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LINZ/ Landestheater/Black Box: DIE HÖHLE DES MITHRA von Hedda Wagner

13.12.2023 | Oper in Österreich

LINZ/Oper am KLavier II: Uraufführung der Oper „Die Höhle des Mithra“ von Hedda Wagner. (12.12.2023)

 

mit
Foto: Linzer Landestheater

Nachdem die Nr.I  der Serie „Oper am Klavier“ im Vormonat aus Krankheitsgründen abgesagt werden musste, fand am 12. Dezember die Uraufführung der Oper „Die Höhle des Mithra“ von Hedda Wagner in der BlackBox Lounge des Linzer Musiktheaters statt. Zu Beginn des Abends sang die österreichische Sopranistin Gotho Griesmeier das Lied „Blauschimmernde Tage“ der Komponistin, gut begleitet von der südkoreanischen Pianistin Jinie Ka am Klavier.

Anschließend interviewte der Linzer Dramaturg Christoph Blitt die Hedda Wagner-Biografin Christine Schmidhofer, die über das Leben der Linzer Komponistin hervorragend Bescheid wusste. Sie berichtete, dass Hedda Wagner (1876 – 1950) nicht nur Opern schrieb, sondern auch Gedichte und viele Lieder komponierte. Sie galt zudem als Heimatforscherin und hielt als Sozialistin die Frauenrechte hoch. Überdies beherrschte sie nicht weniger als 12 Sprachen!

Nach diesem hochinteressantem Gespräch trug Gotho Griesmeier weitere ausgewählte Lieder vor, wieder wunderbar begleitet von der Pianistin Jinie Ka am Klavier:  „Mir hat von roten Rosen geträumt“, „Mir hat von weißen Rosen geträumt“ und „Eine Sichel klingt im Tale“.

Danach las die deutsche Schauspielerin Angela Waidmann ausgewählte Gedichte von Hedda Wagner: „Sei gegrüßt, du erster Tag im Mai“,
 „Gruß dem Frauentag“, „O, dass doch endlich Friede werde!“, „Nie wieder Krieg“ und „Nur ein Tier“. Während diese Gedichte zwischen 1920 und 1932 entstanden, wurden die weiteren vorgelesenen Texte während des Zweiten Weltkriegs geschrieben: „Distel und Dorn“, „Die Stunde zwischen Tag und Nacht“, „Verschneite Stadt“, „Nun sinkt die Welt in Schweigen“, „Refugium“ und „Geleite“.

Schließlich kam es zur konzertanten Uraufführung der einaktigen Oper „Die Höhle des Mithra“, deren Libretto ebenfalls von Hedda Wagner stammt. Die Komposition entstand vom 1. Juni bis 23. Juni 1941.

Die Handlung der Oper zeigte den Streit der beiden Freunde Segoveso und Friediger. Segoveso ärgerte es, dass sein Freund, der in Petra verliebt war, die Frau in die Höhle mitgenommen hatte, 
obwohl sie seine Liebe gar nicht erwiderte. Als Friediger Petra deshalb ermordete, gingen die beiden Freunde gemeinsam in den Tod.

Der österreichische Bariton Martin Achrainer sang die Rolle des Segoveso mit kräftiger Stimme, während der deutsche Bariton Jonathan Hartzendorf zurückhaltender agierte. Hervorragend
 spielte die Sopranistin Gotho Griesmeier ihre Rolle der Petra. Die musikalische Leitung der Aufführung war bei der Pianistin Jinie Ka am Klavier in besten Händen.

Das begeisterte Publikum in der gut besuchten Lounge des Musiktheaters spendete am Schluss minutenlang Beifall.

Udo Pacolt

 

 

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