Köln: Eine der ältesten Buchhandlungen Deutschlands feiert 180. Geburtstag
Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

180 Jahre Lengfeld’sche in Köln. Foto: Andrea Matzker
Auf den Tag genau vor 180 Jahren, am 1. Juli 1842, eröffnete Moritz Lengfeld, damals noch auf der Hohen Straße 120 im Kölner Zentrum, die „Lengfeld’sche“ als Leihbibliothek. Inzwischen befindet sie sich am Kolpingplatz 1 direkt gegenüber vom Museum für Angewandte Kunst Köln, ist eine der ältesten Buchhandlungen Deutschlands und gilt sicherlich als eine der gemütlichsten und schönsten ganz Kölns. Vor allem aber hat sie sich zum literarischen Salon entwickelt, der seinen Stammkunden seit ca. 30 Jahren ein hochintellektuelles Programm bietet.

Hildegund Laaff zwischen Frau und Herrn Innenminister a.D., Gerhart Baum. Foto: Andrea Matzker
Hildegund Laaff und Carsten Saenger präsentieren hochinteressante Lesungen von Dante, Marcel Proust, Gustav Flaubert oder Miguel des Cervantes bis zu den verschiedensten Poeten und Schriftstellern der Jetztzeit. Auch finden regelmäßig die beliebten Langzeitlesungen statt. Beim fachkundigen Publikum der Buchhandlung findet man manche Geheimtipps, nach denen man sonst lange suchen müsste. Neben einer riesigen Auswahl von Klassikern gibt es auch eine Fülle von Neuveröffentlichungen, und jedes Mal können die kompetenten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen perfekt darüber aufklären.

Dr. Axel Bell und Prof. Dr. Reiner Speck. Foto: Andrea Matzker
Bei strahlendem Sonnenschein und eingeleitet von einer herzlichen Laudatio des ehemaligen Bundesinnenministers und Stammkunden Gerhart Baum fand eine wunderschöne, einen ganzen Tag lang währende Feier statt, an der auch hochdotierte Literaturkenner teilnahmen wie Dr. Wibke von Bonin, Dr. Petra Hesse, Prof. Dr. Reiner Speck und Dr. Axel Bell. Möge dieses Wohnzimmer für Literaturliebhaber noch lange der großen und übermächtigen Konkurrenz der Groß- und Versandbuchhandlungen trotzen! Wir tragen in jedem Fall gerne dazu bei.
Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

