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LUDWIGSBURG/ Forum am Schlosspark: NEW YORK CITY DANCE SCHOOL – Schicksale und Träume

05.12.2015 | Ballett/Tanz

Fame on Broadway“ mit der New York City Dance School im Forum am Schlosspark Ludwigsburg

SCHICKSALE UND TRÄUME
„Fame on Broadway“ mit der New York City Dance School im Forum am Schlosspark am 5. Dezember 2015
27. There's No Business Like Showbusiness 3
Copyright: New York City Dance School

Unter der versierten Gesamtleitung von Sabine Lynch (Assistenz: Evelyn Kessler) ging Alan Parkers erfolgreiches Musical „Fame“ mit 350 Kindern und Jugendlichen der New York City Dance School aus Stuttgart über die Bühne. Erzählt wird hier sehr einfühlsam die ergreifende Geschichte von jungen Menschen, die auf einer angesehenen New Yorker Tanzschule Karriere machen. Die Handlung vom Big Apple wird hier einfach nach Stuttgart verlegt, was in der subtilen Regie von Katajun Peer-Diamond (die auch das Libretto geschrieben hat) eindringlich über die Rampe kommt. Der Tanzfilm „Fame“ markierte 1980 den Startpunkt eines großen Tanztrends in Deutschland. Wie unterschiedlichste Charaktere hierbei aufeinandertreffen, kam in der Ludwigsburger Aufführung in rasanter Weise zur Geltung.

Die jungen Tänzerinnen und Tänzer waren mit großer Begeisterung bei der Sache. Dieses Juniortanzprojekt umfasst alle Tanzstile von Ballett, Jazz über Stepptanz bis hin zum Hip Hop. Natürlich darf auch der Gesang nicht fehlen. Hier brillierte der ehemalige erste Solist am Stuttgarter Ballett und erfolgreiche Musicaldarsteller RandyDiamond als sehr wandlungsfähiger Steven Lynch. „Singing in the rain“ wurde in Ludwigsburg sein Markenzeichen. Ohrwürmer wie „Fame“ oder „What a feeling“ gingen dabei total unter die Haut. Interessant waren vor allem die einzelnen Choreographien wie „One“ (Daniela Walther), „I hope I get it“ und „Ich will tanzen“ (Maja Pelic-Sabo), „Yeah“ (Sara Colapietro), „Tanzen macht Spaß“ (Anthea Giuditta), „Waiting for my date“ (Karoline Liermann), „Like the wind“ (Rozina Tzvetkova) oder „Simply the best“ (Benjamin Kosar). In einzelnen Filmsequenzen konnte man den Ballettunterricht in der New York City Dance School suggestiv mitverfolgen. Schicksale und Träume der Jugendlichen wurden so überaus lebendig. Dies galt außerdem für Johanna Lohrers ausgezeichnete Choreographien von „Believe“ und „Hip Hop“ im zweiten Teil – gefolgt von „You can’t stop the beat“ und „Verbeugung“ (Monika Kebieche-Loreth) sowie unter anderem „Watcha Doin'“ (Ann-Katrin Sieber). Die überaus ausdrucksvoll tanzenden und auch rhythmisch intensiv agierenden Darsteller Yoshua Yates als Montgomery, Sita Fuchs als Doris, Louis Hiegl als Leroy, Sude Uslu als Debbie, Ferdinand Rebhorn als Ralph und Michelle Schwäke als Lisa kamen beim Publikum bestens an. Grandios war der Einfallsreichtum der in tausend Farben glitzernden Kostüme von Martha Mirtsou (Maske: AlexanderBecker,Florian Schmidt; Organisation: Annabell Scardigno). Deutlich wird bei dieser Inszenierung, wie jeder einzelne Balletteleve an der Schule seinen speziellen Weg zu finden versucht. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden bis hin zum facettenreichen Paartanz zwischen Liebe, Freundschaft und Intrigen in mitreissender Weise beleuchtet.
Am Schluss gab es Ovationen und Riesenjubel. Fazit: Der Weg zum Tanz-Erfolg hat sich gelohnt. Übrigens feiert die New York City Dance School ihr 40jähriges Bestehen.

Alexander Walther
 
 

 

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