REISE UND KULTUR : DAS PAUL KLEE ZENTRUM IN BERN FEIERT 20.GEBURTSTAG
Paul Klee, einer der bedeutendsten Maler des 20.Jahrhunderts, wurde bei Bern geboren und ist auch dort begraben. Sein über 10000 Werke umfassender Nachlass wurde dem Kunstmuseum Bern übergeben, das natürlich auf die Dauer zu wenig Platz hatte, um sehr viel davon zu zeigen.

Renzo Pianos Museumswelle. Foto: Robert Quitta
Dank einer großzügigen Spende des Weltklasse-Chirurgen Maurice Müller konnte 2005 ein wenig außerhalb von Bern, aber in unmittelbarer Nähe von Klees letzter Ruhestätte, das ambitionierte große Paul Klee Zentrum eröffnet werden. Architekt war kein Geringerer als Renzo Piano, dessen wellenförmiges, in der Landschaft verschwindendes Gebäude bereits in die Architekturgeschichte eingegangen ist.
Hier können jetzt zumindest 40% des Nachlasses gezeigt werden.
Ein Besuch daselbst ist ein einzigartiges Erlebnis, so wie Klee ein einzigartiger Künstler war. Seine persönliche Mischung aus Abstraktion und Konkretion, Poesie und Philosophie, Kindlichkeit und Intellektualität, Zeichenhaftigkeit und Bildgebung hat ihm keiner vorgemacht und hat ihm kaum einer (außer vielleicht Cy Twombly) auch nur annähernd nachgemacht.
Für den Besuch sollte sich der Klee-Freund am besten einen ganzen Tag Zeit nehmen, denn der Anblick dieser weltweit umfangreichsten Paul Klee – Sammlung ist ein kaum zu überbietender, einzigartiger Genuss.

Klees Welt. Foto: Robert Quitta

Klees Welt. Foto: Robert Quitta

Klees Welt. Foto: Robert Quitta
Den Genuss noch steigern kann man am Ende der Visite noch durch ein Abendessen in dem in einer benachbarten, bezaubernden, altherrschaftlichen Villa untergebrachten Restaurant Schöngrün. Eine leichte, saisonale und regionale Küche, einaufmerksamer Service, und das Ganze noch mit Blick auf den Renzo Piano-Bau und seine Schätze (im Sommer auch mit Gastgarten). Klee-Herz, was willst du mehr ?

Die Villa Schöngrün. Foto: Robert Quitta
Auf weitere 20 Jahre !
Robert Quitta, Bern

