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LEIPZIG: „Der Schwan von Pesaro“ landet vor der Oper oder Das Nachhausekommen des Dr. Dietrich Wolf

01.03.2021 | Feuilleton

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„Die Dramaturgin Marita Müller bei ihrem engagierten und liebevollen Nachruf, neben ihr hält Lothar Wittke ein Erinnerungsfoto  von Dr. Wolf.“ Foto: Andreas Birkigt

Leipzig: „Der Schwan von Pesaro“ landet vor der Oper oder Das Nachhausekommen des Dr. Dietrich Wolf

Am 28. Februar trafen sich mit Maske und gebührendem Abstand aber innerer Verbundenheit 19 Menschen, aus vielen Sparten des Leipziger Kulturlebens, um eines der Ihren zu gedenken: des vor 20 Jahren verstorbenen langjährigen Operndramaturgen und Verfassers des RossiniRomans „Der Schwan von Pesaro“.

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Dr. Christiane Meine vor der Kaiser-Linde, Standort G240 vor der Leipziger Oper. Foto: Andreas Birkigt

Die Stadt Leipzig vergibt Baumpatenschaften, und so bekam der verdiente Dramaturg, der oft der „Marcel Prawy* (ehem. Chefdramaturg der Wiener Staatsoper) von Leipzig“ genannt wurde, den Gedenkbaum G240 direkt vor der Leipziger Oper! Als einen hochintellektuellen, feinsinnigen und edlen Menschen der von der Leidenschaft für Theater und Musik sein ganzes Leben lang besessen war, so wurde er von allen, die ihn kannten, einhellig beschrieben.

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Der Pädagoge Michael Riethmüller, Verleger Dr. Gerald Diesener beide Internationaler Förderverein Kurt-Masur-Institut e.V. zusammen mit Prof. Dr. Helmuth Loos Wagner-Verband Leipzig e.V. Foto: Andreas Birkigt

Die Vorsitzenden und Mitglieder der großen Leipziger Kulturvereine (Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V., Leipziger Romantik e.V., Internationaler Förderverein Kurt-MasurInstitut e.V.), der Schauspieler Prof. Friedhelm Eberle, MD Roland Seiffarth, der ehem. Opern- und Ballettdramaturg Lothar Wittke, der Verleger Dr. Gerald Diesener aber auch der Brigadegeneral a.D. Harald Fugger und viele andere Weggefährten und Kulturinteressierte waren gekommen, um dieses besonderen Mannes Dr. phil. Dietrich Wolf (1914 – 2001) zu gedenken.

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Der Schauspieler Prof. Friedhelm Eberle erinnert sich und freut sich auf die Lektüre des Rossini-Romans. Foto: Andreas Birkigt

Am 28. Februar jährte sich zum 229.mal der Geburtstag Gioacchino Rossinis und zum 29.mal das Erscheinen von Wolfs Rossini-Roman. (Rossini wurde bekanntlich am 29. Februar 1792 geboren, aber da 2021 kein Schaltjahr ist, mußte die Feier einen Tag vorverlegt werden).

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Der Jurist und Vorsitzende der Deutschen Rossini Gesellschaft e.V. Prof. Dr. Rüdiger Kern erläutert seine Recherchen zum Buch und spricht von seiner langjährigen freundschaftlichen Beziehung mit Dr. Wolf. Foto: Andreas Birkigt

Die langjährige Freundin und behandelnde Ärztin des Geehrten, Dr. Christiane Meine, die ehemalige Chefdramaturgin der Leipziger Oper Marita Müller und Prof. Dr. Rüdiger Kern, Vorsitzender der Deutschen Rossini Gesellschaft, würdigten Dr. Dietrich Wolf, und der hätte sicher mit Rossini zusammen herabsehend bei dem blauen Himmel und klarer Sicht über Leipzig seine Freude daran gehabt, so viele seiner alten und neuen Freunde hier unten zu sehen.

Ein besonderer Dank galt auch dem Amt für Stadtgrün und Gewässer für diesen kulturellen Beitrag.
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1.3.2021

 

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