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„#The New Paganini Project“ :24 Caprices op. 1 von Niccolò Paganini in neuen Orchesterarrangements – wunderbares CD Debüt von Niklas Liepe ; SONY CD

02.03.2018 | cd

„#The New Paganini Project“ :24 Caprices op. 1 von Niccolò Paganini in neuen Orchesterarrangements – wunderbares CD Debüt von Niklas Liepe ; SONY CD

 „Diesen kleinen Juwelen eine neue Fassung und Feinschliff unter der Hinzunahme eines Sinfonieorchesters zu ermöglichen, ist im Wesentlichen die Idee meines Projekts.“ Niklas Liepe

Auf zwei CDs gelingt dem jungen Niklas Liepe ein kurzweiliges Meisterstück: Altbekanntes Virtuosenrepertoire der Solo-Violine wurde mit Hilfe verschiedener Komponisten um einen Orchesterpart ergänzt, wobei die Noten der Violine vollkommen unverändert bleiben. Das Klangergebnis ist faszinierend und vielfältig zugleich. Nicht nur zeitgenössische Stimmen kommen zum Zug, sondern auch historische Tonsetzer wie Robert Schumann oder Karol Szymanowski scheinen als Bearbeiter auf: Hier wurde die original hinzugefügte Klavierstimme von Prof. Andreas N. Tarkmann orchestriert.

Die 22 Komponisten des #The New Paganini Project sind neben den bereits erwähnten Fazil Say, Andreas Gömmel, Henrik Albrecht, Gerard Tamestit, Bastion Bund, Prof. Tobias Rokahr, Peter Wesenauer, Benjamin Scheuer, Jaques Thibaud, Prof. Martin Messmer, Stephan Lenz, Fritz Kreisler, Prof. Claus Kühnl, Adolf Busch, Sidney Corbett, Andrea Csollany, Dominik D. Dieterle, Mario Pilati, Stephan Koncz, Friedrich Heinrich Kern und Prof. Andreas N. Tarkmann.

Das Orchester geht in den meisten Fällen weit über eine bloße Begleitfunktion hinaus und trägt zu neuartigen Hörerlebnissen bei. Der Solist Liepe meint dazu „Wer tiefer in die Stücke eintaucht, merkt, wie viel Musik wirklich in ihnen steckt. Jede Komposition hat ihren eigenen Charakter und eine eigene musikalische Sprache. Genau das fasziniert mich so an diesen Capricci. Sobald man die Stücke aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, haben sie eine ganz andere Wirkung. Und indem man ein Orchester hinzunimmt, bereichert man diesen musikalischen Aspekt zusätzlich.“ Es sei nicht verhehlt, das vereinzelt die „Macht“ der Orchesterkreationen so groß ist, dass der originäre Solistenpart beinahe untergeht, wie das etwa bei der extremen klanglichen Erkundung von Gérard Tamestit der Fall ist. Insgesamt mäandert die neue Anthologie aber so gekonnt durch die Musikgeschichte bzw. inspiriert offenbar Zeitgenossen in einem solchen Ausmaß, dass sie im wahrsten Sinn des Wortes aufhorchen lässt.

Erste Auszüge aus „The New Paganini Project“ erklangen bereits 2017 im Rahmen der Mainzer Meisterkonzerte. Niklas Liepe spielt auf einer Giuseppe-Guarneri-Violine technisch ohne jeden Fehl und Tadel. Die CDs sind so frisch und frech, so überzeugend kühn und abwechslungsreich, dass sie bei mir Schleife laufen.

Dr. Ingobert Waltenberger

 

Niccolò Paganini (1782-1840): 24 CAPRICCI OP. 1

CD 1 CAPRICES VOL. 1

[1] CAPRICE NR. 1 E-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1853) von Robert Schumann (1810-1856), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[2] CAPRICE NR. 2 H-MOLL

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Andreas Gömmel (*1978)

[3] CAPRICE NR. 3 R-MOLL

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Henrik Albrecht (*1969)

[4] CAPRICE NR. 4 C-MOLL

“Transformation Concertante”

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Gérard Tamestit (*1952)

[5] CAPRICE NR. 5 A-MOLL

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung op. 37 (2017) von Basti Bund (*1987)

[6] CAPRICE NR. 6 G-MOLL

“Trance – Paraphrase über Paganinis sechste Caprice”

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Tobias Rokahr (*1972)

[7] CAPRICE NR. 7 A-MOLL

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung WWV 262 (2016) von Peter WesenAuer (*1966)

[8] CAPRICE NR. 8 ES-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Benjamin Scheuer (*1987)

[9] CAPRICE NR. 9 E-DUR “LA CHASSE”

für Solo-Violine mit der hinzugefügten Klavierbegleitung von Jaques Thibaud (1880-1953), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[10] CAPRICE NR. 10 G-MOLL

“Danse macabre” op. 24 Nr. 610

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Martin Messmer (*1959)

[11] CAPRICE NR. 11 C-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung op. 1 (2016) von Friedrich Heinrich Kern (*1980)

[12] CAPRICE NR. 12 AS-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Stephan Lenz (*1963)

CD 2 CAPRICES VOL. 2

[1] CAPRICE NR. 13 IN B-DUR

mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1913) von Fritz Kreisler (1875-1962), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[2] CAPRICE NR. 14 ES-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[3] CAPRICE NR. 15 E-MOLL

„Verwerfungen – Paganinis Caprice 15“

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Claus Kühnl (*1957)

[4] CAPRICE NR. 16 G-MOLL

„Paganini-Remix“

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Sidney Corbett (*1960)

[5] CAPRICE NR. 17 ES-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1926) von Adolf Busch (1891-1952), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[6] CAPRICE NR. 18 C-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung von Andrea Csollány (1964)

[7] CAPRICE NR. 19 ES-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2016) von Dominik J. Dieterle (*1989)

[8] CAPRICE NR. 20 D-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1935) von Mario Pilati (1903-1938). orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[9] CAPRICE NR. 21

für Solo-Violine mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1926) von Karol Szymanowski (1882-1937), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[10] CAPRICE NR. 22 F-DUR “LA CHASSE”

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Stephan Koncz (*1984)

[11] CAPRICE NR. 23 ES-DUR

für Solo-Violine mit hinzugefügter Klavierbegleitung (1853) von Robert Schumann (1810-1856), orchestriert (2016) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

[12] CAPRICE NR. 24 A-MOLL “PAGANINI-VARIATIONEN”

für Solo-Violine mit hinzugefügter Orchesterbegleitung (2017) von Stephan Koncz (*1984)

[13] Fazil Say (*1970)

PAGANINI-JAZZ FÜR KLAVIER (2007)

arrangiert für Jazzquartett (2017) von Andreas N. Tarkmann (*1956)

mit Niklas Liepe Violine / Nils Liepe Klavier / Thomas Schreiber Kontrabass / Jochen Ille Drums / Michael Gärtner Vibraphon

 

 

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