Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

Neue CD „Very British“ bei Sony Classical erschienen/

28.07.2021 | cd

 Very British

Klingende Stilleben

Neue CD „Very British“ bei Sony Classical erschienen/

Neues Album von Metamorphosen Berlin: Very British -

Mit „Very British“ wendet sich das Ensemble der Kammerphilharmonie Metamorphosen Berlin einem weiteren Ursprungsland romantischen Streicherklangs zu – nämlich „Music made Great Britain“. Die Werke von Edward Elgar, Benjamin Britten, Peter Warlock und Karl Jenkins sind in den deutschen Konzertsälen immer noch zu wenig zu hören. „Wir wollen dieser Musik mit Very British ein gebührendes Denkmal setzen“, so Schmidt. Die Klangsprache dieser beim Label Sony aufgenommenen Werke ist sich der Tradition der Romantik bewusst. Und der Begriff „Serenade“ war zu der Zeit, in der Edward Elgar seine Serenade  in e-Moll schrieb, bereits überwunden. Wie bei all seinen anderen Aufahmen steuert Wolfgang Emanuel Schmidt auch bei dieser Einspielung Bearbeitungen aus seiner Feder bei und setzt die Kunst der großen Solisten des letzten Jahrhunderts wie etwa Jascha Heifetz und Gregor Piatigorsky fort. Für diese Aufnahme verleiht er den neuen Melodien und Virtuosenstücken von Edward Elgar den vollen Klang des Violoncellos. Einige dieser Stücke sind weltbekannt – wie etwa „Salut d’amour“. Auch Neuentdeckungen für Cellisten sind hier dabei. Diese Werke präsentiert das Cello in seiner Gesanglichkeit und Virtuosität. Sämtliche Werke sind in der Bearbeitung von Wolfgang Emanuel Schmidt für Cello und Streicher als Weltersteinspielung zu hören.  Die „Simple Symphony“ komponierte Benjamin Britten in Elgars Todesjahr 1934. Sie basiert auf acht Kindheitsthemen Brittens. Stärke und Offenheit sind hier herausragend. Inspiriert von Tänzen aus dem späten 16. Jahrhundert ist die „Capriol Suite“ von Peter Warlock. Die Titel der Kompositionen wie Symphony, Serenade oder Suite seien zwar durchaus Werkzyklen, im Prinzip seien sie aber eine Ansammlung kurzer Charakterstücke, kleiner musikalischer Delikatessen, so Wolfgang Emanuel Schmidt. Innerhalb kürzester Zeit würden sie ein Charakterbild zeichnen, es seien gewissermaßen klingende Stilleben, „moments musicaux“. Das kann man auch von Karl Jenkins‘ Stück „Palladio“ sagen (Konzertmeisterin: Indira Koch). Das Werk hat Bezüge zur italienischen Renaissance und besitzt rhythmische Elektrizität. Solche beglückenden Momente machen den Reiz dieser CD aus.

 

ALEXANDER WALTHER

 

Diese Seite drucken