konzertsängerin auf internationalem Niveau.

Schallplatten: DPV (Musetta in »La Bohème« von Leoncavallo), Koch Records (»Alessandro« und »Xerxes« von Händel), RCA-Erato (Siebel im »Faust« von Gounod).

 

Margherita ROBERTI ist am 23.1.2021 in Rancho Mirage (Kalifornien) verstorben

margherita roberti

 Geboren 1925 als Margaret Jean Roberts in Wayne County (Iowa) als Tochter walisisch-italienischer Eltern. Sie begann ihre Ausbildung am Hunter College in New York, studierte dann Musik und Gesang am New York College of Music und an der Mannes School. Zuerst sang sie am Rundfunk in Chicago Arienprogramme und trat bereits 1948 in St. Louis in Operetten auf. 1956 ging sie zur Vervollständigung ihrer Studien nach Italien. Dort debütierte sie 1957 am Teatro Alfieri in Turin als Leonore im »Troubadour«. Bereits 1958 erreichte sie die Mailänder Scala, wo sie als Abigaille in Verdis »Nabucco« ein erfolgreiches Debüt hatte, und an der sie noch im selben Jahr als Anaï in Rossinis »Moïse et Pharaon«, 1959 als Elvira in Verdis »Ernani«, als Leonore im »Troubadour« und als Desdemona in Verdis »Otello«, 1960 als Herzogin von Parma in Busonis »Dr. Faust«, 1961 als Tytania in der italienischen Erstaufführung von B. Brittens »Ein Sommernachtstraum« und 1969 in der Titelrolle von Verdis »Luisa Miller« auftrat. 1959 Gastspiel an der Covent Garden Oper London als Tosca. 1959 wirkte sie bei den Festspielen in der Arena von Verona mit. 1959-64 gastierte sie in insgesamt 8 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper (als Tosca, als Elisabetta im »Don Carlos« und als Desdemona). 1962 debütierte sie als Tosca an der Metropolitan Oper New York, an der sie in insgesamt drei Vorstellungen auch die Aida sang. 1963 wirkte sie bei den Festspielen von Edinburgh als Titelheldin in Verdis »Luisa Miller« (anlässlich eines Gastspiels des Teatro San Carlo Neapel) mit. Im Verlauf ihrer Karriere gab sie Gastspiele in Mexico Cty (1960) und in Israel (1970). Sie galt als große Verdi-Interpretin und zeichnete sich in Partien wie der Amelia im »Maskenball«, der Elena in »I Vespri Siciliani« und der Odabella in »Attila« aus. Daneben sang sie eine Vielzahl weiterer Rollen aus dem lyrisch-dramatischen Fach. Erfolgreiche Gastspiele und Konzertauftritte, vor allem in Italien, England und Nordamerika kennzeichneten die weitere Laufbahn der Künstlerin.

Schallplatten: OPR (Elena in vollständiger Oper »Marino Faliero« von Donizetti).

 

Cara O’SULLIVAN ist am 26.1.2021 in Cork (Irland) verstorben

cara o'sullivan

 Geboren am 30. April 1962 in Cork; Biographie der irischen Sopranistin auf Englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Cara_O%27Sullivan

 

Michel TREMPONT ist am 30.1.2021 verstorben

michel trempont

 Geboren am 28. Juli 1928 in Boussu (Provinz Hennegau, Belgien); er studierte in Brüssel. Bühnendebüt 1952 an der Oper von Lüttich. Dort erster großer Erfolg als Valentin im »Faust« von Gounod. Er sang anschließend in Genf und wurde 1956 an das Théâtre de la Monnaie in Brüssel verpflichtet. Hier hat er rund 130 Rollen gesungen, in einer einzigen Saison stand er 230mal auf der Bühne. Der beim Brüsseler Publikum sehr beliebte Künstler gab 1962 sein festes Engagement auf und gastierte seitdem, u.a. in Bordeaux, Lyon, Lissabon, Paris, Monte Carlo und Bukarest. Er sang oft an der Grand Opéra Paris (u.a. den Titelhelden in »Le nozze di Figaro«), an der Opéra-Comique Paris (u.a. 1979-80 und 1983 die Madame Madou in Offenbachs »Mesdames de la Halle« und den Peterman in Offenbachs »Monsieur Choufleuri«, 1981 den Gendarmen in »Les Mamelles de Tirésias« von Poulenc, 1983 den Treffkönig in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew, 1983 und 1985 den Calchas in Offenbachs »La belle Hélène«, 1984 den Geronimo in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, 1986 und 1988 den Sulpice in »La Fille du Régiment« von Donizetti und 1986 den Jim Cocks in Offenbachs »Robinson Crusoe«), am Théâtre des Champs-Élysées Paris (u.a. 1988 den Fabrizio Vingradito in Rossinis »La Gazza ladra«) und an der Opéra Bastille Paris (1993 den Fieramosca in »Benvenuto Cellini« von Berlioz, 1994 und 2003 den Mesner in »Tosca«, 1999, 2001 und 2003 den Benoit in »La Bohème« und 2002-03 den Antonio in »Le nozze di Figaro«). Er sang am Grand Théâtre Genf (1984 den Pantalon in »L’Amour des trois oranges«, 1985 den Vlan in »Le Voyage dans la lune« von Offenbach, 1987 den Carpe in der Uraufführung der Oper »La Fôret« von R. Liebermann und den Vater in »Hänsel und Gretel«, 1990 den Crespel in »Hoffmanns Erzählungen« und den Baron de Gondremarck in »La Vie Parisienne« von Offenbach, 1999 den Pandolphe in »Cendrillon« von Massenet und 2005 den Mesner in »Tosca«)  und an der Mailänder Scala (1976 den Pompeo in »Benvenuto Cellini« von Berlioz anlässlich eines Gastspiels der Londoner Covent Garden Oper), an der Staatsoper München und am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an der Covent Garden Oper London und an der Oper von San Francisco, wo man ihn 1983 als General Boum in Offenbachs »La Grande Duchesse de Gerolstein« (zugleich sein US-Debüt), 1986 als Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg«, 1990 als Sancho Panza in »Don Quichotte« von Massenet, 1993 als Sulpice  und 1999-2000 als Benoit und als Alcindoro in »La Bohème« hörte. Der Sulpice, der Titelheld in Puccinis »Gianni Schicchi«, der Figaro im »Barbier von Sevilla« wie in »Le nozze di Figaro« und der Sancho Panza gehörten zu seinen Glanzrollen, die er in überzeugender Weise auf der Bühne zur Darstellung brachte. 1986 zu Gast am Teatro San Carlo Neapel, 1995 am Teatro Regio Turin (als Sulpice), 1990 in Lüttich (als Sancho Panza), 1991 an der Oper von Marseille (als Sharpless in »Madame Butterfly«), 1996 an der Oper von Monte Carlo wieder als Sulpice und als Baron in »Chérubin« von Massenet. 1998 trat er am Opernhaus von Gent in Belgien als Pandolphe auf. 1995 debütierte er an der Metropolitan Oper New York (als Sulpice) und sang bis 1999 in insgesamt 13 Vorstellungen auch den Bailli in Massenets »Werther«. 2000 trat er an der Opéra de Wallonie Lüttich als Bartolo im »Barbier von Sevilla« auf, 2001 an der Oper von Marseille als Vizir in »Mârouf« von Henri Rabaud. Beliebter Operettensänger, zumal in den Operetten von Offenbach erfolgreich. Auch als Konzertsänger von Bedeutung. Nach dem Ende seiner Bühnenlaufbahn unterrichtete er an den Konservatorien von Brüssel und Mons und war als Juror bei Gesangswettbewerben tätig. 2015 ging er in Ruhestand. Er war Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres, Officier des Ordre de la Couronne und Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Boussu. Er war mit der belgischen Sopranistin Jacqueline Vallière (1925–2011) verheiratet. Sein älterer Bruder Pol Trempont (1923–2007) war ebenfalls Opernsänger (Tenor).

Schallplatten: HMV (vollständige Opern »Carmen«, »Fra Diavolo« von Auber, »Manon« von Massenet, »Richard Coeur-de-Lion« von Grétry, »La Fille du Régiment« von 1986; »La. Vie Parisienne«, »Les Brigands« und weitere Operetten von Offenbach), Decca (Don Belflor in »Le Toréador« von A. Adam).

 

Friedl TELLER-BLUM ist am 30.1.2021 in Givatayim (Israel) verstorben

friedl teller blum

Geboren am 10. Juni 1932 in Wien; sie ging 1938 über die Tschechoslowakei nach England ins Exil, dann in die USA (Studium der Musik am Hunter College und Sprachwissenschaft an der Columbia University in New York). Auftritte seit ihrem 16. Lebensjahr. 1956 Debüt an der Volksoper Wien. Sie war engagiert an der Oper Münster. Gastspiele in Hamburg, Düsseldorf, Amsterdam und Brüssel. 1961 sang sie an der Israel National Opera. Ab 1976 unterrichtete sie an der Rubin Academy of Music der Universität Tel Aviv (1985–91 Leiterin der Gesangsklasse).

 

 

 

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