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KÖLN/ Italienisches Generalkonsulat: Ausstellung „Mediterraneo“ von Nunzio Fucci, Kunstwerke aus recyceltem Material und in Mitarbeit von vielen italienischen Kindern entstanden

28.10.2019 | Ausstellungen

Ausstellungseröffnung im italienischen Generalkonsulat der Stadt Köln. Kunstwerke aus recyceltem Material und in Mitarbeit von vielen italienischen Kindern entstanden


Ausstellung Mediterraneo mit Werken von Nunzio Fucci. Foto: Andrea Matzker

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Der italienische Generalkonsul Pierluigi Ferraro eröffnete in seinem Amtssitz eine farbenfrohe und fröhliche Kunstausstellung vor dem Hintergrund, dass sämtliche Kunstwerke aus recyceltem Material und in Mitarbeit von vielen Kindern entstanden sind. Die Gruppe von Künstlern und Kindern um ihren Lehrer Nunzio Fucci, die aus Turin angereist war, hatte über sechs Monate in dem Duft von Äpfeln und Birnen gewirkt, der den einstmals dafür gebrauchten Holzkisten immer noch anhaftete. Deren Material schließlich führte zu den Kunstwerken. Es wurden ausschließlich sogenannte Abfälle benutzt, und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.


Ausstellung Mediterraneo. Foto: Andrea Matzker

Die mediterranen Themen sind reeller aber auch zwiespältige Natur. So kommt ein Pinocchio zum Tragen, ein Don Quichote, eine falsche Zunge oder ein poetischer Schmetterling in der Hand.


Ausstellungseröffnung mit elfjährigem Medienstar aus Italien, Aldo Boschetti. Foto: Andrea Matzker

In der Künstlergruppe aus dem Piemont befand sich auch ein junger Medienstar, der elfjährige Regieanwärter Aldo Boschetti, in Italien sehr bekannt durch die Werbung von Mentadent, in der er die Hauptrolle spielt. Seitdem kann er sich vor Angeboten kaum retten, wird der Harry Potter Italiens genannt, ist aber hauptsächlich daran interessiert, eigene Filme zu drehen oder Fotos zu machen. Sein unentwegter Begleiter zurzeit ist eine winzig kleine sogenannte Grupo-Kamera mit eindrucksvollem Bildstabilisator. Einziger Wehmutstropfen an diesem kleinen Wunderwerk der Technik ist die Tatsache, dass Michael Schumacher sie bei seinem fatalen Sturz getragen haben soll und ausgerechnet ihre Befestigung ihn so schwer verletzt hat. Aldo produziert inzwischen Filme, die trotz der Bewegungen seiner kindlichen Lebendigkeit einen ruhigen Blick auf die Exponate vermitteln. In Turin ist er besonders gut aufgehoben, da das Filmmuseum der Stadt und seine lange Geschichte weltweite Bedeutung haben. Seine Eltern fördern ihn, soweit er das selbst möchte, drängen ihn aber zu nichts.


Ausstellung Mediterraneo im Italienischen Konsulat von Köln. Dreidimensionaler Fischteller von Nunzio Fucci. Foto: Andrea Matzker

Genauso ist es mit den anderen Kindern, die an der Erstellung der Werke dieser Ausstellung beteiligt waren. Sie sind alle spielerisch und mit großer Freude dabei. Damit wollte der italienische Generalkonsul mit seinem Team ein Zeichen setzen. Aldo, der entfernt verwandt ist mit der Familie Farina von 4711, will es wenigstens zur Finissage der Ausstellung schaffen, das berühmte Parfümmuseum in Köln zu besuchen. Denn direkt Sonntag früh nach der Ausstellungseröffnung muss die Gruppe wieder nach Turin reisen, da am Montag nach der Zeitumstellung wieder Schule und Arbeit anfangen, wie bei uns.


Ausstellung Mediterraneo mit überdimensional großem Pfau von Nunzio Fucci. Foto: Andrea Matzker

 

 

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