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LINZ/ Bruckner-Uni: Ein OPERETTEN-WETTBEWERB im Festivalformat. Die Siegerin heißt Nela Drozdová

31.05.2026 | Konzert/Liederabende

Ein Operetten-Wettbewerb im Festivalformat an der Bruckner-Uni Linz . 30.5.2026

Die Siegerin heißt Nela Drozdová und errang den ersten Preis unter 12 Kandidaten

Zlatá - 🎶✨ Nela Drozdová – soprán Sopranistka Nela Drozdová je  absolventkou Pražské onzervatoře, kde studovala ve třídě paní Moniky  Brychtové a nyní nastupuje do třetího ročníku brněnské Janáčkovy akademie  múzických umění
Nela Drozdova

Eine seit 2014 unverzichtbare Einrichtung im Zweijahresrhythmus an der Bruckneruni Linz ist der Operetten-Wettbewerb als Starthilfe für junge Sänger zum Einstieg in das Theaterleben. Das Institut für Gesang und Musiktheater mit seinen begeisterten Fachvorständen Robert Holzer und Thomas Kerbl stehen hinter dieser hervorragenden Idee der Ausschreibung eines Wettbewerbes für Studierende und Absolventen der Gesangsklassen bis zum 35. Lebensjahr. Das Interesse war auch heuer groß, von den nicht weniger als 25 Teilnehmern haben es 12 Kandidaten geschafft, sich dieser Bewährungsprobe einer hochkarätigen Jury aus auch weit angereisten Theaterintendanten zu stellen.

Das zahlreich im Großen Saal des Hauses versammelte Publikum war zur Preisbestimmung in drei Kategorien aufgefordert, was die Spannung und Neugierde bis zum Schluss in Hochstimmung hielt. Aber bei dem durchwegs hohen Bildungsstand der Sängerelite, manchmal mit dem Ergebnis einer Bühnenreife, erforderten die Urteile eine nicht geringe Herausforderung für eine richtige und halbwegs gerechte Abstimmung der Leistungen. Das Lampenfieber wechselte von Nummer zu Nummer – für jeden Sänger zwei, also insgesamt aus 24 Operetten – auf und ab, ohne die Begeisterung der Finalisten zu schmälern. Thomas Kerbl führte die Stimmen am Klavier souverän, mitfühlend, mitbebend und war hie und da auch zu persönlichen Späßen aufgelegt. Auch er wäre jedenfalls unter den Preisverdienten einzureihen. Dazu gehörten in der Mehrzahl Soprane, zwei Mezzosoprane und Tenöre, seltsamer Weise fehlten gänzlich Vertreter aus dem Fach der Bässe. Das Programm ergab ein buntes Spektrum an Arien, Liedern, sprachlich unterschiedlich gedeutet, zumeist aus bekannten Werken aus der Opernliteratur gewählt. Und gerne verstanden sich die Vortragenden auf die Fähigkeit schauspielerischer Untermalung ihrer Talente. Gerade in der Operette kann diese Kunst ihrer Karriere auf die Sprünge helfen. Die Bedeutung eines solchen Wettbewerbs kann nicht genug geschätzt werden. Vielleicht verhilft die Erstbegegnung der jungen Sänger mit Künstlern, Theaterleuten und pädagogischen Größen in der Musik zum Durchbruch ihrer Karriere. Die Chance ist gegeben und hat sich schon bei manchen Sängern gezeigt, die durch einen Preisgewinn bereits an manchen Bühnen zum Ensemblemitglied wurden. So wird aus einem Wettbewerb ein riesiges Operettenfest. Gefeiert kann die scheinbar „leichte Muse“ nicht genug werden.

  Georgina Szeless

Kulturjournalistin

 

 

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