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RIED im Innkreis: NEUJAHRSKONZERT 2026 “ mit dem ptArt Symphonieorchester unter der Leitung von Norbert Hebertinger!

02.01.2026 | Konzert/Liederabende

1.Jänner 2026, Ried im Innkreis „Neujahrskonzert 2026“ mit dem ptArt Symphonieorchester

unter der Leitung von Norbert Hebertinger! am 1.1.2026

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Foto ptArt Symphonieorchester

Wieder einmal bis auf den letzten Platz ausverkauft war das gestrige Neujahrskonzert in Ried das viel bejubelt und für Begeisterung sorgte. Ein Programm von Swing und Klassik – wo insbesondere der 1.Teil vor der Pause mit Melodien von Franz von Suppé, Josef Strauß, Johann Strauß Sohn, Herbert Pixner und Georges Bizet einen musikalischen und stimmungsvollen Nachmittag versprach, um das neue Jahr zu begrüßen.

Norbert HEBERTINGER langjähriger Direktor der Musikschule Peuerbach und Chef des Linzer Tanz – Symphonieorchesters ptArt ließ es auch diesmal musikalisch so richtig krachen. Immer wieder stellt er sich neuen Herausforderungen im Bereich der leichten Muse, versteht es zu atmen mit jeder Note, swingt und wippt, und zeigt ungeheures musikalisches Temperament am Dirigentenpult so wie es kaum ein anderer vermag. Man beobachtet die Freude am Spiel wo unter seinem Dirigat eine durchaus musikalische Lebendigkeit entsteht, durchgeführt mit einer absoluten Perfektion und einem eingespielten Orchester, das keinerlei Wünsche offenlässt. Zu wünschen wäre auch ihn in Wien, Berlin oder anderen größeren Städten zu erleben, denn dieser Dirigent hat absolutes internationales Knowhow der es versteht von der Klassik bis hin zur Moderne seinen Mann zustehen.   

Gesangsolistisch begleitet war der 1. Teil mit der gebürtigen Innviertlerin und Mezzosopranistin Vicky SCHARINGER die mit der Habanera – aus Carmen aufhorchen ließ. Ein junges begabtes Talent die ihr Masterstudium „Gesang Klassik“ unter anderem an der MDW Wien abgeschlossen hatte. Mit ihrer Konzerttätigkeit in Salzburg und anderen Gegenden in Oberösterreich zählt sie bereits zu den Publikumslieblingen, die es versteht mit ihrer Stimme das Publikum zu verzaubern.

Auch Eric PAPILAYA zählt zu den markanten Stimmen, besticht durch Vielseitigkeit und Bühnenpräsenz. Seine erfolgreiche Laufbahn ist geprägt von drei Amadeus – Nominierungen, einen Auftritt beim Eurovision Song Contest 2007 und als Musicaldarsteller in „West Side Story“ und in „Martin Luther King“. Auch als Musikproduzent tätig ist er bereits ein alter Hase im Showbusiness (siehe private Website und YouTube).

Als besonderes Wunderkind kann man den jungen Harmoniker Spieler Benedikt AUZINGER bezeichnen. Gerade einmal 16.Jahre alt, brillierte er auf seiner steirischen Harmonika, trat in verschiedensten Konzerten in Österreich auf und gewann bereits mehrere Wettbewerbe. Man war sich also seiner Volkstümlichkeit auch an diesem Abend durchaus bewusst, dass bei dem oberösterreichischen Publikum gut angekommen ist.

Mit viel Schwung ging es nach der Pause im 2.Teil weiter. „Mit Maske in Blau“, „Die Moritat von Mackie Messer“, „Singin` in the Rain“, „Bei mir bist du schön“ und „Lady Sunshine & Mister Moon“ – und eigentlich passte es ja so gar nicht zum traditionellen Neujahrskonzert wie wir es in Wien gewohnt sind. Nun Linz ist anders – und es ist ein eigenes musikalisches Flair wo man immer wieder überrascht ist was für hervorragende Talente aus dieser Gegend hervorgehen.
Am Schluss nach all dem Swing ging es dann wieder weiter mit Klassik wie „Rosen aus dem Süden“ (neu arrangiert) und „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß Sohn.

Viel Applaus heimste sich neben den Solisten besonders das Symphonieorchester unter dem Dirigat von Norbert HEBERTINGER ein und man ist schon in großer Erwartung was das Neujahrskonzert unter der Leitung der Konzertdirektion Burgstaller 2027 bringen wird.

Zu erwähnen ist noch das gestrige Wiener Neujahrskonzert 2026 das ich in einer Liveübertragung mitverfolgen konnte. Unter dem heurigen Dirigat von Kanadier Yannick Nézet – Séguin war es für mich musikalisch nach zwei Jahren das beste Neujahrskonzert 2026. Mit einem gut zusammengestellten Programm und natürlich wie immer mit unseren hervorragenden Wiener Philharmonikern. Dieser Dirigent der bereits weltweit von sich Reden machte stand heuer im Zentrum eines Neujahrsereignisses was man nicht so schnell vergessen wird. Nézet – Seguin ließ einen Hauch von Innovation durch den Saal wehen, modern, frei von allen Konventionen, ließ er auch gleich zwei Musikstücke aus weiblicher Hand erklingen. Die „Sirenen Lieder“ von Josephine Weinlich, der Leiterin einer Damenkapelle zur Strauß Zeit. Es war also auch im „Wiener Neujahrskonzert 2026“ Vielfalt angesagt, so wie wir auch im Rieder Konzert davon überzeugt wurden. Es muss also nicht immer Strauß sein um das neue Jahr einzuläuten. Es darf durchaus ein wenig „Swing Time“ sein um mit guter Laune ins neue Jahr zu starten – vor allen Dingen die Hoffnung darauf das all die Kriege auf der Welt endlich ein Ende finden. Denn mit Waffengewalt kann man keinen Frieden schaffen!

Manuela Miebach

 

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