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Steffen Barth: DER RING DES NIBELUNGEN

01.09.2014 | buch

BuchCover Barth Ring

Steffen Barth: 
DER RING DES NIBELUNGEN
Konzept  Inszenierung  Bühne im 21. Jahrhundert
112 Seiten, Verlag Königshausen, 2012

Kein Geringerer als Wagner-Aficionado und inspirierter Wagner-Dirigent Constantin Trinks empfiehlt dieses schmale Bändchen von dem in Karlsruhe lebenden Steffen Barth, Hauptberuf: Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht.

Seine Impressionen zu Wagners „Ring des Nibelungen“ lässt erst einmal Richard Wagner selbst in einigen seiner Schriften zu Wort kommen, dann in einiger Ausführlichkeit (aber auf die ihm passenden Zitate hin gestutzt) George Bernhard Shaw, und schließlich stellt er Texte zum Thema Rhein zusammen, von Heinrich Heine ausgehend bis zu zeitgenössischen japanischen Stimmen, die Autorin Yoko Tawada oder der Architekt Tadao Ando.

Wenn Barth sich am Ende selbst zum Konzept des „Rings“ äußert, so besteht seine persönliche Interpretation der vier Teile dann darin, Loge (den er immer in roter Farbe schreibt) zur Hauptfigur zu erklären und ihn, der bei Wagner ja an sich nur im „Rheingold“ vorkommt, auch in den anderen Teilen zu entdecken. Dabei „übersetzt“ Barth, was geschieht – wenn Hagen „das Kommando übernimmt“, heißt das bei ihm: „Putsch, Wechsel des Vorstandes“.

Ein Buch, das anregt, sein eigenes „Ring“-Brevier zusammen zu stellen – mit Texten, die man dazu treffend findet, und mit eigenen Ideen zur Interpretation.

Renate Wagner

 

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