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LECH am Arlberg/Konzertsaal Lechwelten: „Grenzenlos klassisch“ – das Lech Classic Festival 2026 endet

10.08.2026 | Konzert/Liederabende

LECH AM ARLBERG/Konzertsaal Lechwelten: „Grenzenlos klassisch“ – das Lech Classic Festival 2026 endet

Lech, 9. August 2026

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Johannes Moritz an der Trompete und Tetsuro Ban am Pult bestechen bei Hummels Trompetenkonzert. Copyright: Lech/Zürs-Tourismus/ Peter Panik

Am siebenten musikalischen Abend beginnt das Abschlusskonzert des heurige Lech Classic Festivals mit Hummels Trompeten-Konzert in E-Dur in der meistgespielten Fassung Es-Dur. Johann Nepomuk Hummel war Schüler Mozarts, Haydns und Salieris und leitete mit diesem Stück den Übergang von der Wiener Klassik zur Romantik ein. Johannes Moritz an der Trompete hat schon im Vorjahr den letzten Lecher Abend mitgestaltet und zeigt auch heuer wieder kraftvollen Elan und freudige, frohe Stimmung im 1. Satz. Starke Ausdauer und Kraft sind auch im ernsthaften, ruhigen Mittelsatz mit einigen lieblichen Passagen gefragt. Im Schlusssatz verströmt die Trompete aufbrechende Fröhlichkeit und mit blitzschnellen Akkorden steigert sich der Virtuose zum galoppierenden Finale. Tetsuro Ban setzt tänzelnd und ohne Dirigierstab auf transparente und optimale Orchesterbegleitung.

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Elisabeth Brauß mit Innigkeit am Klavier. Copyright: Lech/Zürs-Tourismus/ Peter Panik

Elisabeth Brauß verleiht beim Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur “Jeunehomme“ im Kopfsatz Allegro Mozarts verspieltem Temperament Klang und Raum. Die deutsche Pianistin im magentafarbenen Glitzer-Oberteil wirkt hochkonzentriert und präsentiert mit Hingabe und Leichtigkeit am Steinway Flügel ihr feinfühliges Spiel. Besonders gefallen der zärtlichste, von Sanftheit getragene Solopart, bevor das Orchester den 1. Satz beschließt. Der 2. Satz wird ebenfalls mit umfassender Innigkeit vorgetragen, bevor der das Stückende mit flinkem Fingerspiel in Rasanz und freudvollen Ausklang endet. Etwas außer Atem sorgt die Klavierspielerin bei einer kurzen Beethoven-Zugabe für weiterhin gute Stimmung.

Nach der Pause sorgt der Japaner Ban am Dirigentenpult bei Beethovens 7. Sinfonie in A-Dur, op. 92, bereits im 1. Satz mit prägenden und akzentuierten Einsätzen für ungestüme, rhythmische Energie, wobei das überschäumende, tobende Grollen im Konzertsaal ausgezeichnet mit den Gewitterkapriolen in Lech, sichtbar durch die seitlichen Fensterfronten, harmoniert. Mit schwungvoller Euphorie im Finale wird der Kopfsatz beschlossen. Schmerzgetragen und tief emotional ertönt das einheitlich-schön-getragene Trauermarsch-Thema im 2. Satz, während das Orchester den Folgesatz mit wuchtigem forte zu einer furiosen Atmosphäre führen kann. Rauschähnlich und mit großem Elan entfesselt der 4. Satz Allegro con brio und wird so dem begeisterten Lecher Publikum feierlich zugänglich.

Im nächsten Jahr beim Lech Classic Festival 2027 darf man sich in der ersten August-Woche auf die Hauptwerke „Lucia di Lammermoor“, „Die Schöpfung“ und „Carmina Burana“ freuen.

Susanne Lukas

 

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